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NBA Power Ranking im Dezember: Das neue, alte Basketball-Mekka

SPOX präsentiert das zweite NBA Power Ranking dieser Saison.

Die Statistiken in diesem Artikel kommen von nba.com/stats, Second Spectrum und basketball-reference.com. Das "Offensiv-Rating" bezeichnet die Anzahl der erzielten Punkte pro 100 Ballbesitze, "Defensiv-Rating" die Anzahl der kassierten Punkte pro 100 Ballbesitze. "Net-Rating" rechnet beides gegeneinander auf.

Von 9 auf 10: Toronto Raptors (18-8).

Verletzungen beschäftigen den Champion nach wie vor, zuletzt erwischte es Fred VanVleet. Dazu kam ein übler Teil des Spielplans, in dem die Raptors binnen acht Tagen gegen die Clippers, Heat, Rockets und Sixers Federn ließen. Dennoch: Defensiv gehört Toronto zur Elite (Platz 4) und auf dem Flügel verfügt Nick Nurse so langsam über etwas mehr Tiefe. Wenn alle fit sind, bleiben die Kanadier ein rundes, cleveres Team ohne signifikante Schwachstelle, mit einem legitimen Superstar in Pascal Siakam. Es hilft, dass Norman Powell derzeit on fire ist (44 Prozent Dreier über die letzten zehn Spiele).

Von 6 auf 9: Denver Nuggets (17-8).

Die Nuggets bleiben weiter ein schwer lösbares Puzzle. Lange stimmten die Ergebnisse, der Eindruck auf dem Parkett jedoch nicht, insbesondere von Nikola Jokic. Offensiv belegt das einstige Powerhouse einen enttäuschenden 18. Platz. Aber: Über die letzten sechs Spiele hat Jokic endlich seinen inneren Shaq gefunden und schließt Possessions wieder selbst ab (23,7 Punkte im Schnitt), der Wurf kommt scheinbar auch langsam zurück (35,5 Prozent Dreierquote). Denver braucht einen aggressiveren (und dünneren) Jokic, um seine Ziele zu erreichen. Die Defense ist dafür top (Platz 3).

Von 7 auf 8: Miami Heat (19-8).

Top-10-Werte in Offense und Defense, ein lange gesuchter Closer in Jimmy Butler und jede Menge Tiefe - es gibt viele Gründe für die starke Saison der Heat. Einer der wichtigsten ist Bam Adebayo, der nach Embiid bisher vielleicht der wertvollste Ost-Center ist und das Vertrauen absolut gerechtfertigt hat. Auch bei den Heat stellt sich nun die Frage, ob der Kader gut genug ist oder ob beispielsweise noch ein Creator geholt werden sollte. Für Dion Waiters oder James Johnson gibt es keinen Markt, aber die Heat haben prinzipiell genug Trade-Assets, wenn sie diesen Weg einschlagen wollen.

Von 4 auf 7: Boston Celtics (17-7).

Der Ausfall von Gordon Hayward wurde gut verkraftet, die Celtics stehen noch immer beim viertbesten Net-Rating (6,8) und gehören zu den besten acht Teams bei Offense und Defense. Mit Kemba Walker, Jayson Tatum und Jaylen Brown haben drei Spieler legitime All-Star-Chancen, auch gegen viele Top-Teams wurde schon gewonnen. Aber: Das Back-to-Back gegen Philly und Indiana offenbarte die Achillesferse - Defense gegen Center-Kanten. Enes Kanter gibt seinem Team bisher nahezu keinen Mehrwert. Gefühlt sind die Celtics einen Big vom Top-Team-Status entfernt.

Von 11 auf 6: Dallas Mavericks (18-8).

Die Verletzung von Luka Doncic traf die Mavs zu einem blöden Zeitpunkt, zuvor hatten sie endgültig ihren Groove gefunden und elf der letzten 13 Spiele gewonnen. Nur die Bucks und Lakers stehen beim Net-Rating über Dallas (8,6), das außerdem nach wie vor die statistisch beste Offense der NBA-Historie stellt. Und auch ohne den MVP-Kandidaten sind die Mavs offensichtlich ein hartes Out, wie die zweite Halbzeit gegen Miami und der Sieg in Milwaukee verdeutlicht haben. Kehrt Doncic bald zurück, können die Mavericks den Heimvorteil in der ersten Playoff-Runde ins Visier nehmen.

Von 3 auf 5: Houston Rockets (18-9).

James Harden ist der beste Offensivspieler der NBA und steht nach einem knappen Saisondrittel bei fast 40 Punkten pro Spiel - und das wird auch nicht normal, wenn man es immer wieder betont. Was Harden derzeit spielt, ist brutal, und zuletzt kamen auch Russell Westbrook und Ben McLemore (!) besser in Tritt: Letzterer führt die NBA sogar bei der Zweierquote an, wobei nur 1,2 seiner 8,1 Würfe pro Spiel Zweier sind. Die durchschnittliche Defense (Platz 17) trennt Houston noch von den besten Teams, und Fragen hinter Westbrook bleiben auch trotz zuletzt mehreren guten Spielen in Serie.

Von 8 auf 4: Philadelphia 76ers (20-8).

Ist da ein Lämpchen angegangen? Nach eher durchwachsenen Leistungen räumten die Sixers binnen weniger Tage die Raptors, Nuggets und Celtics aus dem Weg, die Offense wirkte klar verbessert. Dann folgte wiederum gleich eine 20-Punkte-Schlappe in Brooklyn, in der Philly jämmerliche 89 Punkte fabrizierte, allerdings ohne Joel Embiid. Es bleibt dabei: Die Sixers sind ein elitäres Defensiv-Team (Rating mit Embiid: 95,6!), das vorne Schwankungen unterliegt. Ben Simmons zeigt immerhin endlich einen gewissen Fortschritt, wenngleich Brett Brown ihn deutlich mutiger werfen sehen will.

Von 5 auf 3: L.A. Clippers (20-8).

In Sachen Konstanz können die Clippers noch nicht mit den allerbesten Teams mithalten, gerade offensiv haben sie die Talente von Kawhi Leonard und Paul George bisher nicht optimal miteinander kombiniert. Beide Stars standen bisher allerdings auch erst in elf Spielen gemeinsam auf dem Court (9-2) - und trotzdem stehen die Clippers gut da. Lediglich vier Teams haben ein besseres Net-Rating (6,7) und an seinen besten Tagen sieht dieses Team absolut wie der Top-Favorit aus, der erwartet wurde. Die Fitness wird nur offensichtlich höher priorisiert als Dominanz in der Regular Season.

Von 1 auf 2: Los Angeles Lakers (24-3).

Nach allem Gerede über den zu Beginn soften Spielplan der Lakers mussten LeBron James und Co. mittlerweile einige deutlich schwerere Aufgaben übernehmen - trotzdem gewinnt dieses Team einfach permanent weiter, auch auswärts. Nur die Bucks haben außer ihnen eine Top-5-Offense und -Defense, LeBron und Anthony Davis sind legitime Co-MVP-Kandidaten, und auch Rajon Rondo spielte zuletzt einen guten Part. Ungeklärt ist derzeit nur, wer die dritte Option sein kann, denn Kyle Kuzma ist es bisher nicht. Wird der letzte verbliebene "Junge" vielleicht doch noch getradet?

Von 2 auf 1: Milwaukee Bucks (24-4).

Seit dem letzten Power Ranking hatten die Bucks nicht verloren, die letzte Pleite datierte vom 8. November und selbst dafür war ein Buzzerbeater nötig. Dann kam Dallas. Dennoch: Im Zug ihrer 18-Spiele-Siegesserie waren die Bucks so dominant, dass nur zwei Spiele mit 4 Punkten oder weniger entschieden wurden, alle anderen waren deutlicher. Das bedeutet das mit Abstand beste Net-Rating (12,4) und auch hier vorläufig den Spitzenplatz. Die Lakers könnten ihnen diesen in der Nacht auf Freitag aber wieder abnehmen, wenn die beiden besten Teams erstmals gegeneinander spielen (ab 2 Uhr live auf DAZN).

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