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NBA

Schocker! Wade beraubt die Grizzlies

Dwyane Wade nahm in der Crunchtime das Spiel in die Hand

Die Miami Heat haben im Kampf um die Playoff-Plätze im Osten Boden gutgemacht und einen Comeback-Erfolg bei den Memphis Grizzlies eingefahren. Beim knappen 100:97-Sieg (BOXSCORE) war Dwyane Wade in der Schlussphase nicht zu stoppen, während die Gäste versäumten, den Sack frühzeitig zuzumachen.

Es war kein schönes Spiel im American Airlines Center, bei dem die Grizzlies und Heat langsames Tempo gingen. Das behäbige Spiel wurde unterstützt von schwacher Defense, die erst in der Crunchtime ein intensives Niveau erreichte.

Lange sah Memphis wie der sichere Sieger aus, doch in der Endphase ließen sich die Gäste verunsichern und von Miami die Butter vom Brot nehmen.

Topscorer der Partie war Jeff Green mit 26 Punkten, während Matt Barnes 13 Punkte und 13 Rebounds für die Grizzlies beisteuerte. Für den Sieg reichte es dennoch nicht. Auf der Gegenseite war Chris Bosh (22 Punkte, 4 Rebounds) der Punktbeste.

Die Reaktionen:

Erik Spoelstra (Miami): "Dwyane ist unheimlich. Er kann absolur fürchterliche Phasen haben und auf einmal geht es in die letzten zwei Minuten und er hat ein unglaubliches Selbstbewusstsein. Wenn man nicht weiß, was man machen soll, ist es eine tolle Option, einen Hall of Famer im Team zu haben."

Dwyane Wade (Miami): "Ich wusste, dass der Ball in meinen Händen sein würde - und ich habe ein bisschen was hingekriegt."

Mario Chalmers (Memphis): "Ich bin es gewohnt, solche Dinge von ihm zu sehen."

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Goran Dragic, Dwyane Wade, Luol Deng, Chris Bosh und Hassan Whiteside starten für die Heat. Dave Joerger schickt Mike Conley, Courtney Lee, Matt Barnes, Jeff Green und Marc Gasol aufs Parkett.

6.: Whiteside gibt den Bigs der Grizzlies Contra und trifft per Layup, doch Gasol antwortet per Freiwurf. Nächster Angriff: Whiteside trifft den Jumper. Und Gasol? Der kann's ebenfalls vom Elbow. 11:8 Miami.

11.: Die Grizzlies sind jetzt am Drücker. Ex-Miami-Akteur Mario Chalmers, der mit warmem Applaus begrüßt wird, verwandelt den Leger, Jeff Green und Zach Randolph schrauben die Memphis-Führung in die Höhe. 23:13 Grizzlies.

17.: Die Reservisten vom South Beach machen es besser. Erst läuft Gerald Green heiß, dann übernimmt Beno Udrih das Zepter und führt die Heat wieder zum Ausgleich - 36:36.

23.: Und wie im ersten Viertel fällt bei Miami zum Ende des Abschnitts wieder ziemlich wenig. Dragic mit der nächsten Fahrtkarte (0/6 FG). Der Dunkversuch von Jeff Green fällt mit Glück in den Korb. Es sind schon die Punkte 15 und 16 für den Swingman. 56:46 Memphis.

29.: Lee erhöht den Vorsprung mit fünf schnellen Punkten für den nächsten kleinen Lauf. Wade lässt Gasol alt aussehen und legt für zwei Punkte ein. Miami fehlen ansonsten die Ideen. 67:54 Grizzlies.

35.: Dragic punktet per Drive inklusive Becker-Hecht. Anschließend verwandelt Bosh in Transition den Layup, doch Jeff Green bringt die tobende Meute erstmal wieder mit einem Dreier aus der Ecke zum Schweigen. Nur noch 78:69 für Memphis.

42.: Enge Kiste jetzt! Chalmers will hier das Spiel entscheiden. Erst punktet er per Zweier und nach Randolph altmodischem Dreipunktspiel zieht Super Mario elegant das Foul gegen Whiteside und trifft auch den Freiwurf. 89:79 Grizzlies.

48.: Ja gibt's das denn? Wade punktet per Layup und schließt dann einen 9:0-Lauf der Heat mit einem langen Jumper ab und bringt Miami erstmals seit den Anfangsminuten in Führung. Memphis verliert im letzten Angriff kläglich den Ball und kann nur noch foulen. Miami gewinnt! Wahnsinn! 100:97der Endstand.

Miami Heat vs. Memphis Grizzlies: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Dwayne Wade. In der ersten Halbzeit war der Altmeister der Heat kaum präsent - wenn, dann durch lange Fehlwürfe. Anscheinend hatte er Körner für das vierte Viertel gespart, denn dort zeigte er seine Klasse. Im Alleingang drehte er das Spiel und stahl den Grizzlies den Sieg. Seine Leaderqualitäten sagen mehr als die Statline von 14 Punkten, 4 Rebounds und 2 Assists.

Der Flop des Spiels: Mike Conley. Der Point Guard der Grizzlies fand zu keiner Zeit richtig ins Spiel und wirkte wie ein Fremdkörper. Er kam lediglich auf 9 Punkte (4/11 FG), doch entscheidend waren seine beiden schlechten Entscheidungen in der Endphase. Erst schloss er einen Angriff viel zu früh ab anstatt die Zeit herunterlaufen zu lassen, in der letzten Possession leistete er sich den haarsträubenden Fehlpass, sodass den Grizzlies der letzte Wurf verwehrt blieb.

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Das fiel auf:

  • Tony Allen verletzte sich kurz vor dem Spiel und konnte daher nicht mitwirken. So stand Lee mal wieder in der ersten Fünf, Randolph kam zudem ungewöhnlicherweise von der Bank. Miami-Coach Erik Spoelstra überraschte zum Start mit interessanten Cross-Matchups, unter anderem verteidigte Bosh gegen Barnes.
  • Mario Chalmers wurde vor dem Spiel mit einem Video für seine sieben Jahre in Miami geehrt. Per Trade schickten ihn die Heat vor rund vier Wochen zu den Grizzlies, im Gegenzug kam Beno Udrih nach Florida. Über den Backup-Guard der Hausherren wurde im Gegnsatz zu Super Mario kaum gesprochen.
  • Beide Teams leisteten schwache Defensivarbeit und erlaubten viel zu viele einfache Punkte. Eine Folge der zahnlosen Verteidigung: Erst nach 16 Minuten stand Miami erstmals an der Freiwurflinie. Am Ende kamen die Gastgeber noch auf 23 Freebies, Memphis jedoch nur auf 14 Versuche von der Linie.
  • Miami gestattete den Grizzlies über drei Viertel eine unglaublich hohe Feldqurfquote, doch das schwache vierte Viertel ließ Memphis' Effizienz auf 52 Prozent sinken. Umgekehrt trieb die Schlussphase sowohl Miamis Quote aus dem Feld (48 Prozent) als auch von der Dreierlinie (32 Prozent) nach oben.
  • Hassan Whiteside, dem besten Shotblocker der Liga, gelang gegen die Grizzlies nicht eine einzige Rejection. Miami hatte nur einen Block auf dem Konto - und der kam von Rookie Justise Winslow.

Der Spielplan im Überblick

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