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NBA

"Ich habe die Mavs gehasst!"

Von Martin Gödderz / Falk Landahl / Oliver Wittenburg
Zwei von fünf Neuzugängen bei den Mavericks: Dominique Jones (l.) und Tyson Chandler
© Getty

Brian Cardinal

* 2. Mai 1977

Größe/Gewicht: 2,03 m / 111 kg

Position: Forward

NBA-Erfahrung: 10 Jahre

Klubs: Washington Wizards, Pamesa Valencia, Golden State Warriors, Memphis Grizzlies, Minnesota Timberwolves

 

Der Buchhalter mit dem Jumpshot

Brian Cardinal ist einer dieser Spieler, die dem Anschein nach kaum etwas mitbringen, was an einen professionellen Basketballer erinnert und trotzdem schon seit zehn Jahren in der NBA aktiv sind. Bei seiner äußerlichen Erscheinung würde man ihn wahrscheinlich an letzter Stelle wählen, wenn man mit Kumpels eine Runde Basketball auf dem Freiplatz zockt.

Sein Aussehen erinnert an eine Mischung aus Celtics-Legende Larry Bird und einem Buchhalter, sein Spiel erinnert die Mavs-Verantwortlichen an Eduardo Najera, nur dass Cardinal über einen vernünftigen Jumpshot verfügt.

Der fast haarlose Power Forward hat trotz seiner Erfahrung erst sieben Playoff-Spiele auf dem Buckel und überhaupt in keiner Regular Season mehr als 76 mal auf dem Parkett gestanden - letzte Saison sogar nur 29 mal.

Der 33-Jährige bringt dafür alles mit, was Trainer lieben. Cardinal ist ein unermüdlicher Arbeiter, der sich in jeder Trainingseinheit voll reinhängt und sein Team unterstützt, wo er nur kann. Das Wichtigste ist aber, dass er nicht für Unruhe sorgt, wenn er auf der Bank sitzt. Schließlich war Cardinal in seiner gesamten NBA-Karriere kein Starter.

"Ich bin weder der Größte noch der Schnellste"

"Ich versuche einfach auf die richtige Art zu spielen - hart, gute Defense - und zu kompensieren, dass ich weder der Größte noch der Schnellste noch der athletischste Typ bin", sagte Cardinal nach der letzten Einheit des Trainingslagers.

Cardinals fehlende Anerkennung liegt auch an dem Teams, für die er in der NBA spielte: Washington Wizards, Golden State Warriors, Memphis Grizzlies, Minnesota Timberwolves - als Rollenspieler fällt man halt nicht auf, wenn die Mannschaft regelmäßig die Playoffs verpasst.

Dabei war er der einzige Spieler der Wolves im letzten Jahr, der eine positive Plus-Minus-Bilanz vorweisen kann - auch wenn er nur 29 Spiele machte und im Schnitt weniger als zehn Minuten auf dem Platz stand.

Dafür hat Mark Cuban ihn auch geholt. Dirk Nowitzki wird besonders in der Regular Season mehr Pausen bekommen, die vornehmlich Cardinal ins Spiel bringen werden. Wenn er dort einen soliden Job macht, hat sich seine Verpflichtung schon gelohnt.

Weiter geht's mit Alexis Ajinca - Die Spinne aus Frankreich

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