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NBA News - "Falls jemand kämpfen will": Rudy Gobert stichelt nach Rangelei weiter gegen Myles Turner

Von Ruben Martin
Rudy Gobert geriet mit Myles Turner von den Indiana Pacers aneinander.

Rudy Gobert hat nach einer Rangelei mit Myles Turner in der Niederlage der Utah Jazz gegen die Indiana Pacers klargestellt, dass er keine Angst vor Turner hat. "Falls jemand kämpfen will, bin ich leicht zu erreichen", sagte Gobert nach dem Spiel.

Sperren gab es für keinen der Beteiligten. Während Gobert zu einer Geldstrafe über 35.000 Dollar verdonnert wurde, muss Turner 25.000 Dollar zahlen. Auch Joe Ingles (30.000 Dollar) und Donovan Mitchell (20.000 Dollar), die zur Auseinandersetzung dazustießen, wurden zur Kasse gebeten.

Mit einer Führung von 11 Punkten und nur noch knapp vier Minuten zu spielen blockte Turner einen Dunkversuch Goberts von hinten, beim Fallen zog Gobert den Pacers-Center mit sich zu Boden. Gobert hätte wohl gerne einen Foulpfiff beim Block bekommen, bestritt jedoch nicht, dass er Turner anschließend foulte. "Er hat mich gefoult, ich bin dann irgendwie hingefallen und habe ihn runtergezogen. Es war ein Foul, ich habe ihn gefoult", sagte Gobert nach dem Spiel.

"Dann ist er aufgestanden und hat mich in den Rücken geschubst oder so etwas. Danach ist nichts mehr passiert", führte Gobert aus. Tatsächlich hatte Gobert nicht wirklich mit einer Gegenattacke reagiert, stattdessen umschloss er Turner mit beiden Armen wie bei einer Umarmung und schien so zu versuchen, Turner zu Boden zu ringen. Bevor das passieren konnte, wurden die beiden Hünen schon von Mitspielern und Trainern getrennt.

Gobert hatte seinen Angaben zufolge jedoch nie vor, mit Fäusten gegen Turner zu kämpfen. "Erstmal wissen wir beide, dass wir nicht kämpfen werden. Spieler müssen aufhören, so zu tun, als würden sie kämpfen. Wir wissen, dass in 2 Sekunden 20 Security-Guards zwischen uns sein werden", erklärte Gobert und fügte an: "Die Spieler wissen, dass es gut für die Kameras ist, aber sie wissen, dass wir nicht kämpfen werden. Jungs, die nicht das harte Leben leben, sollten aufhören, irgendwem etwas vorzuspielen."

Gobert ist offenbar nicht ganz unerfahren in Sachen Kampfsport: "Es ist lustig, mein Boxtrainer war heute beim Spiel, zum ersten Mal in diesem Jahr. Aber wenn ich mich nicht bedroht fühle, werde ich nicht zuschlagen", sagte der Franzose und stellte klar: "Und ich habe mich nicht bedroht gefühlt. Wenn jemand kämpfen will, bin ich leicht zu erreichen. Falls jemand ein Problem hat, werde ich das aber nicht über Twitter oder WhatsApp regeln."

Mitchell nimmt Schiedsrichter in Verantwortung

Mit einer Sperre für ein oder mehrere Spiele in der Zukunft rechnete Gobert nicht: "Ich finde nicht, dass ich suspendiert werden sollte. Ein technisches Foul war angebracht, aber ich habe ihn nur gegriffen und sichergestellt, dass er nichts mehr kann. Dann habe ich gewartet, was passiert." Er betonte erneut: "Spieler müssen aufhören, so zu tun, als wollten sie Krieg. Einfach Basketball spielen."

Während mehrere Spieler beider Teams in die kurze Rangelei eingriffen, wurden neben den beiden Centern nur noch Ingles und Mitchell des Spiels verweisen. Im offiziellen Bericht der NBA nach dem Spiel erklärte der Chef der Schiedsrichter-Crew, Ed Malloy, dass die beiden Jazzspieler "Anstifter waren und die Situation zum Eskalieren gebracht haben". Ingles geriet zudem in Kontakt mit einem Referee, was jedoch als unbeabsichtigt gewertet wurde.

Mitchell forderte nach dem Spiel eine härtere Linie der Schiedsrichter, wodurch die Auseinandersetzung seiner Einschätzung nach hätte verhindert werden können. "Wir sind an einem Punkt angekommen, wo die Schiedsrichter die Kontrolle über das Spiel verlieren. Zieht früh eine Linie anstatt diesen Scheiß sich aufbauen zu lassen." Mitchell habe den Eindruck gehabt, dass die Schiedsrichter früh im Spiel zu viel Kontakt zugelassen haben und sich dadurch auf beiden Seiten Frust aufgebaut habe.

Mitchell erklärte außerdem, dass die Referees ihm in der Halbzeit Recht gegeben hätten, dass einige Pfiffe falsch gewesen seien. Die zugegeben Fehler haben ihm zu diesem Zeitpunkt im Spiel jedoch nicht mehr geholfen, fügte er hinzu.

Die Pacers haben das Spiel gegen die Jazz mit 111:100 gewonnen, womit die Jazz erstmals in dieser Saison in Utah verloren haben. Gegen Indiana wurden 23 Fouls gepfiffen, gegen Utah waren es 16. In der ersten Halbzeit wurden insgesamt 18 Fouls gepfiffen, in der zweiten Halbzeit kamen 21 Fouls dazu.

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