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NBA

NBA Dropping Dimes - die SPOX-Awards für den Monat Januar: Geiler als zehn Level Candy Crush

Stephen Curry zauberte gegen die Blazers die spektakulärste Performance der bisherigen Saison aufs Parkett.

MVP des Monats: Joel Embiid

Sucht man nach dem letzten Center, der sich den MVP-Award krallen konnte, muss man mehr als 20 Jahre in der Historie der Association zurückblicken. Im Jahr 2000 gewann Shaquille O'Neal die begehrte Auszeichnung, nun schickt sich Joel Embiid an, in dessen Fußstapfen (Größe 59, fyi) zu treten.

Der Kameruner ist in der Form seines Lebens, sowohl spielerisch als auch körperlich. Embiid dominierte im ersten Saisonmonat gerne mal die kompletten 48 Minuten. Ein Einbruch aufgrund mangelnder Fitness wie es in der Vergangenheit von Zeit zu Zeit zu sehen war? Fehlanzeige. Stattdessen führte er die Sixers mit Karrierebestwerten und unglaublicher Effizienz zur besten Bilanz in der Eastern Conference.

27,7 Punkte pro Partie stehen bei Embiid zu Buche bei hervorragenden Shooting-Splits von 55/40/83. Der Center ist dabei in keiner Lebenslage zu stoppen, nicht von Downtown, nicht aus der Mitteldistanz (54,3 Prozent) und am Ring sowieso nicht (69,1 Prozent in der Restricted Area). Selbst aus den in der heutigen NBA verpönten Post-Ups produziert er 1,11 Punkte pro Spielzug - der mit Abstand beste Wert unter allen Spielern mit mindestens vier solcher Possessions pro Spiel.

Und Embiids Rolle als Defensiv-Anker haben wir da noch gar nicht erwähnt. Der 26-Jährige ist unersetzlich für die Sixers, mit ihm auf dem Court legt Philly ein Net-Rating von 11,8 hin (zum Vergleich: die Lakers als bestes Team in dieser Statistik haben ein Net-Rating von 9,2) - ohne ihn beträgt das Net-Rating der Sixers -6,4! Die vier Spiele ohne den Center gingen allesamt verloren.

Den Konkurrenten Kevin Durant und Nikola Jokic fehlt im Vergleich zu Embiid im Gesamtkontext (noch) der Teamerfolg, um im MVP-Rennen für diesen Monat die Nase vorn zu haben. LeBron James selektiert in dieser frühen Saisonphase noch sehr stark, wann er aufdreht oder wann er es ruhiger angehen lässt. Embiid dagegen pflügt im höchsten Gang durch die Liga.

Runner-Up: Kevin Durant, LeBron James, Nikola Jokic

LeBron, Durant, Embiid und Jokic: Die Statistiken der MVP-Kandidaten im Vergleich

NameG / MINPunkteReboundsAssistsFG%3FG%
Joel Embiid15 / 32,027,711,12,854,640,0
Kevin Durant15 / 36,830,57,55,551,744,4
Nikola Jokic18 / 35,525,211,88,956,732,8
LeBron James19 / 33,025,67,87,350,041,1

Rookie des Monats: Tyrese Haliburton

"Sie haben gesagt, der Jumper könne sich nicht auf die NBA übertragen." Haliburton garnierte diesen Tweet Ende Dezember mit zwei Lach-Smileys, viel deutlicher hätte er nicht klarmachen können, was er von der Kritik an seinem Spiel vor dem Draft hielt. Wobei ... er hätte auch einfach seine Dreierquote posten können.

Aktuell versenkt der 20-Jährige 45,7 Prozent seiner Distanzwürfe. Und das bei 4,7 Versuchen pro Partie. Und das unter anderem auch in der Crunchtime. Haliburton tritt trotz seines Alters auf wie ein gestandener Veteran, dem man in den entscheidenden Momenten eines Spiels den Ball anvertrauen kann. Das sieht man auch an seiner Assist/Turnover-Ratio (3,26 Vorlagen pro Ballverlust), mit der er deutlich vor Rookie-Kollege LaMelo Ball liegt. Und vor Luka Doncic oder Kyrie Irving.

Der Vergleich mit den beiden Letztgenannten hinkt, da Haliburton bei Weitem nicht so häufig den Ball in der Hand hat. Dennoch spricht die Statistik für das sehr reife Spiel, das der Point Guard bislang auch auf höchstem Level präsentiert. Es werden sich noch einige Teams in den Hintern beißen, ihn im Draft bis auf Position 12 fallen gelassen zu haben.

Runner-Up: LaMelo Ball, James Wiseman, Immanuel Quickley

Panne des Monats: Andre Drummond, Ballhandling-Gott

Geschlagene acht Sekunden nimmt sich Andre Drummond Zeit, um sich seine nächsten Schritte ganz genau zu überlegen. Acht Sekunden, in denen er regungslos mit dem Ball in der Hand die Defense der Grizzlies studiert. Acht Sekunden, in denen der Center seinen inneren Point God zu aktivieren versucht. Alles umsonst.

Sein Vorhaben, die Verteidigung ein Drittel der Shotclock lang einzuschläfern, scheitert grandios. Sein Move in die Zone, direkt in den zweiten Gegenspieler hinein, beweist immerhin Mut. Sein einhändiger Layup-Versuch reicht jedoch höchstens für ein Bewerbungsvideo als Ball-Akrobat.

Runner-Up: Knicks-Guard Reggie Bullock läuft mit falschem Jersey auf, Thomas Bryant mit Putback in den eigenen Korb, Gary Trent Jr. mit dem frühen Anwärter auf Flop des Jahres

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