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NBA Playoffs - 5 Fragen zum Aus der Philadelphia 76ers: Sehenden Auges ins Verderben

Joel Embiid konnte die Pleite seiner Philadelphia 76ers trotz guter Zahlen nicht abwenden.
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Muss Coach Brett Brown nun gehen?

Hier gibt es mittlerweile eine klare Antwort. Brown erlebte den kompletten Process mit und überlebte alle Höhen und Tiefen dieser teils chaotischen Franchise, doch nach dieser Saison ist seine Zeit in der Stadt der brüderlichen Liebe abgelaufen. Das machte die Franchise direkt am Montag offiziell.

Schon nach Spiel 3 musste Brown zahlreiche Fragen der Journalisten zu seiner Zukunft beantworten und wirkte dabei wenig optimistisch: "Ich verstehe die Umstände, aber im Moment denke ich nur daran, wie ich das nächste Spiel gewinnen und die Serie am Leben halten kann."

Die komplette Saison über machte es nicht den Eindruck, dass der 59-Jährige seine Kabine noch erreicht. Immer wieder sprachen Spieler von internen Unstimmigkeiten, gelöst sind diese wohl bis heute nicht. Ein Beispiel ist Simmons, von welchem Brown forderte, dass dieser zumindest einen (Ecken-)Dreier pro Spiel nehmen solle. In 57 Saisoneinsätzen versuchte der Australier ganze sieben, jeder kann sich nun selbst einen Reim daraus machen.

Auch der andere Star, Embiid, stichelte hin und wieder in der Öffentlichkeit gegen den Coach, zuletzt nach der peinlichen Niederlage in Spiel 2. Hier hatte Embiid die Verteidigungsstrategie der Sixers gegen Jayson Tatum in Frage gestellt, weil die Sixers angblich forderten, dass er in der Zone verweilen solle. "Ich habe umgesetzt, was von mir verlangt wurde, aber das müssen wir ändern."

Head Coach Brett Brown steht bei den Philadelphia 76ers teilweise in der Kritik.
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Head Coach Brett Brown steht bei den Philadelphia 76ers teilweise in der Kritik.

Philadelphia 76ers: Brett Brown ist nicht mehr tragbar

Tatsächlich veränderten die Sixers (mit gewissem Erfolg) in der Folge ihre defensive Strategie, die Probleme im Angriff konnten aber nicht ausgemerzt werden. Hier ist Brown nur bedingt ein Vorwurf zu machen, schließlich konnte er nur mit dem Spielermaterial arbeiten, welches ihm zur Verfügung gestellt wurde.

Allerdings: Brown hatte sehr wohl im Sommer ein gewisses Mitspracherecht und soll laut mehreren Medienberichten darauf gedrängt haben, dass der Vertrag mit dem werdenden Free Agent Jimmy Butler nicht verlängert wird. Der jetzige Heat-Star und Brown sollen sich nicht besonders grün gewesen sein.

Das ist erstaunlich, schließlich behielt Brown im vergangenen Jahr wohl nur seinen Job, weil die Sixers so knapp und dramatisch an den Toronto Raptors in der zweiten Playoff-Runde gescheitert waren. Nun beendete der Sweep der Celtics das Brown-Kapitel bei den Sixers.