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NBA - Fünf Erkenntnisse nach L.A. Clippers vs. Los Angeles Lakers: Ein neuer Sheriff ist in der Stadt

Von Philipp Jakob
Kawhi Leonard und die Clippers stoppen in Spiel 1 der neuen NBA-Saison die Lakers um LeBron James.

Die L.A. Clippers haben zum Auftakt der neuen NBA-Saison ein erstes, kleines Ausrufezeichen gegen den Stadtrivalen gesetzt. Während die Los Angeles Lakers gerade offensiv noch eine Menge Luft nach oben haben, unterstreichen Kawhi Leonard und Co. ihren Status als Titelanwärter. SPOX hat fünf Erkenntnise aus dem ersten Spiel gesammelt - Vorsicht: Overreaction-Gefahr!

1. Los Angeles Lakers: Die Offense muss sich noch finden

Der Blick in die Advanced Stats der Lakers nach Spiel 1 lässt nichts Gutes verheißen, vor allem nicht für die Offense. Im ersten Saisonspiel hatten LeBron James, Anthony Davis und Co. laut stats.nba.com ein Offensiv-Rating von 105,2 vorzuweisen. Zum Vergleich: Vergangene Saison hatten die Suns mit 105,3 das drittschlechteste Offensiv-Rating der Association.

Natürlich, es handelt sich hier nur um ein Spiel - und das auch noch gegen eine der besseren Defenses der Liga - doch auch der Eye-Test zeigte eine Menge Baustellen im Angriffsspiel der Lakers auf. Vor allem wirkten die Angriffssets allesamt noch relativ rudimentär.

Wie von Head Coach Frank Vogel im Sommer angekündigt, initiierte LeBron in den meisten Fällen die Offense. Einem Pick'n'Roll mit Anthony Davis folgte oftmals der Pass in den Post zu eben jener Braue, wo der Power Forward zu Werke ging. Weitere, vielleicht etwas raffiniertere Spielzüge waren eher Mangelware.

In Halbzeit eins funktionierte das noch ziemlich gut. Nachdem die Clippers in Hälfte zwei aber vermehrt Double-Teams gegen Davis schickten, begann die Lakers-Offense schnell das Stottern. Hier fehlte es an Bewegung abseits des Balles, das Ball-Movement selbst und einfach die Feinabstimmung.

"Das war das erste Spiel", sagte LeBron im Anschluss an die Partie. Die Frage, ob das Team Probleme hätte, wies er mit dem berechtigten Hinweis auf die kleine Stichprobe zurück. Dennoch: "Wir haben noch eine Menge Luft nach oben. Wir sein ein neues Team, das gerade erst zusammenkommt. Wir haben einen neuen Coaching-Staff und wir haben ein neues System. Wir haben heute ein paar gute und ein paar nicht so gute Sachen gemacht, das passiert in einem ersten Spiel."

2. Los Angeles Lakers: Die fehlende Tiefe ist ein Problem

Was den Lakers allerdings auch in den kommenden Partien wenig helfen wird, ist die Tatsache, dass die Offensiv-Optionen abseits von LeBron und AD fehlen. Gegen Ende des ersten Viertels stand ein Lineup aus Quinn Cook, Kentavious Caldwell-Pope, Troy Daniels, Jared Dudley und Dwight Howard auf dem Parkett. Aber auch nur 1 Minute und 16 Sekunden, in denen die Lakers Teile ihres Vorsprungs einbüßten (-5).

Sonderlich überraschen dürfte es nicht, dass dieses Lineup mit Spielern, weit entfernt von ihrem Zenit, gegen die Clippers nicht funktioniert. Generell bleibt bei den Lakers die Frage, wer abseits von LeBron und Davis überhaupt scoren soll? Die Antwort in Spiel eins der regulären Saison war relativ simpel: Danny Green. Das war's.

Als der 3-and-D-Spezialist im dritten Abschnitt Feuer fing (5/5 Dreier im dritten Viertel, insgesamt 28 Punkte bei 7/9 3FG), machte es die Traditionsfranchise aus der Stadt der Engel noch einmal spannend. Die restlichen sieben Spieler des Teams steuerten dagegen nur ganze 31 Zähler bei.

Coach Vogel ließ dementsprechend im weiteren Spielverlauf mindestens einen seiner beiden Superstars auf dem Parkett, gerade ohne LeBron fehlte den Lakers aber ein Spielmacher. Rajon Rondo ist derzeit noch verletzt (Wade), Quinn Cook schaffte es nicht, als adäquater Ersatz einzuspringen.

Lakers: Wo ist die Offense?

"Unsere Offense wird besser werden", zeigte sich LeBron unbesorgt. "Wir müssen AD in eine gute Position bringen, in der er effizient sein kann. Auch ich als Point Guard muss meine Teamkollegen in bessere Positionen bringen und auch mich, dass ich aggressiv sein kann."

Daran haperte es vor allem in Halbzeit zwei gegen die Clippers, als auch vom King nur noch relativ wenig zu sehen war. An seinen 18 Punkte bei 7 von 19 aus dem Feld (dazu 9 Rebounds, 8 Assists und 5 Turnover) haftete noch ein wenig der Rost der langen Offseason.

Ist der erst einmal abgelegt, und kommt Kyle Kuzma von seiner Fußverletzung aus dem Sommer zurück, darf man von der Lakers-Offense ein ganz anderes Gesicht erwarten. Aber: Mit den Jazz wartet im nächsten Spiel (Samstag, 4.30 Uhr live auf DAZN) erneut eine starke Defense und ein harter Test für die Lakers. Droht sogar der 0-2-Fehlstart?

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