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NBA

Kurzer Kobe-Glanz bei George-Show

Von SPOX
Paul George (l.) stellte Kobe Bryant (r.) spielerisch in den Schatten
© getty

Memphis Grizzlies (10-8) - Philadelphia 76ers (0-18) (BOXSCORE)

Beinahe im Gleichschritt mit den Warriors eilen die Sixers in entgegengesetzter Richtung von Rekord zu Rekord. Nach der neuerlichen Niederlagen gegen die Grizzlies hat Philadelphia den Startrekord von 18 Niederlagen am Stück, den die glorreichen New Jersey Nets 2009/2010 aufstellten, eingestellt und die saisonübergreifende Niederlagenserie auf 28 Pleiten ausgebaut.

Dabei kann man den 76ers kaum fehlenden Einsatz vorwerfen. Wie schon in einigen Spielen zuvor war Philly nah dran am ersten Saisonsieg, doch ein schwaches letztes Viertel, das die Grizzlies mit 28:17 für sich entschieden, brachte letztendlich doch die Pleite. Entscheidet war wieder einmal die enorm hohe Fehlerquote.

In einem Spiel, in dem sich beide Teams enorm viele Ballverluste erlaubten, waren es die Sixers, die sich am Ende durch blöde Turnover um den Lohn brachten. Philadelphia stand am Ende bei 27 Ballverlusten, Memphis bei 26. "Wir wussten, dass wir nicht in ein Halfcourt-Duell mit diesem playofferfahrenen Team gehen können, also haben wir aufs Tempo gedrückt", suchte Philly-Coach Brown nach einem Grund für die Fehleranfälligkeit.

Grizzlies-Coach Joerger sprach dagegen von der Unkonzentriertheit seines Teams, das angeführt von Mike Conley (20 Punkte, 6/14 FG) und Zach Randolph (17 Punkte, 11 Rebounds) die Blamage abwendete. Den Sixers blieb am Ende aber auch eine positive Statistik: Robert Covington (12 Punkte, 7 Rebounds, 7 Steals) holte im dritten Spiel in Folge mindestens sechs Steals. Das gelang zuletzt Alvin Robertson 1986. Rookie Jalil Okafor verpasste mit 9 Punkten und 13 Rebounds knapp das Double-Double.

New York Knicks (8-10) - Houston Rockets (7-10) 111:116 OT (BOXSCORE)

Die Berg- und Talfahrt der Knicks in dieser Saison geht weiter und sie offenbarte sich in nur einem Spiel. Lange Zeit sahen die Knickerbockers im heimischen Madison Square Garden wie der sichere Sieger aus, ließen sich aber im letzten Viertel von den Rockets den Schneid abnehmen, obwohl James Harden (26 Punkte, 10/28 FG, 0/7 Dreier) fast nur Backsteine warf. So stand am Ende trotz couragierter Leistung die vierte Niederlage in Folge.

Die Texaner holten im Schlussviertel einen Rückstand von 14 Punkten auf. Als der starke Marcus Thornton (18 Punkte, 6/11 FG) 32 Sekunden vor Schluss aus der Distanz versenkte, war das Spiel, das die Fans im MSG schon fast als Sieg gefeiert hatten, ausgeglichen. New York brachte den Spalding nicht mehr in den Korb, so dass es in die Overtime ging, wo Houston schließlich den Schwung mitnahm.

Trevor Ariza (16 Punkte, 7 Rebounds) sorgte am Ende mit einem Dreier gut eine Minute vor Ende der Verlängerung für die Entscheidung. Dabei trafen die Knicks bis zum Schluss hochprozentig und standen sogar am Ende noch bei 57,7 Prozent verwandelten Feldwürfen, doch New York schmiss zu häufig den Ball weg (23:8 Turnover). Gerade Jose Calderon (5 Ballverluste) offenbarte ungewohnte Probleme.

Immerhin konnte sich Derek Fisher darüber freuen, dass sein lettischer Rookie mal wieder eine formidable Leistung aufs Parkett zauberte. Kristaps Porzingis kam auf 20 Punkte, 13 Rebounds und 2 Blocks, allerdings wurde der Zinger bei einem spektakulären Slam Dunk von Dwight Howard auch böse mit aufs Poster genommen. New Yorks Bester war außerdem ein anderer Spieler: Aron Afflalo erzielte 31 Punkte (13/10 FG).

Los Angeles Lakers (2-14) - Indiana Pacers (11-5) 103:107 (BOXSCORE)

Kurz vor dem Heimspiel gegen die Pacers hatte Kobe Bryant sein Karriereende bekanntgegeben. Dementsprechend war man gespannt auf den Empfang der Black Mamba im Staples Center. Dabei bekam jeder Zuschauer in L.A. noch einmal einen persönlichen Brief von Bryant in die Hand gedrückt. Vor dem Spiel wurde der Shooting Guard dann mit Standing Ovations gefeiert.

Auf dem Court lief es für den 37-Jährigen dann so wie schon fast die gesamte Saison über: sehr bescheiden. Paul George dachte bei allem Respekt gar nicht daran in der Deckung gegen Kobe nachzulassen. Die Nummer 24 der Lakers nahm trotzdem mal wieder viele Würfe, blieb aber auch erneut glücklos und ließ erahnen, warum der Körper in dieser Saison nicht mehr mitmacht. Am Ende stand Bryant bei 4 von 20 verwandelten Feldwürfen und 13 Punkten.

In der Schlussphase kam dann allerdings noch doch einmal der Glanz vergangener Tage auf. Die Lakers rafften sich zusammen und holten im Schlussviertel einen 22-Punkte-Rückstand auf. 14 Sekunden vor Schluss brachte Bryant sein Team schließlich mit einem überragenden Dreier über George auf 104:103 heran. Doch der einmal mehr beeindruckende Paul George (39 Punkte, 10/21 FG), der im dritten Spiel in Folge mehr als 30 Punkte erzielte, blieb eiskalt von der Freiwurflinie und schließlich scheiterte Bryant mit einem zweiten heldenhaften Dreierversuch. Airball.

Das Lakers-Comeback angeführt hatten sowieso andere Spieler. Jordan Clarkson zum Beispiel, der mit 22 Punkten, 10 Rebounds und 6 Assists glänzte, oder Nick Young, der von der Bank kommend 22 Punkte (6/14 FG) beisteuerte. Sie alle konnten gegen die Nervenstärke von George, der im November bei durchschnittlich 28,8 Punkten und 8,6 Rebounds steht, nichts ausrichten. So rettete der Flügelspieler Indiana den Sieg über die Zeit.

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