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NBA

Twin-Towers zerstören Cavs – Russ historisch

Von SPOX
Anthony Davis zeigt gemeinsam mit Frontcourt-Kollege DeMarcus Cousins eine dominante Leistung

Utah Jazz (3-3) - Los Angeles Lakers (2-4) 96:81 (BOXSCORE)

Das Highlight des Abends kam gegen Ende des dritten Viertels - und es lieferte Jazz-Rookie Donovan Mitchell. Der No.12-Pick stellte mit einem krachenden Putback-Dunk über Lonzo Ball seine Athletik unter Beweis und versetzte die Fans in Salt Lake City in Ekstase. Ball dagegen konnte nur staunen.

"Ich habe so einen guten Dunk schon lange nicht mehr erwischt", sagte Mitchell nach der Partie mit einem Lächeln im Gesicht. "Das war irgendwie verrückt, fast schon surreal." 22 Punkte hatte der 21-Jährige am Ende der Partie auf dem Konto - Karrierebestleistung. Zudem steuerte er auch noch 3 Rebounds, 2 Assists sowie 3 Steals bei, leistete sich allerdings auch 5 Turnover.

Dennoch führte Mitchell die Jazz zum ersten Sieg nach zwei Niederlagen in Folge. Sein Dreier aus der Ecke mit noch knapp 2 Minuten auf der Uhr sorgte für die Entscheidung, nachdem sich die Lakers trotz eines 21:7-Starts der Jazz immer wieder in Schlagdistanz kämpfen konnten.

Bester Mann der Gäste war dabei Brandon Ingram mit 16 Punkten und 4 Steals. Auch Jordan Clarkson überzeugte mit 15 Zählern (7/12 FG) sowie 4 Rebounds. Ball dagegen enttäuschte. Der Point Guard kam nur auf 9 Punkte (3/10 FG), 4 Assists und 2 Rebounds bei 5 Ballverlusten. Auf der anderen Seite lieferten neben Mitchell auch Ricky Rubio (21 Punkte, 7 Rebounds, 4 Assists) und Derrick Favors mit einem Double-Double (14 Punkte, 10 Rebounds) gute Leistungen ab.

Portland Trail Blazers (4-2) - Phoenix Suns (2-4) 114:107 (BOXSCORE)

Ganz so einfach wie zum Saisonauftakt, in dem Portland die Suns mit 48 Punkten Unterschied deklassierte, machte es Phonix den Gastgebern dieses Mal nicht. Der vierte Sieg im sechsten Saisonspiel stellte sich für die Trail Blazers sogar als harte Arbeit heraus - zu keinem Zeitpunkt konnte sich Portland eine zweistellige Führung erspielen.

So blieb das Spiel vor allem dank Devin Booker, der auf 34 Punkte (11/19 FG), 6 Rebounds und 6 Assists kam, durchweg spannend. Alex Len und T.J. Warren steuerten jeweils 12 Zähler bei und Rookie Josh Jackson erzielte 10 Punkte, hatte allerdings mit seinem Wurf zu kämpfen (3/11 FG). Die Suns hatten in der Schlussminute sogar noch die Möglichkeit zum Ausgleich.

Marquese Chriss vergab jedoch einen Jumper und in der Folge versenkte Damian Lillard einen Runner zur 4-Punkte-Führung. Anschließend brachte Portland den Sieg von der Freiwurflinie aus nach Hause. Der Point Guard der Blazers kam dabei auf 25 Punkte, 9 Assists und 7 Rebounds. C.J. McCollum kam auf 23 Zähler, 5 Rebounds sowie 6 Assists und Jusuf Nurkic schrammte knapp an einem Double-Double vorbei (17 Punkte, 9 Rebounds).

Obwohl am Ende die vierte Niederlage für Phoenix besiegelt war, erarbeiteten sich die jungen Suns den Respekt der Gegner. "Das war ein schwieriger Sieg", meinte Blazers-Coach Terry Stotts. "Ich war sehr beeindruckt von Phoenix. Sie haben ihre Saison in einer sehr kurzen Zeit auf den Kopf gestellt. Sie sind definitiv ein anderes Team als das, gegen das wir vor eineinhalb Wochen gespielt haben." Allein dieses Kompliment kann man in Arizona schon fast als Sieg verbuchen.

Los Angeles Clippers (4-1) - Detroit Pistons (4-2) 87:95 (BOXSCORE)

Das letzte bisher noch ungeschlagene Team der neuen NBA-Saison fand an diesem Abend in den Detroit Pistons seinen Meister. Die Niederlage der Clippers hätte aus Sicht von Head Coach Doc Rivers allerdings leicht verhindert werden können: "Wir haben die Führung verloren, weil wir nicht bei der Sache waren", schimpfte Rivers sichtlich genervt nach der Partie.

Die insgesamt 19 Turnover seines Teams geben dem Head Coach dabei absolut Recht. Auch abgesehen von den Ballverlusten zeigte die Offense der Clippers keine gute Leistung. Nur 33,3 Prozent der Feldwurfversuche fanden den Weg durch die Reuse, besonders Wesley Johnson (2 Punkte, 7 Rebounds, 1/7 FG) oder Danilo Gallinari (13 Punkte, 4/16 FG) erwischten einen gebrauchten Abend.

Bester Mann bei LA war noch Austin Rivers, der 20 Punkte, 4 Rebounds und 4 Steals auflegte und dabei 6 seiner 8 Versuche von Downtown versenkte. Blake Griffin kam auf 19 Zähler sowie 11 Rebounds, DeAndre Jordon schnappte sich 14 Bretter (dazu 7 Punkte). Gerade im vierten Viertel enttäuschten die Clippers allerdings auf ganzer Linie (15:28).

"Wir haben kleine, dämliche Fehler gemacht", musste auch Griffin eingestehen. Diese kleinen, dämlichen Fehler führten unter anderem dazu, dass die Pistons die zweite Halbzeit mit 50:32 für sich entscheiden konnten. "Die zweite Halbzeit war fantastisch", sagte deshalb Pistons-Coach Stan van Gundy und meinte damit vor allem die ausgeglichene und kämpferische Teamleistung.

Andre Drummond (17 Rebounds, 7/10 FG) und Reggie Jackson (7 Assists) waren mit jeweils 15 Punkten Topscorer der Gäste. Avery Bradley (12 Punkte, 5 Rebounds, 4 Steals) und Langston Galloway (13) scorten ebenfalls zweistellig und brachten so den Sieg unter Dach und Fach.

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