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NBA

Runter von meinem Rasen!

Von Ole Frerks
Clint Eastwood steht Pate für die Ansicht, dass früher eben doch alles besser war
© getty

Fremder ohne Namen der Woche

Bei Hassan Whiteside läuft es derzeit bestens. Seitdem der Center in Miami von der Bank kommt, ist das Gerede über mentale Unreife und selbstsüchtiges Spiel vorbei, stattdessen hauen die Heat einen Sieg nach dem anderen raus - und Dwyane Wade versucht in bester Doc-Rivers-Manier, seinen Mitspieler als "Defensive Player of the Year" ins Spiel zu bringen.

Whiteside selbst suchte sich eine interessante Metapher, um die Wähler auf sich aufmerksam zu machen: "Ich möchte, dass ihr zu Toys'R'Us geht und für jeden meiner Blocks in dieser Saison einen Lego-Block rausholt. Die könnt ihr dann aufeinander stapeln und dann sagen: 'Das sind ziemlich viele Blocks!' Und dann könnt ihr wählen."

Klingt stimmig, immerhin sind seine bisher 256 Blocks mit großem Abstand Ligaspitze. Jetzt fehlt nur noch der richtige Spitzname, aber auch das dürfte sich bald ändern. Whiteside verriet kürzlich, dass er sich mit Neu-Hall-of-Famer Shaquille O'Neal angefreundet hat und den "Big Aristoteles" um Hilfe bitten wird.

"Ich muss Shaq nach einem Spitznamen fragen. Er hat ungefähr 250 davon, also ist er derjenige, der mir einen Namen geben sollte", so Whiteside. Wir haben keine Einwände. Alles ist besser als einst Dwight Howard, der mangels eigener Einfälle kurzerhand den "Superman"-Spitznamen von Shaq klaute - während der Diesel immer noch in der Liga war...

Space Cowboy der Woche

Dass Boris Diaw ein ziemlich ungewöhnlicher NBA-Profi ist, hat sich rumgesprochen. Der Franzose hat nicht nur eine Espresso-Maschine in seinem Spind, er kommt auch mal mit Flip-Flops zum Training und braucht ein Bild von sich selbst in der Nähe, wenn er tatsächlich mal hart trainiert. Ach, und natürlich nennt er auch einen Körperbau sein Eigen, der eher an die Premier League Darts erinnert als an die NBA. Wie gesagt, das hat sich alles schon rumgesprochen.

Jared Zwerling hat nun aber einiges über Monsieur Diaw erfahren, das bisher noch nicht bekannt war. So ist er beispielsweise vollkommen reiseverrückt: Diaw will unbedingt eine Stewardess heiraten, weil er so gerne den Globus bereist. Er war schon auf allen Kontinenten und hat sich fest vorgenommen, nach der aktiven Karriere auf einem Katamaran die Welt zu umsegeln.

Selbst dadurch wird sich Diaws Reise-Appetit aber nicht stillen lassen - diese Einstellung lässt sich offenbar auf all seine Aktivitäten übertragen. Denn "The Big Croissant" hat sich fest vorgenommen, diesen Planeten eines Tages zu verlassen: "Ich werde irgendwann ins All reisen. Vielleicht nicht unbedingt in den nächsten 10 Jahren, aber irgendwann in den nächsten 30." Bonne chance!

Gran Torino der Woche

Es ist ja mittlerweile nichts Neues mehr, dass die alten Legenden des Sports viel besser, fitter, härter und gottesfürchtiger waren als ihre Nachfolger. Kareem Abdul-Jabbar hält Dirk Nowitzki für ein "one-trick pony", Oscar Robertson hält jeden aktuellen Spieler für verweichlicht und laut Isiah Thomas zufolge ist Curry nur deshalb so gut, weil die Defense heutzutage die schlechteste aller Zeiten ist.

Wie gesagt, das Phänomen "Runter von meinem Rasen!" kennen wir schon. Daher verwundern auch die Aussagen von Scottie Pippen nicht, nach dessen Ansicht die '96er Bulls die heutigen Warriors problemlos sweepen würden. Das haben sie damals zwar weder gegen die Knicks noch gegen die Sonics geschafft, aber hey, das war wenigstens noch echter Basketball!

Jeder, der sich ausreichend mit Basketball und seiner Historie befasst hat, weiß, dass George Mikan einen Karl-Anthony Towns problemlos dominieren würde, dass der Dreier eine böse Erfindung der Illuminaten ist und dass man beim Wurf aus dem Stand einfach viel mehr Kontrolle hat. Und jetzt RUNTER VON MEINEM RASEN!!!

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