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NBA

NBA: Power Ranking in der Offseason 2019: Das beste Team spielt im Osten

Von Robert Arndt
Kristaps Porzingis ist mit Luka Doncic der Hoffnungsträger der Mavs.

Platz 20: Sacramento Kings

Mehr Klarheit gibt es in der Hauptstadt Kaliforniens. Die Hoffnungsträger heißen weiter De'Aaron Fox, Buddy Hield, Bogdan Bogdanovic und auch Marvin Bagley. Um dieses Quartett ergänzte GM Vlade Divac seinen Kader mit Cory Joseph, Trevor Ariza oder auch Dewayne Dedmon, dazu wurde mit Harrison Barnes verlängert. Sacramento drängt also in Richtung Playoffs. Das ist möglich, wenn alle Teile miteinander verschmelzen.

Platz 19: Orlando Magic.

Nach sieben Jahren Dürre gab es wieder Playoff-Basketball in Orlando zu sehen, da verwundert es nicht, dass Stützen wie Nikola Vucevic oder Terrence Ross mit neuen Verträgen ausgestattet wurden. Flügelspieler Al-Farouq Aminu ist der einzige Neue, ansonsten schreit dieser Kader nach Mittelmaß. Sprünge sind derweil von Jonathan Isaac oder Mo Bamba zu erwarten. Und dann ist da noch diese eine Wildcard: Kann Markelle Fultz seine Karriere in Florida retten?

Platz 18: Dallas Mavericks.

Der wichtigste "Neuzugang" der Mavs heißt Kristaps Porzingis, der aber seit 18 Monaten kein Spiel mehr absolviert hat. Dallas händigte dennoch den Maximal-Vertrag über fünf Jahre aus, der Lette ist zusammen mit Luka Doncic die Zukunft des Teams in Jahr 1 n.D. Ansonsten blieb der große Wurf in der Free Agency aus, stattdessen wurden die eigenen Rollenspieler wie Maxi Kleber oder Dwight Powell bezahlt. Delon Wright und Seth Curry sind nette Ergänzungen für den Backcourt, Boban Marjanovic bringt Tiefe (und Länge!) für die großen Positionen. Ob Dallas aber um die Playoffs spielt, wird von der Gesundheit des Einhorns abhängen - und selbst mit KP dürfte es sehr eng werden.

Platz 17: Detroit Pistons.

Die Pistons rutschten gerade so in die Postseason und auch die neue Saison macht nur bedingt mehr Hoffnung. Bruce Brown dominerte zwar die Summer League, wird aber sicher nicht die Lösung des Spacing-Problems sein. Das ist übrigens auch Derrick Rose nicht, der neu in der Motor City ist. Seine phänomenale Dreierquote im vergangenen Herbst/Winter war Small-Sample-Size-Theatre. Interessanter wird da schon eher sein, ob die Pistons nicht doch Trades für Reggie Jackson und Andre Drummond suchen, um Blake Griffin neue (und bessere) Mitspieler an seine Seite zu stellen. Ach ja: Im Osten könnte es dennoch für die Playoffs reichen.

Platz 16: New Orleans Pelicans.

Jrue Holiday, Lonzo Ball, J.J. Redick, Josh Hart, Brandon Ingram, Zion Williamson und Derrick Favors. Das ist keine wahllose Aneinanderreihung von Spielern, sondern tatsächlich der Kern der neuen Pelicans und da sind nicht einmal die weiteren Erstrundenpicks Nickeil Alexander-Walker sowie Jaxson Hayes involviert. Der neue Vize-Präsident, David Griffin, hat die komplette Organisation auf links gedreht und Coach Alvin Gentry ein bemerkenswertes Team hingestellt, wenn man die Umstände bedenkt. Wer war noch einmal Anthony Davis?

Platz 15: Miami Heat.

Miami hat in Jimmy Butler wieder einen echten Star, Mr. Buckets übernimmt damit den Staffelstab seines guten Freundes Dwyane Wade, der die Sneaker an den Nagel gehangen hat. Zieht man aber Butler ab, findet man eine Ansammlung von vielen soliden Rollenspielern vor. Klar, Dion Waiters ist wieder fit und hat abgenommen, aber darauf dürfen die Hoffnungen wahrlich nicht ruhen. Zuletzt gab es wieder Gerüchte um Chris Paul, auch wenn der nun erstmal in OKC bleiben soll. Miami scheint noch nicht fertig zu sein, bis jetzt ist der Kader aber vor allem Mittelmaß.

Platz 14: San Antonio Spurs.

Am Alamo River wenig Neues. DeMarre Carroll ist da, dafür Davis Bertans weg. Ansonsten dürfen Luka Samanic und Keldon Johnson die harte Spurs-Rookie-Schule besuchen. Der wichtigste "Neuzugang" ist aber Spielmacher Dejounte Murray, der die komplette vergangene Saison mit einem Kreuzbandriss verpasste. Er sollte die löchrige Defense etwas verbessern, während DeMar DeRozan und LaMarcus Aldridge weiter Mitteldistanzwurf um Mitteldistanzwurf nehmen.

Platz 13: Toronto Raptors.

Der Meister rutscht gewaltig ab, weil mit Finals-MVP Kawhi Leonard und Danny Green zwei Stützen die Franchise verließen. Der Rest der Meister-Truppe ist zwar noch beisammen, aber gerade die Veteranen wie Kyle Lowry, Serge Ibaka und Marc Gasol sind heiße Trade-Kandidaten - und alt. Das neue Gesicht wird über kurz oder lang dagegen Pascal Siakam heißen. 2020 soll nachgeladen werden, in diesem Sommer hießen die Neuzugänge Cameron Payne, Stanley Johnson und Rondae Hollis-Jefferson.

Platz 12: Brooklyn Nets.

Kevin Durant wird große Teile der Saison ausfallen, so gehört die erste Spielzeit vor allem der zweiten großen Akquisition in Kyrie Irving. Der Ex-Celtic wird D'Angelo Russell positionsgetreu ersetzen und das neue Gesicht sein. DeAndre Jordan und auch Garrett Temple runden die gelungene Offseason ab, dank der die Nets im Osten um den Heimvorteil kämpfen werden. Allerdings tun auch einige Abgänge weh, der Einfluss von Ed Davis und Jared Dudley auf die jungen Spieler ist nicht zu unterschätzen.

Platz 11: Boston Celtics.

Nach der Enttäuschung der vergangenen Saison sind mit Irving und Al Horford die zwei wahrscheinlich besten Spieler weg, dafür kam Walker aus Charlotte als neuer Star. Kemba könnte als Spielmacher besser zu Jaylen Brown und Jayson Tatum passen, von denen nun auch mehr erwartet wird. Als Wundertüte ist auch Gordon Hayward noch da. Sorgen macht dagegen der Frontcourt nach Horfords Abgang. Der hielt defensiv den Laden zusammen, das kann man von Enes Kanter eher nicht behaupten. Aus deutscher Sicht darf daher Daniel Theis auf ordentlich Spielzeit hoffen.

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