NBA

Hahnenkampf der LeBron-Jäger

Von Robert Arndt
Die Toronto Raptors und die Boston Celtics kämpfen um die Krone in der Atlantic Division
© getty
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Toronto Raptors

POINT GUARD: Kyle Lowry, Cory Joseph, Delon Wright, Fred VanVleet

SHOOTING GUARD: DeMar DeRozan, Norman Powell

SMALL FORWARD: DeMarre Carroll, Terrence Ross, Bruno Caboclo

POWER FORWARD: Jared Sullinger, Patrick Patterson, Pascal Siakam

CENTER: Jonas Valanciunas, Lucas Nogueira, Jakob Pöltl

Darum wird die Saison ein Erfolg: Kyle Lowry und DeMar DeRozan. Der Backcourt der Kanadier ist und bleibt einer der besten der Liga. Ihre Qualitäten ergänzen sich im Verbund exzellent und werden Toronto wie im Vorjahr locker unter die Top Drei im Osten katapultieren.

Dies gelang den Raptors auch ohne einen DeMarre Carroll in Topform. Kann er seine Leistungen aus Hawks-Zeiten wieder aufs Parkett bringen, kann #WetheNorth auch dem Champion aus Cleveland Paroli bieten. Carroll kann auch wieder vermehrt auf der Drei auflaufen, da mit Jared Sullinger ein in Boston unterschätzter Power Forward in den Kader geholt wurde.

Ansonsten hat sich wenig verändert. Diese Kontinuität ist im Vergleich zu Boston ein großes Plus, auch mit dem Hintergrund, dass auf der Bank vielversprechende Talente wie Norman Powell, Pascal Siakam oder Jakob Pöltl mit den Hufen scharen. Die Raptors wiederholen ihren Ritt in die Conference Finals und werden die Cavs die komplette Saison jagen.

Darum wird die Saison ein Misserfolg: Mit Bismack Biyombo verließ ein essentieller Teil der Big-Men-Rotation (siehe vergangene Playoffs) die Stadt am Lake Ontario. Hinter Jonas Valanciunas klafft auf Center ein großes Loch. Patrick Patterson oder Sullinger sind nur Verlegenheitslösungen. Ob Lucas Nogueira oder Pöltl schon Impact geben können, darf bezweifelt werden.

Allgemein verhungert Valanciunas in der Offense der Raptors noch viel zu häufig, da Lowry und DeRozan entweder den richtigen Zeitpunkt des Anspiels verpassen oder sich in ineffizienten Isolationen verzetteln. So ist das Team ausrechenbar und leicht zu verteidigen, speziell in der heißen Phase der Saison.

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Die Ansprüche in Toronto sind nach dem Lauf in den vergangenen Playoffs sicher nicht kleiner geworden. Doch auch in der erfolgreichsten Saison der Franchise-Geschichte wurden jeweils sieben Spiele für einen Seriensieg benötigt. Mit Boston wächst ein weiterer Konkurrent heran. Es würde nicht überraschen, wenn in diesem Jahr am Ende das Aus in Runde zwei steht.

Prognose: 2. Platz in der Atlantic Division

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