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NBA - Lakers treffen zum dritten Mal auf die Clippers: Die letzte Standortbestimmung

LeBron James will gegen die Clippers in dieser Saison den ersten Sieg holen.

Heute Abend um 20.30 Uhr treffen die Los Angeles Lakers zum dritten Mal in dieser Saison auf den großen Rivalen im Westen, die L.A. Clippers. Die ersten beiden Spiele gingen für die Lakers verloren, nun könnte es für LeBron James und Co. die letzte Möglichkeit sein, um vor den Playoffs ein Ausrufezeichen zu setzen. Nur: Die Clippers haben aufgerüstet und sind in Topform. Hier geht es direkt zum kostenlosen SPOX-Livestream.

Das Duell der wohl beiden besten Teams der Western Conference gibt es heute im kostenlosen LIVESTREAM bei SPOX ab 20.30 Uhr.

"Wir wissen, dass sie zuletzt sehr gut gespielt haben", sagte LeBron James nach dem Sieg der Los Angeles Lakers, die eine Durststrecke von sieben Jahren ohne Playoffs offiziell beendete. "Sie sind in Bestbesetzung, wir sind in Bestbesetzung. Wir freuen uns auf diese Aufgabe und wollen sehen, wie wir gegen sie aussehen."

Es könnte das letzte echte Duell zwischen den beiden Stadtrivalen vor den Playoffs sein. Zwar steht am 8. April noch eine weitere Begegnung der L.A.-Teams auf dem Programm, für die Lakers ist es dann jedoch das dritte Spiel in drei Tagen, da nach der Verschiebung der Partie aufgrund des Tods von Kobe Bryant kein anderer Termin gefunden werden konnte.

Clippers vs. Lakers: So liefen die bisherigen Duelle in dieser Saison

DatumPaarungErgebnisTopscorer
23.10.2019Clippers - Lakers112:102Kawhi Leonard (30)
26.12.2019Lakers - Clippers106:111Kawhi Leonard (35)
28.1.2020Lakers - Clippersverlegt-

Clippers gewannen die ersten beiden Spiele gegen die Lakers

Für die Lakers dürfte es deswegen umso wichtiger sein, dass heute Abend ein Erfolgserlebnis herausspringt, schließlich gingen die ersten beiden Vergleiche mit dem neuen ungemütlichen Nachbarn verloren. "Das erste Spiel haben wir aus dem Fenster geworfen", erinnerte sich LeBron an den Saisonauftakt im Oktober.

"Es war das erste Spiel der Saison, wir waren noch nicht eingespielt. Sie hatten mehr Spieler aus dem Vorjahr und wir waren noch in der Findungsphase." Gleichzeitig muss auch erwähnt werden, dass die Clippers damals noch auf Paul George verzichten mussten, umso mehr Last lag auf dem damaligen Topscorer und Finals-MVP Kawhi Leonard.

Der war es auch, der im zweiten Vergleich am Christmas Day wieder nicht zu stoppen war. Nach 35 Punkten zum Auftakt legte die Klaue weitere 30 nach und half fleißig, dass den Clippers ein Comeback-Sieg gelang. "Wir haben da eine großartige erste Halbzeit gespielt und uns dann die Butter vom Brot nehmen lassen", analysierte James.

LeBron James setzt gegen Giannis Antetokounmpo ein Ausrufezeichen

Das soll diesmal nicht passieren, die Lakers kommen dazu ebenfalls mit viel Selbstvertrauen in die ungewohnte Gäste-Kabine des Staples Centers. Mit den Milwaukee Bucks wurde in der Nacht auf Samstag das beste Team der Liga geschlagen. Diese hatten zuvor lediglich Saisonniederlagen gesammelt, konnten in Los Angeles aber nur im ersten Viertel überzeugen, danach übernahm vor allem mal wieder James.

Auffällig war dabei, dass der King das Duell mit Giannis Antetokounmpo in der zweiten Halbzeit annahm, nachdem Anthony Davis bereits drei Fouls kassiert hatte. "Ich wollte diese Aufgabe annehmen und voran gehen", sagte James. "Wenn ich das mache, werden es die anderen auch machen."

Laut stats.nba.com verteidigte James 5:21 Minuten gegen den amtierenden MVP, mehr als doppelt so lange wie jeder andere Lakers-Akteur. Dabei hielt LeBron Giannis bei lediglich 7 Zählern (2/8 FG). Zum Vergleich: Antetokounmpo verteidigte James 2:32 Minuten, der King verbuchte 8 Punkte (3/5 FG).

Los Angeles Lakers sind abhängig von LeBron James

Laut Coach Frank Vogel war es nicht geplant, dass LeBron sich in der Verteidigung so verausgaben solle, die Situation verlangte es jedoch. Im dritten Viertel war LeBron aber nicht nur defensiv omnipräsent, er initiierte auch einen 18:0-Run der Lakers, von welchem sich die Bucks nicht mehr erholten.

Trotzdem war dies womöglich auch ein kleiner Vorgeschmack auf die Playoffs, insbesondere auf die potenziellen Duelle mit den Clippers. In Danny Green, Kentavious Caldwell-Pope und auch Avery Bradley haben die Lakers einige Optionen, um die Flügelzange der Clippers einzubremsen, doch gerade gegen Kawhi wird es wohl unumgänglich sein, dass auch LeBron defensiv arbeiten muss.

Das ist nicht ideal, schließlich hängt die Offense am Tropf des inzwischen 35-Jährigen. Das ist mit dem puren Auge sichtbar und auch die On/Off-Zahlen unterstreichen dies dick und fett. Mit dem vierfachen MVP haben die Lakers ein Offensiv-Rating von 113,6, ohne ihn stellt das beste Team der Western Conference einen unterdurchschnittlichen Angriff von 105,1 Punkte pro 100 Ballbesitze.

L.A. Clippers rüsten mit Jackson, Morris und Noah auf

Die Clippers sind im Westen das einzige Team, welches die Lakers vor solche Matchup-Probleme stellen kann. Inzwischen scheint die Truppe von Doc Rivers auch langsam ihren Rhythmus gefunden zu haben. Nach sechs Siegen am Stück sind die Clippers im Moment Lakers-Verfolger Nummer eins. Der Vorsprung auf Platz vier beträgt inzwischen 3,5 Spiele, was durchaus wichtig ist. So nämlich kann ein L.A.-Duell vor den Conference Finals vermieden werden.

Blickt man auf die vergangenen sechs Spiele dürfte dies vor allem die Lakers freuen. Die Clippers dominierten ihre Gegner, die keineswegs Laufkundschaft waren. Denver, Houston und Oklahoma City wurden mit durchschnittlich 20 Punkten besiegt, nur die dezimierten Philadelphia 76ers konnten es zumindest bis zum Ende spannend halten.

Die Neuzugänge Reggie Jackson und Marcus Morris haben sich nahtlos in die Mannschaft eingefügt, dazu kommt mit Joakim Noah ein weiterer Big Man, der für zusätzliche Tiefe sorgen soll. Im Prinzip können die Clippers für jeglichen Spielstil des Gegners ein passendes Lineup präsentieren, sei es Small Ball gegen die Rockets oder eben eine große Aufstellung gegen die Lakers.

Die vergangenen sechs Spiele der L.A. Clippers

DatumGegnerOrtErgebnisTopscorer
25. FebruarMemphis GrizzliesH124:97Kawhi Leonard (25)
27. FebruarPhoenix SunsA102:92Kawhi Leonard (24)
29. FebruarDenver NuggetsH132:103Paul George (24)
1. MärzPhiladelphia 76ersH136:130Kawhi Leonard (30)
4. MärzOklahoma City ThunderA109:94Kawhi Leonard (25)
6. MärzHouston RocketsA120:105Kawhi Leonard (25)

L.A. Clippers: Kein Team ist tiefer

Dies sind Optionen, und doch betonen die Clippers immer wieder, dass sie nur auf sich selbst schauen. "Wir werden immer unser Spiel spielen, damit der Gegner sich nach uns richten muss und wir uns nicht nach ihnen", beteuerte George nach dem Sieg bei den unorthodoxen Rockets.

So vertraute Coach Doc Rivers unter anderem auch auf Ivica Zubac, der den 15 Zentimeter kleineren P.J. Tucker über das halbe Feld jagen musste. "Daran habe ich den kompletten Sommer gearbeitet", sagte der Kroate, der auch an seiner Physis arbeitete, um kleinere Spieler besser zu bestrafen. Gegen Houston gelang dies mit 17 Punkten (6/6 FG) sowie 12 Rebounds.

Und trotzdem dürfte der Center wohl keine Option für die entscheidende Phase in engen Spielen sein, da Rivers eben auch noch Montrezl Harrell oder aber auch Morris in der Hinterhand hat. Es zeigt: Kein Team ist tiefer, kein Team ist flexibler als diese Clippers.

Am Sonntag könnte das nächste Beweisstück folgen - und das, wenn nicht nur die USA, sondern auch das Publikum aus Europa zuschauen kann. Könnte es eine bessere Bestandsaufnahme geben?

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