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NBA News: Bulls-Legende Scottie Pippen wirft Ex-Coach Phil Jackson Rassismus vor und attackiert Michael Jordan

Von Philipp Jakob
Bulls-Legende Scottie Pippen hat in einem Interview seinem Ex-Coach Phil Jackson vorgeworfen, ein Rassist zu sein.

Bulls-Legende Scottie Pippen hat in einem Interview seinem Ex-Coach Phil Jackson vorgeworfen, ein Rassist zu sein. Unter anderem bezeichnete er Jacksons Entscheidung, den letzten Wurf bei einem Playoff-Spiel 1994 an Toni Kukoc zu geben, als "rassistischen Schritt". Zudem attackierte der 55-Jährige seinen Ex-Teamkollegen Michael Jordan.

Entsprechende Aussagen tätigte Pippen in einem Interview mit GQ, das vor wenigen Tagen erschien und in dem er auch Kevin Durant angriff. In der "Dan Patrick Show" wurde der Hall of Famer nun darauf angesprochen. Indem er Jackson einen "rassistischen Schritt" vorwerfe, bezeichne er Jackson selbst als Rassist, sagte Patrick. "Damit habe ich kein Problem", erwiderte Pippen. Auf die Frage, ob er glaube, dass Jackson ein Rassist gewesen sei, antwortete Pippen: "Oh ja!"

Der angesprochene Spielzug ereignete sich in der Playoff-Serie 1994 gegen die New York Knicks. Pippen weigerte sich, bei nur noch 1,8 Sekunden auf der Uhr aufs Spielfeld zu gehen, da Jackson im aufgemalten Spielzug den letzten Wurf für Toni Kukoc vorgesehen hatte. Der Kroate versenkte anschließend den Gamewinner.

Im Jahr zuvor hatte Michael Jordan erstmals seine Sneaker an den Nagel gehängt. Pippen hatte also das Gefühl, dass die Bulls nun "Scottie Pippens Team" seien, so der sechsmalige Champion. "Ein Jahr ohne Michael Jordan und ich bekomme nicht den letzten Wurf? Ich erledige die ganze Drecksarbeit - warum sollte also Toni, der damals ein Rookie war, den letzten Wurf bekommen? Das meinte ich mit rassistisch."

Auf Patricks Einwand, dass dies noch nicht zwangsläufig bedeuten müsse, dass Jackson ein Rassist sei, hielt Pippen dagegen: "Das ist deine Sichtweise, ich habe meine. Ich habe ihn im Training und in der Kabine erlebt. Du betrachtest die Situation nur aus der Ferne."

Pippen: Jordans Rücktritt "eine egoistische Entscheidung"

Pippen verurteilte zudem, dass Jackson nach dem Ende seines ersten Engagements als Lakers-Coach 2004 Kobe Bryant in einem Buch scharf kritisiert hatte. 2005 kehrte Jackson dann zurück nach L.A. an die Seitenlinie. "Wer würde so etwas machen?", fragte Pippen. "Ich glaube, er hat versucht, Kobe bloßzustellen."

Auch Jordans Rücktritt 1993, nachdem die Bulls drei Titel in Folge geholt hatten, kritisierte Pippen. "Das war eine egoistische Entscheidung", so der siebenmalige All-Star. "Aber so war Michael Jordan nun einmal. Er hat immer geglaubt, dass er alles alleine schaffen kann."

MJ gab als Grund für seinen Rücktritt den Tod seines Vaters im Sommer 1993 an, später feierte er sein umjubeltes Comeback im Bulls-Trikot. In Chicago gewannen Pippen und Jordan von 1996 bis 1998 drei weitere Championships.

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