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NBA

Atlanta Hawks: Ex-Coach Lloyd Pierce war bei Trae Young und anderen Spielern unbeliebt

Von SPOX
Das Verhältnis zwischen Young und Pierce galt als zerrüttet.

Seit Montag ist Lloyd Pierce nicht mehr Head Coach der Atlanta Hawks. Der 44-Jährige wurde aufgrund mangelnder Erfolge entlassen. Allerdings sollen auch Vorbehalte der Mannschaft gegenüber Pierce eine Rolle bei der Entscheidung gespielt haben.

Demnach soll vor allem die schwierige Beziehung mit Franchise-Star Trae Young ein Faktor gewesen sein, wie Chris Kirschner, Sam Amick und David Aldridge (The Athletic) berichten. Neben Young waren angeblich auch John Collins und Cam Reddish mit dem Coach unzufrieden.

Pierce habe den Draht zu seiner Mannschaft verloren, weil er nie in der Lage gewesen sein soll, selbst Fehler einzuräumen. Stattdessen kamen laut dem Bericht die öffentlichen Schelten gegenüber dem Team überhaupt nicht gut an. Ein spezielles Ereignis, der für den Graben sorgte, soll es nicht gegeben haben, stattdessen summierten sich die Differenzen mit der Zeit.

Schon in Pierces erster Saison, 2018/19, soll er mit der Mannschaft mehrfach angeeckt sein. Der Coach behielt den Job nach der vergangenen Saison wohl nur, weil die Pandemie die Hawks-Saison plötzlich beendete und Pierce in Atlanta dank seiner Führungsrolle im Kampf gegen soziale Ungerechtigkeit großes Ansehen genoss.

Bei den Hawks galt Pierce unter den Spielern jedoch als unansprechbar und resistent gegen eigene Fehler, weswegen die Spieler angeblich Assistant Coach Chris Jent als Vermittler zwischen ihnen und Pierce einsetzten. In 183 Partien als Head Coach konnte Pierce lediglich 63 gewinnen, nun übernimmt Assistant Coach Nate McMillan übergangsweise. Der 56-Jährige kann auf 16 Jahre Erfahrung als Head Coach zurückgreifen und ergänzte erst im Sommer Pierces Stab.

Atlanta Hawks: Nate McMillan wollte nicht übernehmen

Schon da munkelten viele, dass McMillan als Druckmittel und möglicher Nachfolger von Pierce geholt wurde, was McMillan am Dienstag aber bestritt: "Es kam für mich total überraschend. Ich habe mit Travis [Schlenk, Hawks-GM, Anm. d. Red.] darüber gesprochen und ihm gesagt, dass ich dafür nicht hierher gekommen bin."

Letztlich war es wohl Pierce, der McMillan überredete, den Job anzunehmen, ganz zur Freude von GM Schlenk: "Nates Vita spricht für sich. Ich habe vollstes Vertrauen in ihn." Bis zum Sommer hatte McMillan als Head Coach der Indiana Pacers gearbeitet, nach vier Erstrundenniederlagen in den Playoffs war für die Sonics-Legende aber Schluss.

In Atlanta wäre man dagegen schon froh, überhaupt die Playoffs zu erreichen. "Wir können hier einiges bewegen", ist sich McMillan sicher. "Wir müssen gesund werden sowie Wachstum und Verbesserungen zeigen, dann kann es klappen."

Vor dem Spiel gegen die Miami Heat belegten die Hawks mit einer Bilanz von 14-20 Platz elf in der Eastern Conference, der Rückstand auf Rang vier betrug jedoch gerade einmal 3,5 Spiele.

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