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NBA

Die Lieblings-Basketball-Filme der SPOX-Redaktion: He Got Game, Space Jam & Co.

Von SPOX
Eine Auswahl der wichtigsten Basketball-Filme aller Zeiten.

Weiße Jungs bringen's nicht (1992)

von Stefan Petri

Wie auch immer ich diesen Film hier beschreibe, wie sehr ich ihn auch anpreise: Ich kann ihm unmöglich gerecht werden. "Weiße Jungs bringen's nicht" ist der erste Basketball-Film, den ich je gesehen habe - und bis heute immer noch die Nummer eins. Die Story über einen weißen und einen schwarzen Streetballer (Woody Harrelson und Wesley Snipes), die sich zuerst gegenseitig übers Ohr hauen, dann aber zusammenraufen müssen: Kult. Die Atmosphäre, die Musik, die 90er-Klamotten: Kult. Die Szenen auf dem Court, inklusive "Deine Mutter"-Witze: Kult.

Auf unnachahmliche Weise erweckt Regisseur Ron Shelton, der auch für das Drehbuch verantwortlich ist, seine Charaktere zum Leben - und nimmt auf geniale Weise zwischenmenschliche Dynamiken aufs Korn. Da ist der Rassenkonflikt zwischen Sidney und Billy: Können Weiße Jimi Hendrix wirklich "hören"? Wollen Schwarze auf dem Court "zuerst gut aussehen und dann gewinnen"? Kann man es als Weißer im Basketball wirklich nicht "bringen"?

Oder der ewige Zoff zwischen Billy und seiner Freundin: Er verschleudert aus lauter Stolz und Gutgläubigkeit das Geld, sie bringt ihn mit pseudo-philosophischen Sprüchen ("Manchmal gewinnst du, und bist doch der Verlierer. Und manchmal verlierst du - und hast doch gewonnen. Und manchmal, ob du gewinnst oder verlierst, endet es unentschieden. Manchmal heißt 'Unentschieden' eigentlich 'Gewinn' oder 'Verlust'.") zur Weißglut.

Und dann sind da natürlich die Szenen auf dem Court, die auch 20 Jahre später nichts an Brillanz eingebüßt haben. Denn: Getrickst wird nicht! Harrelson und Snipes durchliefen vor Drehbeginn ein knallhartes Training, darüber hinaus werden sie komplettiert von Ex-NBA-Profis und echten Streetballern. What you see is what you get! Standen die Kameras einmal still, wurde übrigens weitergezockt - und tausende Dollars wechselten den Besitzer.

Es gäbe noch sehr viel mehr zu erwähnen. Der "Überfall" von Raymond. Die "besondere Arbeitsweise" der Stucci-Brüder. Das Two-on-two-Turnier mit einem Billy, der einfach nur "voll drauf!" ist. Aber einen Satz sollte man sich ganz besonders gut merken. Für den Eigengebrauch: "Hey, ich hab' mal im Lexikon unter 'Basketballspieler' nachgesehen. Da steht, dass du keiner bist." So und nicht anders geht wahrer Trash Talk.

PS: "Deine Mutter ist ein Astronaut."

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