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NFL

"Ich versuche, Menschen weh zu tun"

Von SPOX
James Harrison denkt nach der Diskussion um die Hits über sein Karriereende nach
© Getty

Zum Topspiel treffen mit den Vikings und den Saints zwei Mannschaften aufeinander, die bisher unter den eigenen Erwartungen geblieben sind. James Harrison will Menschen weh tun und die Cleveland Browns müssen nach New Orleans zu den Saints.

Quote of the Week: James Harrison

"Ich will keine Menschen verletzen. Ich versuche, ihnen weh zu tun. Es ist ein großer Unterschied dazwischen, verletzt zu werden oder wehgetan zu bekommen."

Zugegeben, die Aussage, Menschen weh tun zu wollen, ist nicht unbedingt ein kluges Statement, wenn man gerade 75.000 Dollar zahlen musste, weil man genau das getan hat. Andererseits sind wir hier beim Football, jahrelang hat sich die NFL mit der Härte ihrer Liga gerühmt, jetzt scheint sich der Fokus zu verschieben.

James Harrison hatte vergangene Woche Mohamed Massaquoi von den Cleveland Browns ausgeknockt und wurde daraufhin zu einer saftigen Geldstrafe verdonnert.

Week 7: Die Spieltagsvorschau von mySPOX-User Korsakoff

Anschließend hatte der Pro-Bowler sogar Rücktrittsgedanken. "Wir würden darüber keine Witze machen. Wenn James 75.000 Dollar Strafe für ein regelkonformes Tackling zahlen muss, wie soll man dann Football spielen? Es ist sehr frustrierend für James", so dessen Manager. Mittlerweile hat sich Harrison aber gefangen und will dann doch weiterspielen.

Game of the Week: Vikings (2-3) vs. Packers (3-3), Sonntag, 2.20 Uhr

Nachdem die Vikings den "Panic Bowl" gegen die Dallas Cowboys mit 24:21 für sich entscheiden konnten, ist zumindest der Super-Gau abgewendet. Trotzdem steht für die Vikings ledliglich ein 2-3-Record auf dem Papier und Quaterback Brett Favre zeigte in der bisherigen Saison viel Licht und Schatten.

Bei den Packers ärgert man sich derweil immer noch, dass das Spiel gegen die Miami Dolphins vergangene Woche in Overtime mit 20:23 verloren ging - trotz 10:0-Führung.

Interessant ist natürlich das Duell Meister gegen Schüler. Brett Favre verließ Green Bay 2008 im Streit mit dem Management. Favre wollte zu den Vikings, die verärgerten Packers gaben ihn an die New York Jets ab. Gleichzeitig ließen sie sich mehrere Draft Picks als Garantie in den Vertrag einbauen, sollte Favre nach Minnesota abgegeben werden.

Favre beendete nach einer Saison bei den Jets seine Karriere, erklärte einige Monate später seinen Rücktritt vom Rücktritt und unterschrieb bei den Vikings. Im ersten Aufeinandertreffen mit seinem alten Verein besiegten die Vikings die Packers mit 38:26. Das Spiel hatte die höchsten Einschaltquoten in der Geschichte des Kabelfernsehens.

Another Game of the Week: Giants (4-2) vs. Cowboys (1-4), Montag, 2.30 Uhr

Das Monday Night Game. Für die Cowboys eigentlich die letzte Chance, die bisher komplett verkorkste Saison noch zu retten. Wenn das überhaupt noch möglich ist.

Kurzer Rückblick auf den dritten Spieltag. Die Cowboys schlugen die bis dato starken Texans im Derby mit 27:13 in Houston und die Saison schien endlich auch für Dallas loszugehen. Die Bye-Week danach tat den Cowboys offensichtlich nicht gut. Es folgten Niederlagen gegen Tennessee und im "Panic Bowl" gegen Minnesota.

Dabei macht Dallas sich kontinuierlich selbst die Spiele kaputt. Gute Offensivleistungen werden mit einer unglaublichen Anzahl an Strafen zunichte gemacht. 400 Yards stehen für die Cowboys im Schnitt pro Spiel zu Buche - Rang drei in der Liga. Dass dabei nur ein Sieg rauskam, ist fast schon unglaublich.

Das Dallas auch anders kann, war gegen Houston zu sehen. Sollten die Cowboys die individuellen Fehler endlich reduzieren können, ist eine Überraschung möglich. Ansonsten ist die Saison wohl endgültig gelaufen.

Upset Alert of the Week: Jaguars (3-3) vs. Chiefs (3-2), Sonntag, 19 Uhr

Ein 3-0-Record zum Saisonauftakt, die Führung in der AFC West - aber zuletzt strauchelten die Chiefs aus Kansas. Nach zwei Niederlagen in Folge soll gegen die Jaguars die Wende eingeleitet werden.

Die Jaguars gingen am vergangenen Spieltag beim Monday Night Game 3:30 gegen die Titans unter, will Kansas aber trotzdem ärgern. Die Chiefs stellen, trotz ihres 3-2-Records, eher eine der schlechteren Offensiven, 328,8 Yards im Schnitt sprangen bisher heraus.

Die Jaguars sind mit 301,2 noch schlechter, dürfen aber trotzdem nicht unterschätzt werden. Sensationell: Der 31:28-Sieg über die Colts vor drei Wochen. Dem gegenüber stehen Klatschen gegen die Titans, die Eagles und die Chargers. Konstant ist da nur die Inkonstanz.

Cupcake of the Week: Browns (1-5) vs. Saints (4-2) und Buffalo (0-5) vs. Baltimore (4-2)

Da dachte auf einmal jeder: Was ist denn mit den Saints los?! Verloren die doch glatt in Arizona mit 20:30. Eine Woche später ging es zu den aufstrebenden Tampa Bay Buccaneers. Die hatten davor einen 3-1-Record und gingen durchaus optimistisch ins Duell mit dem Titelverteidiger. Die Saints antworteten auf ihre Art und gewannen mal eben mit 31:6.

Quaterback Drew Breews kommt dabei immer besser in Fahrt. Zwölf Touchdowns und 1673 Yards stehen für Brees auf der Haben-Seite, gegen Tampa Bay waren es gleich drei Touchdown-Pässe und durchschnittlich 8.2 Yards.

Das ist, nur mal so zum Vergleich, mehr als die Cleveland Browns insgesamt in der gesamten Saison produziert haben. Zehn Touchdowns konnten die Browns in sechs Spielen verbuchen. Da durften sich mit Seneca Wallace, Jake Delhomme und Colt McCoy insgesamt auch schon drei Quaterbacks probieren, Coach Eric Mangini wechselt munter durch.

Rookie McCoy hat seine Feuertaufe in Pittsburgh übrigens überlebt und konnte gegen die Steelers-Defense immerhin einen Touchdown-Pass werfen. Auch er darf also ins Clevelander Quaterback-Karussell wieder einsteigen. Ob das gegen die Saints-Defense unbedingt ein größeres Vergnügen wird, bleibt abzuwarten.

Damit aber nicht genug: Diese Woche ist noch ein weiterer absoluter Shootout zu erwarten. Die Baltimore Ravens empfangen die Buffalo Bills - ein hoffnungsloses Unterfangen für Buffalo.

Die gelten nämlich als das schlechteste Football-Team und machen ihrem Ruf mit einem 0-5-Record alle Ehre. Die Ravens dagegen, mit dem starken Joe Flacco (1401 Yards, 7 TD), wollen ihren 4-2-Record weiter ausbauen. Baltimore hat seine letzten fünf Heimspiele gewonnen und diese Serie dürfte gegen Buffalo wohl kaum reißen.

Stat of the Week: 432,7

Weiter geht's mit kuriosen Zahlen. Welches Team führt souverän mit 432,7 Offense Yards pro Spiel die Liga an? Genau - die San Diego Chargers! Und kennt jetzt noch jemand deren Record? Der liegt nämlich trotz dieses starken Werts nur bei unglaublichen zwei Siegen und vier Niederlagen!

Quaterback Philip Rivers hat bereits die 2000-Yard-Marke geknackt und servierte immerhin zwölf Touchdowns. Es kursiert das Gerücht, San Diego würde dieses Jahr den Spieß umdrehen und am Anfang der Saison einige Spiele verlieren als, wie sonst für gewöhnlich, in den Play-Offs.

Um die zu erreichen, müssen aber auch ein paar Siege her.

Für die Chargers geht es am Sonntag gegen die Patriots. Die präsentieren sich bisher effizienter: 354,2 Yards im Schnitt reichten für einen 4-1-Record. Und für einen Punkteschnitt von 30,8 Punkten pro Spiel. Ligaspitze.

NFL: Ergebnisse und Tabellen

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