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NBA: LaMelo Ball macht Michael Jordan und die Hornets glücklich: Magic Johnson 2.0 und der ganz große Zirkus

LaMelo Ball macht Michael Jordan glücklich.

LaMelo Ball: Eine Art Free Safety

Die Defensive ist und bleibt auch der große Baustein von Ball und dem gesamten Team. Die Hornets gehören in Sachen Punkte in Fastbreaks und Punkte nach gegnerischen Turnovern zu den besten Teams der Liga, dafür brauchen sie aber eben Stops. Ball bringt gute körperliche Veranlagungen mit, er ist aber dennoch als unterdurchschnittlicher Verteidiger bekannt.

Selbiges gilt für Gordon Hayward und Terry Rozier, zudem ist die Center-Rotation (Mason Plumlee, P.J. Washington, Nick Richards) eine der schwächsten der Liga, weshalb wenig Help-Defense von den Bigs zu erwarten ist. Daraus resultiert das fünftschlechteste Defensive-Rating (111,7). Dies hat wiederum zur Folge, dass die Hornets den Gegner regelmäßig aus der Halle schießen müssen, wollen sie eine Chance auf den Sieg haben. Das kann wie zuletzt gesehen gelingen, wenn die Offensive aber nicht läuft, gehen Spiele dadurch reihenweise verloren. Auch das gab es bereits.

Allerdings gibt es Hoffnung. Die Hornets sind eines der jüngsten Teams der Liga (24,3 Jahre im Schnitt) und bei vielen solcher Teams entwickelt sich erst die Offensive, bevor die Defensive nachzieht. Das haben wir so zum Beispiel bei den Hawks vergangene Spielzeit erlebt.

Und auch Ball hat schon Fortschritte gemacht. Er liegt in Steals (1,9) und Deflections (3,1) in den Top 15 der Liga und wirkt oft wie eine Art Free Safety, wie man es aus der NFL kennt. In der Zonenverteidigung der Hornets kann er die Passwege des Gegners oft erahnen und mit seinen langen Armen dazwischen springen. "Er ist darin einer der besten der Liga", bestätigte auch Washington.

In der direkte Mannverteidigung ist Ball dagegen oft ungeduldig und will den Steal erzwingen, was zu leichten Punkten für den Gegner führen kann. Das wird sich mit mehr Erfahrung wohl zunehmend legen und auch mit mehr Masse dürfte er sich im direkten Duell leichter tun.

LaMelo Ball macht Michael Jordan glücklich

Neben seiner unnachahmlichen Spielweise ist es aber vor allem eines, was Ball den Hornets bringt: Hoffnung. Nach Jahren der Bedeutungslosigkeit sind die Hornets auf einmal ein Team, das man auf dem Zettel haben muss. Sie haben mit Siegen über die Warriors und Nets für Furore gesorgt, das höllisch laute Spectrum Center ist endlich wieder ausverkauft und der immer etwas zu motivierte Hornets-Kommentator Eric Collins schreit sich nicht mehr nur für ein paar einsame Hornets-Fans die Stimme heiser.

Egal ob im Partneroutfit mit seinem Lambo oder im Gespräch mit den Referees - Ball ist ein Highlight in dieser Liga und er genießt die Aufmerksamkeit. Genau wie MJ die Aufmerksamkeit auf seine Franchise genießt. "Ich weiß, dass Michael glücklich ist", wird GM Mitch Kupchak von nba.com zitiert. "Ich glaube, ihm gefällt die Richtung, die wir eingeschlagen haben."

Für seinen jungen Hoffnungsträger zog er die schönen Worte einer NBA-Legende heran. "Jerry West sagt über bestimmte Spieler, dass ein bisschen Goldstaub auf sie herab gerieselt ist", führte Kupchak aus. "Und ich glaube, auf LaMelo trifft das zu."

Wenn er so weiter spielt und der Teamerfolg stimmt (aktuell 13-11), könnte Ball der erste und einzige Hornets-Spieler seit Kemba Walker werden, der zum All-Star gekürt wird. Sein breites Grinsen würde das wohl nur noch verstärken.

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