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NBA

NBA Play-In-Turnier: Vorschau, Übertragung und Livestream zu den Spielen der Eastern Conference

Von SPOX
Bradley Beal und Jayson Tatum spielen um die direkte Qualifikation für das Play-In-Turnier.

Zum ersten Mal kommt es in der NBA zum Play-In-Turnier. Den Anfang macht nach nur einem Tag Pause die Eastern Conference, in der das Team mit der eigentlich besten Ausgangslage zum Saisonende arg ins Straucheln kam. SPOX hat alle Infos zu den Duellen.

Wer sich noch nicht ganz sicher ist, wie das Turnier funktioniert, keine Sorge: Hier wird nochmal ausführlich der Modus erklärt.

NBA Play-In: Spielplan und Livestream in der Eastern Conference

DatumUhrzeitHeimAuswärtsÜbertragung
19. Mai0.30 Uhr(9) Indiana Pacers(10) Charlotte HornetsDAZN
19. Mai3 Uhr(7) Boston Celtics(8) Washington WizardsDAZN
21. Mai2 UhrBoston/WashingtonIndiana/CharlotteDAZN

Boston Celtics (7): Die Ausgangslage

Dreimal erreichten die Celtics in den vergangenen vier Jahren die Eastern Conference Finals. Das wird sich diesmal nicht wiederholen - danach sieht es nicht erst seit der Verletzung von Jaylen Brown aus, die den zweitbesten Spieler des Teams monatelang ausfallen lassen wird. Zu fahrig, zu inkonstant präsentierte sich Boston im Lauf dieser Spielzeit.

Der Verlust von unter anderem Gordon Hayward wurde nicht kompensiert, Boston versäumte es, den Kader tief zu gestalten - was vor allem deshalb enorm ins Gewicht fiel, weil die Celtics Corona-bedingt mehr Spiele verpassten als jedes andere Team. Die zwei All-Stars Jayson Tatum und Brown konnten viel kompensieren, aber eben lange nicht alles, zumal Kemba Walker über weite Strecken der Saison ein Schatten seiner Selbst war.

Streckenweise blitzte das nach wie vor große Potenzial Bostons zwar durch, aber davon war in den vergangenen Wochen nicht mehr viel zu sehen, spätestens seit dem Ausfall von Brown. Von den letzten acht Spielen gewannen die Celtics nur noch zwei. Sie dürften gegen Washington davon abhängig sein, dass Tatum gegen seinen guten Freund Bradley Beal über sich hinauswächst.

Die Celtics im Statistik-Profil

BilanzOffensiv-Rating (Rang)Defensiv-Rating (Rang)Net-Rating (Rang)
36-36114,2 (10.)112,6 (12.)+1,6 (13.)

Washington Wizards (8): Die Ausgangslage

Ganz anders verhält es sich beim Gegner um Platz sieben. Washington stand noch am 5. April bei einer 17-32-Bilanz fast am Ende der Conference und wurde vielerorts abgeschrieben, nun können die Wizards es aus eigener Kraft auf Platz sieben schaffen. Mit einer überragenden 17-6-Bilanz seither gehörten die Wizards zuletzt sogar zu den heißesten Teams der Liga.

Russell Westbrook hat einen großen Anteil daran, nach einem schwierigen Start hat der Ex-MVP das Team zuletzt immer wieder auf seine Schultern genommen und den alten Triple-Double-Rekord von Oscar Robertson endgültig gebrochen. Westbrook ist gemeinsam mit Beal, dem zweitbesten Scorer der Saison, hauptverantwortlich für den Umschwung, allerdings hat sich dabei beispielsweise auch Center Robin Lopez verdient gemacht.

Die Explosionsgefahr und Starpower hebt Washington von den anderen Teams im Ost-Turnier ab, auch wenn gefühlt keins ihrer Spiele ohne Drama auskommt. Beal ist allerdings ein Sorgenkind: Erst kürzlich von Oberschenkelproblemen zurückgekehrt, lief er auch im letzten Saisonspiel gegen Charlotte zeitweise nicht rund. Um wirklich gefährlich zu sein, brauchen die Hauptstädter den Shooting Guard.

Die Wizards im Statistik-Profil

BilanzOffensiv-Rating (Rang)Defensiv-Rating (Rang)Net-Rating (Rang)
34-38111,6 (20.)113,2 (18.)-1,6 (22.)

Indiana Pacers (9): Die Ausgangslage

Die Pacers schrieben zuletzt eher abseits des Courts Schlagzeilen, insbesondere in Person von Head Coach Nate Bjorkgren, dessen Führungsstil gelinde gesagt nicht nur Fürsprecher findet. Da Indiana auch sportlich den meisten Erwartungen hinterherläuft, ist es alles andere als sicher, dass es in der kommenden Saison mit Bjorkgren und den Kader-Eckpfeilern weitergehen wird.

Indiana hat vor allem defensiv über die vergangenen Wochen keinen guten Eindruck hinterlassen, was allerdings auch nicht verwunderte, da Myles Turner mit einer Fußverletzung seit dem 7. April nur ein einziges Spiel absolvieren konnte. Sein Status gegen Charlotte ist fraglich, was gut zur Saison passt. Abgesehen von Justin Holiday absolvierte kein Pacer alle Spiele, fast alle fielen mehrfach oder für längere Zeiträume aus.

Ein paar Lichtblicke gibt es aber: Domantas Sabonis wurde erneut All-Star und Neuzugang Caris LeVert hinterließ zuletzt einen immer besseren Eindruck. Im Mai lieferte der frühere Nets-Guard fast 25 Punkte und 7,4 Assists im Schnitt - mit solchen Leistungen kann er die Pacers auch im Play-In gefährlich machen.

Die Pacers im Statistik-Profil

BilanzOffensiv-Rating (Rang)Defensiv-Rating (Rang)Net-Rating (Rang)
34-38112,5 (14.)112,9 (14.)-0,4 (17.)

Charlotte Hornets (10): Die Ausgangslage

Charlotte war eine der Feel-Good-Stories dieser Saison, ist über die vergangenen Wochen aber arg ins Straucheln geraten. Die langen Ausfälle von LaMelo Ball und Gordon Hayward konnten oft nicht kompensiert werden, von den letzten 21 Spielen gewannen die Hornets nur noch sechs und verspielten eine sichere Playoff-Teilnahme. Nun wird es richtig eng, denn Hayward wird wohl auch das Play-In verpassen.

Charlotte hat dabei viele Ansätze eines starken Teams: Ball (mittlerweile zurück), Terry Rozier und Devonte' Graham garantieren starkes und variables Guard-Play, kaum ein Team bewegt den Ball so gut wie die Hornets an ihren besten Tagen (Platz fünf bei den Assists). Es fehlt am Finishing, gerade im Zweierbereich fehlt dem Team von Michael Jordan die Durchschlagskraft, auch wenn Miles Bridges gerne überaus spektakulär am Ring abschließt.

Abgesehen von Rozier ist das Team fast gänzlich Playoff-unerfahren. Das kann aber auch ein Vorteil sein: Erwartungen gab es in dieser Saison keine, die Hornets haben im Play-In also absolut nichts zu verlieren. Insbesondere auf Ball werden die Augen bei dessen Postseason-Debüt gerichtet sein.

Die Hornets im Statistik-Profil

BilanzOffensiv-Rating (Rang)Defensiv-Rating (Rang)Net-Rating (Rang)
33-39110,9 (22.)113,4 (20.)-2,5 (23.)

Play-In Eastern Conference: Die SPOX-Prognose

Im ersten Spiel spricht der Trend recht eindeutig für die Wizards, die nun über mehr als einen Monat das stärkste Team aus diesem Quartett waren. Hinter Beal steht ein Fragezeichen, ist er jedoch fit, müsste Washington sich gegen das strauchelnde Celtics-Team eigentlich durchsetzen. Dafür wird auch Westbrook alles tun, dem auf Platz sieben ein Wiedersehen mit seinen alten Kumpels Kevin Durant und James Harden in der ersten Playoff-Runde winken würde.

Wer sich aus den weiteren drei Teams durchsetzt, ist deutlich schwerer vorherzusagen. Alle drei sind nicht in Bestform, bei allen drei fehlen wichtige Akteure. Die Regel, dass der beste Spieler in solchen Fällen oft entscheidet, spricht für die Celtics - und das Single-Game-Ceiling von Tatum. Boston ist allerdings so inkonstant, dass auch zwei Niederlagen nicht wirklich schocken würden.

Tipp: Washington wird 7., Boston wird 8.

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