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NBA

NBA Mailbag: Letzte Chance auf den Titel? Diesem Team droht im Sommer der große Knall

Kommt Kawhi Leonard in dieser Saison noch einmal zurück?

In der neuesten Ausgabe des NBA Mailbags liegt der Fokus auf der Western Conference. Welcher Außenseiter kann für Furore sorgen? Werden die Clippers und Nuggets zum Titelanwärter oder bleiben sie in der Warteschlange stecken? Und wer kämpft um seine letzte Chance auf den Titel?

Die Association befindet sich inmitten der heißen Saisonphase, in den kommenden Wochen entscheidet sich, wer die letzten Tickets für die Playoffs bekommt und wer ab Mitte April auf die Couch verbannt wird. SPOX-Redakteur Philipp Jakob wirft im Mailbag schon mal einen Blick voraus auf die Postseason. Neue Fragen für die nächste Ausgabe könnt Ihr schon jetzt via Twitter an ph_jakob senden.

NBA Mailbag: Dieses Team muss in den Playoffs liefern

SPOX-User Yalleeee: Für welche Teams ist diese Saison die vielleicht letzte Chance, in der aktuellen Zusammensetzung um den Titel zu spielen?

Werfen wir doch zunächst einmal einen Blick auf die fünf größten Titelfavoriten 2022. Die Buchmacher in Las Vegas rechnen den Suns, Warriors, Nets, Bucks und Sixers die größten Chancen auf die Larry O'Brien Trophy zu, all diese Teams verfügen über einen Kern, der ihnen auch in der nahen Zukunft einen Platz an der NBA-Spitze garantieren sollte.

In Philly wollen Joel Embiid und James Harden langfristig einen Titelanwärter stellen, bei den Warriors denken Stephen Curry, Klay Thompson und Draymond Green noch lange nicht ans Aufhören. Die Big Three der Bucks um Giannis Antetokounmpo ist noch lange ans Team gebunden, Kevin Durant wird Brooklyn ebenfalls so bald nicht verlassen. Im Falle der Suns muss höchstens die ungewisse Vertragssituation von Deandre Ayton angemerkt werden und Chris Paul wird auch nicht jünger.

Hinter dieser Top 5 zeigt bei den meisten Playoff-Teams der Trend ebenfalls nach oben, Memphis mit Ja Morant, Dallas mit Luka Doncic, Denver mit Nikola Jokic und dem potenziellen Comeback seiner Star-Kollegen oder Boston mit Jayson Tatum sollen hier nur beispielhaft erwähnt werden.

Miami hat zwar einen relativ alten Kern (Jimmy Butler: 32 Jahre, Kyle Lowry: 36) und der Kader wird bald sehr teuer. Doch ein weiterer Anlauf sollte auch nach 2021/22 noch machbar sein, immerhin haben die Heat noch einen Bam Adebayo (24) oder einen Tyler Herro (22). Deutlich mehr Fragezeichen bezüglich der Zukunft und enormen Erfolgsdruck in dieser Spielzeit gibt es aber vor allem bei einem potenziellen Titelanwärter, den Utah Jazz.

Deren Playoff-Bilanz der vergangenen fünf Jahre liest sich mit drei Pleiten in der zweiten und zwei Pleiten in der ersten Runde enttäuschend gemessen an den hohen Erwartungen, die unter anderem eine dominante Regular Season 20/21 mit sich brachte. In der Postseason wurden die Schwächen des Kaders um die beiden Stars Donovan Mitchell, der seit vier Jahren Teil der Franchise ist, und Rudy Gobert aber schonungslos offengelegt - Thema Small-Ball.

Über die Probleme in der aktuellen Spielzeit wurde schon an anderer Stelle geschrieben, sollte es dieses Jahr also erneut nicht mit einem tiefen Playoff-Run klappen, wird in der Offseason unweigerlich diese Frage zum bestimmenden Thema im Mormonenstaat:

SPOX-User hesitation: Muss man das Jazz-Team gegebenenfalls aufbrechen, wenn erneut ein frühes Playoff-Aus droht?

Meiner Meinung nach muss die Antwort auf diese Frage im Sommer "Ja" lauten. Sollten die Conference Finals außer Reichweite sein, muss dieser Nukleus aufgebrochen werden. Für mehr scheint das Playoff-Ceiling mit Mitchell und Gobert dann nicht zu reichen. Mehr Beweise würde es nicht brauchen.

Das Verhältnis zwischen den beiden Franchise-Stars wird ohnehin häufig als eisig beschrieben, bleibt dann auch noch der Postseason-Erfolg aus, kann dies schnell zu Abwanderungsgedanken führen. Zwar stehen beide noch bis 2026 unter Vertrag, doch das heißt in der modernen NBA bekanntlich nicht viel.

Das Team sollte in diesem Fall um Mitchell neu aufgebaut werden, auch wenn ein Trade von Gobert aufgrund dessen üppigen Vertrags (noch 169,7 Mio. Dollar über vier Jahre nach dieser Saison) und seinen Limitationen in der Offense wohl knifflig wäre. Mitchell abzugeben, der deutlich jünger ist (25 zu Goberts 29 Jahren) und noch mehr Potenzial in sich hat, sollte aber nicht der Weg sein.

Genauso wenig wie ein weiterer Anlauf mit marginalen Veränderungen am Kaderrand. Der ergibt nur Sinn, wenn dieses Jahr tatsächlich ein tiefer Playoff-Run gelingt. Die Jazz befinden sich inmitten einer "Finals-or-Bust"-Saison.

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