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NBA

NBA - Russell Westbrook mit Monster-Performance gegen die Brooklyn Nets: "Er wollte dieses Spiel“

Von SPOX
Russell Westbrook hat die Washington Wizards zum Sieg geführt.

Die Washington Wizards haben die Brooklyn Nets, angeführt von Russell Westbrook und Bradley Beal, in einer dramatischen Partie mit 149:146 besiegt. Dabei gaben die Nets einen sicher geglaubten Sieg in den Schlusssekunden aus der Hand. Bei den Wizards zeigte Westbrook sein bestes Spiel für seinen neuen Arbeitgeber. Hier geht's zu den Highlights der Partie.

"Zu diesem Zeitpunkt hatten wir nichts mehr zu verlieren. Es ging um Sieg oder Niederlage", sagte Westbrook nach dem Spiel, der mit seinem Dreier wenige Sekunden vor Schluss zum Matchwinner wurde. Dabei lagen die Wizards mit 12,3 Sekunden auf der Uhr 141:146 zurück und sahen nach zwei verwandelten Freiwürfen von Kyrie Irving wie der klare Verlierer aus. Doch dann überschlugen sich die Ereignisse.

Bradley Beal brachte den Ball schnell nach vorne und drücke von der Birne erfolgreich für drei ab - 144:146. Beim folgenden Inbound-Pass gab es dann Kommunikationsprobleme zwischen Joe Harris und Kevin Durant.

Harris dachte, KD würde den Ball in der linken Ecke annehmen, dieser cuttete in diesem Moment aber in die Mitte und der Spalding geriert in die Hände von Sophomore Garrison Mathews. Dieser reagierte blitzschnell und fand den offenen Westbrook für einen Dreier aus der Ecke - 147:146 Washington!

Brooklyn hatte mit zwei Timeouts und wenigen Sekunden auf der Uhr daraufhin die Chance, den Sieg doch noch perfekt zu machen. Irving brachte den Ball ins Spiel und fand Timothe Luwawu-Cabarrot, der erst wenige Sekunden zuvor auf das Feld gekommen war, weit offen unterm Korb. Der Franzose ließ den einfachen Layup aus kürzester Distanz aber liegen, Washington kam an den Ball und Beal brachte das Spiel auf der anderen Seite an der Freiwurflinie nach Hause.

Brooklyn Nets hatten den Sieg in der Hand

"Wir hatten den Sieg in der Hand", sagte Irving im Anschluss. "Es hätte unser Spiel sein sollen, aber jetzt stehen wir da und betrachten uns selbst im Spiegel und schauen, was wir als Individuen und als Team besser machen können - vor allem in Sachen Einsatz", fügte Irving an. Er selbst habe an diesem Abend "keinen Stock" verteidigen können. "Sie liefen einfach um mich herum. Das hat mich ein bisschen frustriert", konstatierte er.

Dabei war Iriving nicht der Einzige, der Probleme in der Defensive hatte. Laut ESPN waren die kombiniert 295 Punkte der Nets und Wizards die zweimeisten in einem Nicht-Overtime-Spiel in den vergangenen 25 Jahren. Zudem waren die 72 zugelassenen Punkte der Nets in der Zone die drittmeisten in den letzten 25 Jahren und die meisten seit 2017.

"Es liegt am Ende nicht an einem Play, aber wenn ich den Turnover nicht fabriziert hätte, würden wir jetzt nicht hier sitzen und über die Niederlage reden", sagte Harris, der mit 30 Punkten nach Durant (37) zweitbester Werfer der New Yorker war.

Ähnlich sah das auch Head Coach Steve Nash, der von einem "unglücklichen Moment" sprach, der aber nicht alleine verantwortlich für die Niederlage war. "Wenn du 149 Punkte kassierst, ist das einer von ungefähr 50 Fehlern in der Defensive", sagte Nash.

Russell Westbrook überragt bei bestem Wizards-Auftritt

Auf der anderen Seite war Westbrook mit 41 Punkten, 10 Rebounds und 8 Assists Mann des Spiels. "Wir haben die ganze Nacht gekämpft. Es war wichtig für mich, weil ich denke, Führungsqualitäten zeigen sich, wenn man gewinnt und die Jungs gut spielen. Das ist mein Ziel. Zu sehen, wie glücklich meine Mitspieler sind und wie sie füreinander einstehen", sagte er.

Mitspieler Beal, der mit 8 von 9 Treffern im letzten Viertel ebenfalls ein wichtiger Bestandteil des Siegs war, zeigte sich von Westbrooks Leistung sehr beeindruckt. "Russ war heute unglaublich", sagte der Scoring-Leader der NBA (34,9 Punkte im Schnitt). "Sein Jumper funktionierte, er war im Post gefährlich und traf seine Freiwürfe. Wir brauchten das und es war wunderschön mit anzusehen."

"Russell wollte dieses Spiel", schwärmte auch sein Head Coach Scott Brooks. "Das ist, was er tut. Er kann das jede Nacht abrufen. Er wirft den Ball nicht jede Nacht gut, aber er nimmt sich keine Auszeiten." Für Westbrook und die Wizards besteht nun die Hoffnung, dass die Partie als Befreiungsschlag wirken kann.

Washington steht bei einer 4-12-Bilanz und gerade Westbrook konnte in der Saison bisher selten sein gewohntes Niveau abrufen (20,9 Punkte, 40,7 Prozent im Schnitt). Nach der Partie betonte er jedoch, sich nun erstmals seit seinem Wechsel hundertprozentig fit zu fühlen. Auch Moritz Wagner zeigte bei seinem Comeback nach zwei Spielen im Corona-Protokoll eine richtig starke Leistung (17 Punkte, 7/8 FG) für die Wizards.

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