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NBA

NBA: Der Trade von DeMar DeRozan in der Analyse - Die Chicago Bulls machen ihre zuvor gute Offseason kaputt

Passen DeMar DeRozan und Zach LaVine nebeneinander? Das wird sich in der kommenden Saison zeigen.

Die Chicago Bulls haben auch am zweiten Tag der Free Agency für eine der größten Transaktionen gesorgt - diese machte allerdings stutzig. Der Trade von DeMar DeRozan hat einen eindeutigen Gewinner.

Schon vor der Free Agency galt DeMar DeRozan als einer der besten verfügbaren Spieler auf dem Markt und insbesondere als einer der größten Namen - seine bisher letzte von vier Teilnahmen am All-Star Game liegt zwar schon einige Jahre zurück, dennoch ist der 31-Jährige vor allem offensiv weiter ein wertvoller Spieler.

Gleichzeitig galt es als sehr wahrscheinlich, dass seine Zeit bei den Spurs nach zwei Jahren vorbei sein würde. Das ist nun passiert - DeRozan ist ein weiterer und der vielleicht größte Dominostein beim Rebuild der Spurs, die am zweiten Tag der Free Agency auch die langjährigen Veteranen Patty Mills (Richtung Brooklyn) und Rudy Gay (Richtung Utah) verabschiedeten.

DeRozan wurde per Sign-and-Trade nach Chicago geschickt, wo er einen neuen, komplett garantierten Dreijahresvertrag über 85 Millionen Dollar unterschrieb. Im Gegensatz zu den Abgängen von Mills und Gay bekam San Antonio bei dieser Transaktion sogar einiges zurück.

Spurs und Bulls: Der Trade im Detail

TeamBekommt
Chicago BullsDeMar DeRozan
San Antonio SpursThaddeus Young, Al-Farouq Aminu, Erstrundenpick (2025 o. 2026), zwei künftige Zweitrundenpicks

Der Trade aus Sicht der Spurs

Im Prinzip kann man den Spurs hier nur gratulieren. Es hätte gerade zu diesem Preis wenig Sinn ergeben, DeRozan weiter zu halten, auch wenn die finanziellen Möglichkeiten da gewesen wären. San Antonio hat einige interessante Talente, ist aber nicht gut genug besetzt, um in den kommenden Jahren im Westen oben mitzuspielen.

In einer solchen mittelmäßigen Situation ist es nicht ratsam, alternde Stars üppig zu bezahlen, weshalb man DeRozan ohne großes Zähneknirschen hätte ziehen lassen können. Nun gab es aber auch noch veritable Assets zurück - insbesondere die drei (!) Picks stechen ins Auge. Und es könnten sogar noch mehr werden, je nachdem, wie die Spurs mit Thaddeus Young umgehen wollen.

Der Forward spielte vergangene Saison lange wie ein potenzieller Sixth Man of the Year, bevor er nach dem Trade für Nikola Vucevic mehr in die Starting Five rückte. Auf einer Pro-Minute-Basis lässt sich dafür argumentieren, dass er seinem Team einen vergleichbaren oder sogar größeren Mehrwert einbrachte als DeRozan.

San Antonio könnte Thaddeus Young für weitere Assets traden

Bezieht man die Verträge mit ein, fällt diese Argumentation sogar eindeutiger aus. Young spielt auf einem auslaufenden Vertrag und verdient 14,2 Mio. Dollar, DeRozan verdient nun durchschnittlich fast 30 Mio. Dollar jährlich, bis er 34 Jahre alt ist.

Young sollte damit ohne Probleme tradebar sein, wenn die Spurs diesen Weg einschlagen wollen, und könnte ihnen während dieser Spielzeit noch weiteres Draft-Kapital einbringen. Noch vor der Trade Deadline im vergangenen Jahr meldeten etliche Contender Interesse am vielseitigen "Thagic Johnson" an, das dürfte auch in dieser Saison wieder passieren.

San Antonio traf noch am Dienstag mit der teuren Verpflichtung von Doug McDermott (3 Jahre, 42 Mio. Dollar) eine etwas eigentümliche Entscheidung, die eigentlich nicht nach einem Rebuild aussah, alle anderen Transaktionen ihrer bisherigen Free Agency deuten aber auf einen Neuaufbau hin: Jock Landale und Zach Collins sind in erster Linie Projekte, wenngleich Collins ebenfalls recht teuer bezahlt wurde.

Die Veteranen sind dafür nun fast alle weg, und früher oder später musste das wohl passieren. Chicago hat den Spurs für ihren Rebuild nun Starthilfe gegeben.

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