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NBA - LeBron James’ legendäres Spiel 5 gegen die Detroit Pistons 2007: Als der Osten einen neuen König bekam

LeBron James zeigte 2007 gegen die Detroit Pistons eine Leistung für die Geschichtsbücher.

LeBron James gegen die Pistons: Der neue König des Ostens

"Wir haben alles versucht", sagte Pistons-Star Chauncey Billups nach der Partie. "Aber wir konnten ihn einfach nicht aufhalten." So war es schließlich auch James, der mit zwei Sekunden zu spielen in der zweiten Overtime erneut in die Zone zog und einen Layup zur Entscheidung versenkte.

Er beendete die Partie mit 48 Punkten (9 Rebounds, 7 Assists und 2 Steals) in 50 Minuten, erzielte 29 (!) der letzten 30 Cavs-Punkte und davon die letzten 25 (!!) allesamt im Alleingang. Zu diesem Zeitpunkt war allen Beteiligten klar, dass die Serie vorbei war. Ein neuer König war geboren, der ab sofort über den Osten herrschte.

"Wir hatten das Gefühl, eine Menge Ärger am Hals zu haben. Nicht nur jetzt, sondern in den kommenden Jahre", sagte Rip Hamilton 2017 bei CBS.

"Wir wussten, dass er viele Punkte erzielte hatte. Wenn ich sage viele, meine ich, dass wir dachten, er hätte um die 10 Punkte in Serie erzielte. Wir dachten niemals, dass es 25 waren", erinnerte sich Hamilton. Die Pistons mit Hamilton, Billups, Prince, Rasheed Wallace und Chris Webber waren so ein hervorragendes Defensivteam, dass sie niemals mit einem solchen Einbruch gerechnet hätten.

"Wir dachten damals, dass wir unbesiegbar sind. Es ist unmöglich, dass ein Individuum uns besiegen kann. Kobe Bryant und Shaq konnten es nicht - wir dachten nicht, dass LeBron es könnte", sagte er.

Und LeBron selbst? Er zeigte sich von seiner Performance für die Geschichtsbücher bewusst unbeeindruckt. "Warum sollte ich überrascht sein?", sagte er nach der Partie. "Ich habe viele gute Szenen gehabt. Natürlich sind sie ein großartiges Defensivteam, aber ich war entschlossen zu attackieren."

LeBron James' Statistiken in der Serie gegen die Detroit Pistons 2007

SpielePunkteReboundsAssistsStealsFeldwurfquoteDreierquoteMinuten
625,79,28,52,744,935,746,2

LeBron James und die Vergleiche mit Kobes 81 Punkten

Spiel 6 ging schließlich auch an Cleveland und der neu gekrönte King durfte im zarten Alter von 22 Jahren das erste Mal Finals-Luft schnuppern. Dort gab es zwar von den Spurs eine 0-4-Abreibung, Vorwürfe durfte sich LeBron dafür aber nicht machen.

Es grenzte fast an eine Sensation, dass er dieses 2007er Cavs-Team überhaupt so weit geschleppt hatte. Bei der Suche nach dem zweitbesten Spieler landet man wohl bei Namen wie Ilgauskas (mit 12,6 Punkten bereits zweitbester Playoff-Scorer für die Cavs), Drew Gooden oder Larry Hughes. Jahre später sollte dieses Aufgebot auf nicht nur einer Liste der schlechtesten Finals-Teams aller Zeiten auftauchen.

Dieser Umstand macht die erste Finals-Teilnahme der Franchise-Geschichte und LeBrons unglaublichen Weg dorthin umso beeindruckender. Larry Drew, Assistant-Coach der Cavs von 2014 bis 2018, stellte James' Leistung sogar in eine Reihe mit Kobes 81 Punkte in Toronto. "Man muss das auf dieselbe Stufe stellen, denn so ein Moment bleibt für immer in Erinnerung", sagte er 2017.

LeBron vs. Pistons: Der Anfang vom Ende

Für die Pistons war die Niederlage so etwas wie der Anfang vom Ende. Zwar schafften sie es im Folgejahr noch mal bis in die Conference Finals, das Gefühl der Unbesiegbarkeit sollte aber nie mehr zurückkommen, gegen den späteren Champion aus Boston scheiterten sie in sechs Spielen.

In der darauffolgenden Saison begann die Mannschaft langsam auseinander zu brechen. Zwar schaffte es das Team 2009 noch in die erste Runde der Playoffs, dort gab es aber einen Sweep - von LeBron und den Cavs. Danach sollte es sieben Jahre dauern, bis die Fans in Detroit wieder die Playoffs bejubeln durfte. Jedoch war wieder in der ersten Runde Schluss, wieder mussten sich die Pistons mit 0-4 verabschieden - wieder gegen LeBron und die Cavs.

Von den vergangenen zwölf direkten Playoff-Duellen zwischen LeBron und den Pistons gingen somit alle zwölf an den King. "Wenn LeBron unsere Spielweise versteht, haben wir ein Problem", hatte Hamilton bereits 2003 zu seinem Teamkollegen Prince gesagt. Er sollte Recht behalten.

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