Cookie-Einstellungen
NBA

NBA Playoffs: 5 Fragen zum Aus der Washington Wizards - Dr. Jekyll und Mr. Wall

Bradley Beal und John Wall prägen die zwei Gesichter der Washington Wizards.
© getty

Warum haben die Wizards zwei Gesichter?

Seit Jahren halten sich permanent Gerüchte, dass die Teamchemie in Washington nicht gerade einwandfrei ist, in dieser Saison häuften sich dazu auch noch Aussagen der Protagonisten, nicht zuletzt von Wall und auch Marcin Gortat, und sagenumwobene Team-Meetings. Nach dem Playoff-Aus ging es damit auch direkt wieder weiter.

"Wenn die Dinge gut laufen, sind alle zufrieden und wollen hier sein. Aber in harten Zeiten zeigt sich, wer wirklich dein Bruder ist und wer mit dir in die Schlacht ziehen will", sagte der Point Guard vielsagend. "Ich glaube, man konnte auch von außen gut beurteilen, wer sich wirklich als Teil dieses Teams sah."

Auch zu den Team-Meetings bezog Wall noch einmal Stellung: "Wenn man jemanden nicht direkt ansprechen kann, weil er immer gleich denkt, dass alles negativ ist oder es in den falschen Hals kriegt, dann hat man eben Probleme im Locker Room und dann entstehen dadurch auch Leistungsschwankungen."

Wall spezifizierte zwar erneut nicht, wen er mit seinen Aussagen meinte, aber die Aussagen an sich zeigen schon, dass es innerhalb des Teams "Lager" gibt und dass nicht unbedingt alle auf einer Wellenlänge agieren. Das zeigte sich bei den Wizards im Saisonverlauf und auch in der Serie gegen Toronto immer wieder.

Wenn die Würfe fallen und Washington Oberwasser hat, feiern Spieler gemeinsam, wenn Gegenwind kommt, zeigen sie gegenseitig mit den Fingern aufeinander und verdrehen die Augen. Die Körpersprache ist bei den Wizards - in schöner Regelmäßigkeit - erschreckend schlecht.

Die Wizards können sich durchaus in einen Rausch spielen und sind dann wirklich schwer zu bremsen - letztes Jahr hätten sie es wohl in die Conference Finals geschafft, wenn nicht ausgerechnet Kelly Olynyk in Spiel 7 das Spiel seines Lebens gemacht hätte. Aber man kann sie eben auch gewissermaßen "gegeneinander ausspielen", und dann kann es bei den Wizards auch schnell hässlich werden.

Mit Wall im Lineup gewann man diese Saison etwa mit +18 gegen Houston, dazu gesellten sich aber auch ultra-peinliche Niederlagen gegen Teams wie Brooklyn (-35!), Charlotte (-24) oder Dallas (-23). Seit Jahren sind die Wizards davon überzeugt, dass sie in wichtigen Situationen den "Schalter umlegen" können, obwohl sie das noch nie so recht bewiesen haben.

Werbung
Werbung