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NBA Finals - 5 Fragen zu den Milwaukee Bucks: Das beste Team waren sie nicht

Giannis Antetokounmpo wurde nach den Finals einstimmig zum Finals MVP gekürt.

Ist Giannis Antetokounmpo der beste Spieler der NBA?

Zugegeben, dies ist eher eine Frage für den Stammtisch, aber Antetokounmpo hat in dieser Serie durchaus Argumente gesammelt. 35,2 Punkte, 13,2 Rebounds, dazu 5 Assists - das war der Schnitt des Griechen, der ähnlich dominant wie Shaquille O'Neal (2000) oder Michael Jordan (1993) in ihren besten Zeiten auftrat.

Das alles geschah, nachdem sogenannte Experten das Spiel des 26-Jährigen immer wieder kritisierten, Kendrick Perkins sah in Antetokounmpo nur einen "Robin", keinen Batman. Hauptkritikpunkt war oft, dass Antetokounmpo nicht als Closer der Bucks auftrat, diese Rolle übernahm meist Khris Middleton. Dass Giannis die 45, 46, 47 Minuten zuvor sein Team überhaupt erst in diese Position verschafft hatte, wurde dabei gerne vergessen.

Es ist ein Produkt unserer Zeit, nur wer am lautesten schreit, wird auch gehört. Wie hätte es wohl ausgesehen, wenn Shaq heutzutage gespielt hätte, reihenweise Freiwürfe auf den Ring gesetzt hätte und in der Crunchtime nicht erste Option gewesen wäre?

Antetokounmpo hat offensichtliche Schwächen (Sprungwurf, Freiwurf), aber eben auch Stärken, die ihn Basketball-Spiele nach Belieben dominieren lassen. Zwei MVP-Awards kommen nicht von ungefähr und auch ein Dritter wäre in dieser Saison möglich gewesen, auch wenn dies schon aus historischen Gründen für viele Voter ein No-Go war.

Ist Giannis nun der beste Spieler der Welt? Er selbst sah das vor einem Monat nicht so, als er während der Nets-Serie Kevin Durant diesen Titel andichtete. Es gibt sicherlich komplettere Spieler wie eben Durant, LeBron James oder Kawhi Leonard, aber keiner aus diesem Trio ist eine Naturgewalt wie Antetokounmpo.

In diesen Playoffs hat Antetokounmpo gelernt, wie er seine Ressourcen bestmöglich einsetzt. Er war häufiger Blocksteller, positionierte sich unter dem Korb und ließ dort einfach seine Muskeln spielen. Das Spiel ist für ihn simpler geworden, er scheint akzeptiert zu haben, dass er nicht der Perimeter-Spieler ist, wie es die meisten anderen Stars sind.

Antetokounmpo ist vielmehr ein Spieler in seiner eigenen Kategorie, eben ein echter Freak, der so gar nicht in irgendeine Schublade passen will. Mit 26 Jahren ist er nun zweifacher MVP, dazu gewann er den Finals-MVP und im Vorjahr den Award des besten Verteidigers. Nur Michael Jordan und Hakeem Olajuwon können Ähnliches in ihrer Vita vorweisen.

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