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NBA Power Ranking im Dezember: Das neue, alte Basketball-Mekka

SPOX präsentiert das zweite NBA Power Ranking dieser Saison.

Fast ein Drittel der Saison ist rum, Zeit also für das zweite Power Ranking der Saison! SPOX-NBA-Redakteur Ole Frerks blickt auf alle 30 NBA-Teams und ordnet sie ein.

Die Statistiken in diesem Artikel kommen von nba.com/stats, Second Spectrum und basketball-reference.com. Das "Offensiv-Rating" bezeichnet die Anzahl der erzielten Punkte pro 100 Ballbesitze, "Defensiv-Rating" die Anzahl der kassierten Punkte pro 100 Ballbesitze. "Net-Rating" rechnet beides gegeneinander auf.

Von 30 auf 30: Golden State Warriors (5-23).

Mittlerweile gibt es zwar einige Mitbewerber, die Warriors bleiben für den Moment aber das Team mit den wenigsten Siegen und der geringsten Hoffnung auf (baldige) Besserung. Nur die Knicks sind offensiv noch schlechter, defensiv reicht es für Platz 26. Deswegen kann dann auch beispielsweise Sacramento in San Francisco mit 21 Punkten gewinnen, obwohl die Kings dabei einen Saisonrekord für Ballverluste aufstellen (29). Die Dubs bieten wenig Lichtblicke, ärgerlich ist auch, dass der einzige Erstrundenpick Jordan Poole bisher überhaupt nicht funktioniert. Die Saison wird noch lang.

Von 25 auf 29: Cleveland Cavaliers (6-21).

Der Saisonstart verlief etwas trügerisch, nach vier Siegen aus den ersten neun Spielen haben die Cavs seither von 18 Spielen noch genau zwei gewonnen. Kevin Love hat bereits keine Lust mehr und hofft auf einen Trade, wobei man fragen muss: Was hatte er denn erwartet? Die Cavs werden noch lange brauchen, bis sie wieder konkurrenzfähig sind. Allen voran müsste einer der beiden jungen Guards Collin Sexton und Darius Garland anfangen, den Ball gelegentlich abzuspielen. Cleveland liegt derzeit auf Platz 26 offensiv und Platz 28 defensiv, das Net-Rating ist deutlich das schlechteste (-10,4).

Von 25 auf 28: New Orleans Pelicans (6-21).

Ja, Verletzungen sind blöd, insbesondere dann, wenn es den zentralen Spieler für die Neuausrichtung in Zion Williamson erwischt. Nein, das ist trotzdem keine Entschuldigung für die Saison der Pelicans. Nur die Wizards verteidigen schlechter, derzeit reitet NOLA eine Niederlagenwelle von zwölf Spielen am Stück. Bei aller Freude über die Leistungen von Brandon Ingram: Das ist übel. Nun fragt sich, ob die Pelicans ihre Ausrichtung ändern und den Markt für ihre Veteranen testen. J.J. Redick und vor allem Jrue Holiday könnten vielen guten Teams absolut weiterhelfen. Ist die Zeit schon reif dafür?

Von 26 auf 27: Atlanta Hawks (6-21).

Gemessen an den Erwartungen aus der Offseason sind die Hawks die "Low-Budget-Enttäuschung" dieser Spielzeit. Defensiv wurde zwar wenig erwartet, dass Atlanta offensiv aber nur Platz 26 belegt, überrascht angesichts der Klasse von Trae Young dann doch. Derzeit gibt es abgesehen von Vince Carter-Meilensteinen wenig Positives zu berichten. Immerhin: John Collins hat seine Doping-Sperre bald abgesessen - aber haben die Hawks noch genug Zeit, um ihre Saison wieder umzubiegen? Es muss schnell gehen, denn ansonsten, um es mit Young selbst zu sagen: "It's over".

Von 29 auf 26: New York Knicks (6-21).

Nachdem die Knicks als erstes Team in dieser Saison ihren Coach entlassen haben, haben sie unter dem neuen Chef Mike Miller sogar zum ersten Mal in dieser Saison zwei Spiele am Stück gewonnen. Julius Randle zeigte sich dabei verbessert, während R.J. Barrett zuletzt doch einige Male an seine Grenzen kam (30,5 Prozent aus dem Feld im Dezember). So oder so: Die Knicks sind immer noch das schlechteste Offensiv-Team der Liga, beim Net-Rating prügelt man sich mit Cleveland um die rote Laterne. Das einzig Komische daran: Das Front Office dachte, dies sei ein "konkurrenzfähiger" Kader.

Von 27 auf 25: Washington Wizards (8-17).

In Washington nichts Neues: Die Defense ist eine Vollkatastrophe und wäre Stand heute die schlechteste im Datencenter von basketball-reference.com (gewertet ab 73/74), die Offensive ist dafür momentan noch vor den Lakers gut genug für Platz 4. Bradley Beal spielt eine tolle Saison, Davis Bertans ist endgültig zu einem wilderen, größeren Kyle Korver mutiert und ein spannender Name auf dem Trade-Markt, auch wenn Tommy Sheppard davon nichts wissen will. Etwas bedenklich aus deutscher Sicht ist die Situation von Moritz Wagner, der mit seinem Knöchel kämpft und kürzlich von Coach Scott Brooks gerüffelt wurde.

Von 23 auf 24: Memphis Grizzlies (10-17).

Die Grizzlies machen Spaß und haben nicht nur den Rookie of the Year-Favoriten, sondern auch noch einen der weiteren besten Frischlinge im Kader stehen. Brandon Clarke trifft stabile 65 Prozent seiner Würfe aus dem Feld, obwohl er regelmäßig Floater nimmt, die sich nur wenige Spieler überhaupt zutrauen würden. Mit Ja Morant und Jaren Jackson bildet er ein tolles Trio - das momentan nur zwei Wünsche offen lässt: Morant muss unbedingt lernen, wie man richtig landet, sonst muss man bei jedem seiner Drives die Luft anhalten. Und JJJ: 5,6 Fouls pro 36 Minuten sind absurd. Pfoten weg!

Von 28 auf 23: Chicago Bulls (10-19).

Die Bulls bleiben das vielleicht frustrierendste Team im Osten. Die Defense ist stark (Platz 9: 105,2), offensiv sind aber lediglich die Knicks und Warriors schlechter - dabei fehlt es nicht an individuellem Talent. Es fehlt vielmehr an Ordnung: Tomas Satoransky hat wenig Kontrolle, Coby White passt ungern und Zach LaVine ist Zach LaVine, auch wenn man ihm keine schlechte Saison nachsagen kann. Dennoch verhungern Spieler wie Lauri Markkanen und die Verletzungen helfen nicht. Über allem schwebt der Verdacht, dass die Mannschaft den Coach (Jim Boylen) zumindest in Teilen nicht ausstehen kann.

Von 17 auf 22: Charlotte Hornets (12-17).

Niemand sollte die Hornets mit einem guten Team verwechseln, trotzdem gehören sie weiter zu den positiven Geschichten in dieser Saison und könnten im Osten sogar um die Playoffs mitspielen. Devonte' Graham ist ein legitimer MIP-Kandidat, lediglich Harden hat bisher mehr Dreier genetzt, und auch Terry Rozier zeigt bisweilen starke Leistungen, auch wenn die Effizienz zu Wünschen übrig lässt. Aber: Das Net-Rating (-6,7, Platz 25) deutet an, dass die Siegquote im weiteren Saisonverlauf fallen wird. Charlotte hat schon fünf Siege mit 3 Punkten oder weniger Unterschied geholt.

Von 19 auf 21: San Antonio Spurs (10-16).

Aus dem Gröbsten scheinen die Spurs raus zu sein, seit der Niederlagenserie von acht Spielen spielt San Antonio immerhin wieder .500-Basketball. Trotzdem liegt weiter einiges im Argen, die Defensive befindet sich immer noch im unteren Drittel und auch offensiv sind die Spurs nur noch mittelmäßig. Es spricht für San Antonio, dass sie auch gegen die Top-Teams regelmäßig die Spiele eng halten, aber von 16 "Clutch"-Spielen haben sie bisher nur fünf gewonnen. Adrian Wojnarowski (ESPN) zufolge denkt man nun selbst bei den notorisch konstanten Spurs über einen Neuaufbau nach - es wird wohl Zeit.

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