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NBA - Die Offseason der Milwaukee Bucks: Der Contender mit dem Damoklesschwert des Giannis

Giannis Antetokounmpo ist der absolute Superstar bei den Milwaukee Bucks.

Die Milwaukee Bucks waren bereits in der vergangenen Saison nah dran an der ersten Finals-Teilnahme seit über 40 Jahren. Im Sommer wurde deswegen viel Geld in die Hand genommen, um (fast) den kompletten Kader für einen weiteren Lauf zusammenzuhalten. Ein Leistungsträger wurde jedoch verloren. Der Druck ist groß in der Bierstadt, schließlich steht 2020 die mögliche Verlängerung von Giannis Antetokounmpo an.

Milwaukee Bucks: Die Transaktionen

Milwaukee machte frühzeitig Nägel mit Köpfen und hielt in Khris Middleton, Brook Lopez sowie George Hill wichtige Stützen der Vorsaison. Dafür wurde gerade für Middelton jede Menge Geld investiert. In Malcolm Brogdon musste nur ein wichtiger Rotationsspieler abgegeben werden.

Dafür wurden in Robin Lopez, Kyle Korver und auch Wesley Matthews solide Veteranen geholt, die alle bereits Erfahrungen in den Playoffs gesammelt haben. Der eigene Pick (Nummer 30) wurde dagegen kurz vor dem Draft an Detroit verscherbelt, um das Gehalt von Tony Snell zu sparen.

Milwaukee Bucks: Die Zugänge

  • Dragan Bender (Free Agent: 2 Jahre, 3,5 Millionen Dollar, Suns)
  • Kyle Korver (Free Agent: 1 Jahr, 2,6 Mio., Suns)
  • Robin Lopez (Free Agent: 2 Jahre, 9,8 Mio., Bulls)
  • Wesley Matthews (Free Agent: 2 Jahre, 5,3 Mio., Pacers)
  • Thanasis Antetokounmpo (Free Agent: 2 Jahre, 3,15 Mio., Panathinaikos)

Milwaukee Bucks: Die Abgänge

  • Malcolm Brogdon (Sign&Trade, Pacers)
  • Tony Snell (Trade, Pistons)
  • Tim Frazier (Free Agent, Pistons)
  • Pau Gasol (Free Agent, Portland Trail Blazers)
  • Bonzie Colson (entlassen)
  • Jon Leuer (entlassen)

Milwaukee Bucks: Die Vertragsverlängerungen

  • Khris Middleton (5 Jahre, 177,5 Mio.)
  • Brook Lopez (4 Jahre, 52,0 Mio.)
  • George Hill (3 Jahre, 28,8 Mio.)

Milwaukee Bucks: Die wichtigsten Statistiken 2018/19

Bilanz Regular SeasonOffensiv-RatingDefensiv-RatingNet-Rating
60-22 (Platz 1 im Osten)113,5 (4.)104,9 (1.)8,6 (1.)

Milwaukee Bucks: Die Strategie

Das Titelfenster ist jetzt offen, entsprechend sind die Bucks auf das Hier und Jetzt ausgerichtet. Im Idealfall wird Giannis Antetokounmpo Milwaukee noch viele Jahre relevant halten, doch der Vertrag des Griechen läuft eben nur noch bis 2021. Im kommenden Sommer werden die Bucks dem MVP den größten Vertrag der NBA-Geschichte vorlegen, ob er annimmt, ist aber völlig offen.

Sollte er das nicht machen, werden die Bucks ihn traden müssen, weswegen die anstehende Spielzeit die vorerst vielleicht letzte Chance auf eine Championship sein kann. Durch die Investitionen haben die Bucks klar signalisiert, dass sie Geld für den Status eines Contenders in die Hand nehmen wollen, auch wenn sie in einem kleinen Markt beheimatet sind.

Brogdon ist zwar weg, doch dies wurde mit mehr Tiefe aufgefangen. Ansonsten setzt Milwaukee auf Kontinuität, was sie von vielen anderen Aspiranten nach dem wilden Free-Agency-Sommer unterscheidet.

Der Kader der Milwaukee Bucks

Point GuardShooting GuardSmall ForwardPower ForwardCenter
Eric BledsoeWesley MatthewsKhris MiddletonGiannis AntetokounmpoBrook Lopez
George HillPat ConnaughtonKyle KorverErsan IlyasovaRobin Lopez
Frank Mason (Two-Way)Sterling BrownThanasis AntetokounmpoD.J. WilsonDragan Bender
Donte DiVincenzoCam Reynolds (Two-Way)

Milwaukee Bucks: Die Schwachstellen

So dominant die Saison von Antetokounmpo in der Regular Season auch war, die Toronto Raptors zeigten, wie der Grieche gestoppt werden kann. Milwaukee hatte um den MVP zu wenig kreative Spieler, die eigene Offense kreieren konnten. Mit Brogdon ging einer der wenigen dieser Spieler, weswegen die Entwicklung teamintern geschehen muss.

Vor allem die Guard-Position ist nicht optimal besetzt. So besitzen die Bucks auf den kleinen Positionen jede Menge Rotationsspieler, keiner von ihnen ist aber mehr als guter Durchschnitt und Eric Bledsoe hat jetzt bereits zweimal gezeigt, dass man sich in den Playoffs nur bedingt auf ihn verlassen kann. George Hill ist wieder ein Jahr älter und zudem sehr verletzungsanfällig.

Für die Regular Season sollte das kein Problem sein, doch eventuell muss Milwaukee via Trade oder auf dem Buyout-Markt für den heißen Frühling noch einmal nachrüsten.

Milwaukee Bucks: Der Hoffnungsträger

So langweilig das auch ist, hier kann nur der Name von Giannis Antetokounmpo stehen. Er machte die Franchise wieder relevant und von seiner Entscheidung im Sommer hängt auch die Zukunft des Teams ab.

Trotz seiner MVP-Saison ist Antetokounmpo noch kein fertiger Spieler, das zeigten die Playoffs. Es wurden neue Strategien gegen den Greek Freak entwickelt und dieser war darauf nur bedingt vorbereitet. Trotz WM-Sommer wird der Grieche daran, genauso wie an seinem Wurf, gearbeitet haben, sein Spiel wird weiter wachsen.

Das mag furchteinflößend für alle anderen Teams klingen, doch in Milwaukee ist man sich dem unerschöpflichen Potenzial des Griechen bewusst. Dafür verstieß GM Jon Horst sogar gegen die Regeln und nahm eine Geldstrafe der Liga in Kauf, um auch ein Zeichen an seinen Superstar zu senden, als er offen sagte, dass Giannis einen Supermax-Vertrag erhalten soll.

Milwaukee Bucks: Das Fazit

Es hätte ein haariger Sommer für Milwaukee werden können, schließlich stand die halbe Rotation ohne neuen Vertrag da. Dass nicht alle Akteure zu halten sind, war im Voraus klar, am Ende war Brogdon der Leidtragende. Dafür wurde vor allem Middleton für (zu) viel Geld gehalten, hier bestimmte jedoch der Markt den Preis.

Die weiteren Neuverpflichtungen waren sinnvoll, auch mit dem Hintergrund des engen finanziellen Rahmens. So operieren die Bucks schon jetzt gefährlich nahe an der Luxussteuer-Grenze, bevor der Super-Max für Giannis überhaupt besprochen werden darf.

Unabhängig von den Finanzen haben die Bucks aber ihren Contender-Status, den sie bereits im Vorjahr hatten, konserviert und sind mit den Philadelphia 76ers der heißeste Anwärter auf die Krone im Osten.

Die Note: 2-

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