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NBA

Das Schneckenrennen nimmt Fahrt auf

Wer schafft es im Westen in die Playoffs?

Portland Trail Blazers

Bilanz: 29-37 (Platz 9)

Bewertung Restprogramm: Machbar (8 Mal heim, 7 Mal auswärts)

Nachdem die Trail Blazers eine der größten Überraschungen der Vorsaison waren, traf das Front Office im Sommer ein paar Entscheidungen, die zumindest umstritten waren. Besonders die fetten Verträge für Allen Crabbe (4 Jahre, 74 Millionen) und Evan Turner (4 Jahre, 70 Millionen) sind hier zu nennen. Auch das Risiko, den verletzungsanfälligen Festus Ezeli (2 Jahre, 15 Millionen) in den Kader zu holen, war - das weiß man jetzt - zu groß.

Das Blazers-Team der Zukunft war also aufgestellt und angesichts der Leistungen, die es in den ersten Monaten der Saison gab, sah diese Zukunft plötzlich nicht mehr so rosig aus. Besonders ein Negativ-Lauf mit zehn Niederlagen aus elf Spielen im Dezember ließ eine erneute Playoff-Teilnahme in scheinbar weite Ferne rücken.

Jusuf Nurkic bei den Blazers: Das Biest ist los

Die Gründe waren schnell gefunden: Die Defense war (und ist) eine Großbaustelle, während die Offense praktisch nur aus Damian Lillard und C.J. McCollum bestand. Und da das Tandem auch menschliche Züge hat, erlaubten sie sich Schwächephasen in unterschiedlicher Frequenz - auch, weil das Überraschungs-Momentum der Vorsaison dahin war und gegnerische Verteidigungen wussten, worauf sie sich einzustellen hatten.

Während eines ernüchternden Februars (2-7) schienen die Playoff-Hoffnungen endgültig zu schwinden, ehe ein Bosnisches Beast ausgerechnet aus Denver in einem ziemlich einseitigen Trade nach Oregon geholt wurde.

Die Rede ist von Jusuf Nurkic, der seit seiner Ankunft eine neue Euphorie entfacht hat. Mit ihm steht eine 50-prozentige Siegquote auf der Habenseite, denn endlich bekommen Lillard und McCollum die Entlastung, die sie sich immer gewünscht haben.

Ein Elite-Verteidiger ist zwar auch der 23-Jährige nicht, doch für einen spektakulären Block, der den Gegner zumindest über den nächsten Drive nachdenken lässt, ist er immer zu haben. Allerdings: Das jüngste Duell mit dem Monster-Frontcourt der Pels, das komplett in die Hose ging, hat gezeigt, dass starke Leistungen noch längst keine Selbstverständlichkeit sind.

Im Gegensatz zur Konkurrenz aus Denver meint es der Restspielplan gut mit den Blazers. Zwar befinden sie sich derzeit auf einen Roadtrip inklusive zweier Back-to-Backs, doch anschließend stehen viele machbare Heimspiele auf dem Programm - eines davon gegen die Nuggets. Gewinnen sie das Schlüsselduell, haben sie gleichzeitig den Tiebreaker gegen die Jungs vom Rocky Mountain geholt. Gegen einen anderen direkten Konkurrenten - die Timberwolves - stehen gar noch drei Spiele an.

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