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NBA - Dallas Mavericks verpatzen Auftakt: Die alte Leier, COVID-Probleme und jetzt wartet auch noch LeBron

Luka Doncic und die Dallas Mavericks haben ihren Saisonauftakt gegen die Phoenix Suns verloren.

Kein Start nach Maß für die Dallas Mavericks! Zum Saisonauftakt kassieren die Mavs eine 102:106-Pleite gegen die Phoenix Suns. Die Texaner kämpfen mit denselben Problemen wie in der Vorsaison, Luka Doncic zeigt sich selbstkritisch - und nun wartet auch noch LeBron James.

Schon vor dem ersten Tip-Off der Saison hatte Mavs-Coach Rick Carlisle so eine Ahnung, was 2020/21 für Dallas wichtig werden könnte. "Spiele zu beenden, ist das Schwerste", sagte der 61-Jährige vor der Auftaktpartie der Mavericks gegen die Phoenix Suns. Enge Partien für sich zu entscheiden sei "eine der größten Herausforderungen", die diese Liga zu bieten habe. Die Mavs müssen es ja wissen.

Vergangene Saison siedelte sich die Bilanz der Texaner in engen Spielen im unteren Ligadrittel an. Von den sogenannten Clutch Games, also Partien mit einer Punktedifferenz von 5 Punkten oder weniger 5 Minuten vor dem Ende, stand Dallas 2019/20 bei 17 Siegen und 24 Niederlagen. Diese Problematik verhinderte eine bessere Platzierung als Rang sieben im Westen, obwohl die Mavs die mit Abstand beste Offense der Liga stellten.

Die späten Sorgen in engen Spielen sollten mit Beginn der neuen Spielzeit eigentlich der Vergangenheit angehören und doch grüßte in der Wüste Arizonas wieder einmal das berühmt-berüchtigte Murmeltier. Es war die gleiche Problematik wie im Vorjahr, die Dallas einen erfolgreichen Start vermieste.

Luka Doncic selbstkritisch: "Sehr schlechter Wurf"

Zwei Freiwürfe von Luka Doncic 116 Sekunden vor dem finalen Buzzer sorgten nach einer Mavs-Aufholjagd im Schlussabschnitt für den Ausgleich. Dann lief offensiv aber nicht mehr viel zusammen. Während Chris Paul und Devin Booker die Suns mit zwei Mitteldistanzwürfen aus fast identischer Position auf die Siegerstraße brachten, setzten Maxi Kleber (10 Punkte, 2/8 FG) und Doncic ihre Versuche aus der Distanz nur an den Ring.

Vor allem der Dreier des Slowenen gut eine Minute vor dem Ende erinnerte stark an die Vorsaison und zeigte keinerlei Weiterentwicklung in der Crunchtime-Offense der Mavs. Doncic brachte den Ball in die Hälfte des Gegners, nach einem Switch spazierte er in Richtung linker Seitenauslinie und drückte mit 11 Sekunden auf der Wurfuhr per Stepback-Dreier über die ausgestreckten Arme vom Cameron Johnson ab. Ein "sehr schlechter Wurf", wie der 21-Jährige selbst zugab.

"Ich muss die Zone attackieren, auf jeden Fall", reagierte Doncic selbstkritisch auf seine Wurfauswahl. "Ich muss aufhören, diese sehr schlechten Würfe zu nehmen. Das gilt nicht nur für den letzten, sondern da gab es mehrere. Die sind nicht gut für mich und nicht gut für das Team. Das muss ich ändern."

Doncic beendete die Partie zwar mit 32 Punkten als Topscorer, doch seine Anlaufschwierigkeiten waren nicht nur in den Schlussminuten offensichtlich. Seine ersten sechs Versuche aus dem Feld landeten allesamt daneben, aus der Distanz ging sogar das komplette Spiel über nichts (0/6 Dreier).

Wirklich besorgt zeigte sich Coach Carlisle im Anschluss jedoch nicht, verständlich nach nur einem absolvierten Spiel. "Er wird besser werden. Er versteht das Spiel so gut wie kaum ein 21-Jähriger, den ich bisher gesehen habe. Er wird die nötigen Veränderungen vornehmen."

Dallas Mavericks: Schwaches Shooting, verbesserte Defense

Generell gebe es "nur ein paar Dinge, die wir besser machen müssen", meinte Carlisle. "Die Konzentration auf Details entscheidet darüber, ob man in der Western Conference gewinnt oder verliert." Nicht nur Doncic, die gesamte Mavs-Offense hatte im ersten Spiel der neuen Saison so ihre Probleme.

Der beste Angriff der Vorsaison brachte in der ersten Halbzeit gegen die Suns nur 45 Zähler aufs Scoreboard bei einer miserablen Feldwurfquote von 31,9 Prozent. Im Schlussabschnitt war es schließlich Jalen Brunson, der mit all seinen 12 Zählern in diesem Durchgang das Comeback der Mavs nach zwischenzeitlichem 12-Punkte-Rückstand in Gang setzte.

Defensiv präsentierte sich Dallas im Vergleich zu 19/20 schon mal verbessert. Mit Neuzugang Josh Richardson lag in der Offseason der Fokus auf der Verteidigung, der 27-Jährige machte in der zweiten Halbzeit gegen Booker (22 Punkte, 8 Turnover) einen guten Job. Dafür fehlte Richardson am anderen Ende des Courts etwas das Wurfglück (12, 2/7 Dreier), auch bei seinen Treffern musste er teils lange zittern.

Mit den Sorgen von Downtown waren Doncic und Richardson aber bei weitem nicht allein, Dallas traf nur 9/37 Dreier (24,3 Prozent). Die Mavs waren weit von ihrem perfekte Spiel entfernt, und dennoch hatten sie in den finalen Minuten die Chance auf den Sieg. "Wir werden das richten", kündigte Brunson angesprochen auf die Clutch-Statistik an. "Wir haben keine andere Wahl."

Luka Doncic vs. LeBron James: Es ist angerichtet

In den kommenden Partien werden die Aufgaben jedoch nicht einfacher. Dallas reist am Donnerstag nach Los Angeles, wo am 25. Dezember die Lakers und zwei Tage später die Clippers warten (beide Spiele gibt es live auf DAZN - hier findet Ihr den kompletten Livestream-Kalender). Bei Pleiten gegen die beiden Top-Teams droht ein 0-3-Fehlstart.

Dazu kommen die Corona-Restriktionen, die den Mavs das Leben erschweren. Aufgrund der Gesundheitsvorschriften in Kalifornien darf Dallas während des dreitägigen Aufenthalts in der Stadt der Engel im Hotel keine Teammeetings abhalten. Das würde die erlaubte Personenanzahl bei Zusammenkünften sprengen. Dafür beraumte Carlisle kurzfristig eine weitere Trainingseinheit in L.A. ein, das ist immerhin erlaubt.

Die Clippers werden derweil mit viel Selbstvertrauen in die Partie gegen die Mavs am kommenden Sonntag gehen (ab 21.30 Uhr live auf DAZN), zeigten sie beim starken Saisonauftakt gegen den Stadtrivalen doch, wie gefährlich sie sein können. Der amtierende Champion wird beim Highlight der Christmas Games gegen Dallas (Samstag, ab 2 Uhr live auf DAZN) dagegen eine Reaktion zeigen wollen.

Zwei Niederlagen zum Saisonstart wären sowohl für die Lakers als auch die Mavs kein besonders schönes Weihnachtsgeschenk, entsprechend wird man einen heißen Fight zur US-amerikanischen Primetime erwarten dürfen. Nachdem LeBron James und Anthony Davis es gegen die Clippers eher ruhig angehen ließen, werden die Lakers im Christmas Game ein anderes Gesicht zeigen.

"Wir spielen gegen den Champion. Das wird etwas ganz Besonderes werden", freute sich Doncic. "Ich wollte schon immer am Weihnachtstag spielen." Es ist die perfekte Bühne, um den verpatzten Saisonstart gegen die Suns schnell wieder vergessen zu machen.

Dallas Mavericks: Die kommenden fünf Gegner

DatumUhrzeitHeimteamAuswärtsteamÜbertragung
Samstag, 26.12.2 UhrLos Angeles LakersDallas MavericksDAZN
Sonntag, 27.12.21.30 UhrL.A. ClippersDallas MavericksDAZN
Donnerstag, 31.12.2.30 UhrDallas MavericksCharlotte HornetsLeague Pass
Samstag, 2.1.1 UhrDallas MavericksMiami HeatDAZN
Montag, 4.1.2 UhrChicago BullsDallas MavericksLeague Pass
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