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NBA

Starker Rose schießt die Thunder ab

Von SPOX
Derrick Rose (l.) war mit 29 Punkten der überragende Mann bei den Bulls
© getty

Derrick Rose dreht gegen die Thunder in den letzten Minuten groß auf und führt die Bulls fast im Alleingang zum Sieg über Durant und Westbrook. Auch Dwyane Wade sorgt mit einem ganz besonderen Highlight für Furore, während Tibor Pleiß die nächsten Mini-Schritte in der NBA macht.

Chicago Bulls (4-2) - Oklahoma City Thunder (3-3) 104:98 (BOXSCORE)

Es gibt relativ wenige Spieler in der Association, über die so viel und kontrovers diskutiert wird wie über Derrick Rose. Kommt der Bulls-Spielmacher jemals an seine MVP-Form ran? Wird er überhaupt jemals wieder der Anführer seines Teams? Gegen die Thunder jedenfalls zeigte der Maskenmann, dass er es definitiv noch drauf hat. D-Rose war nicht nur Topscorer der Bulls mit 29 Punkten (12/25 FG), vielmehr noch war er es, der für die Entscheidung in einem hochspannenden Match sorgte.

Die Bulls waren im letzten Viertel bereits mit zehn Punkten Vorsprung vorne, als die Thunder angeführt von den abermals starken Kevin Durant (33 Punkte, 3/6 Dreier) und Russell Westbrook (20 Punkte, 8 Rebounds, 10 Assists) zur Aufholjagd bliesen. Dreieinhalb Minuten vor Schluss war das Spiel dank eines langen Zweiers von Durant schließlich ausgeglichen. 92:92.

Dann allerdings schlug die Stunde von Rose. Innerhalb von etwas mehr als zwei Minuten erzielte der Point Guard zehn Punkte in Folge, so dass die Bulls eine Minute vor Schluss wieder mit 102:96 vorne waren. Als Taj Gibson dann auch noch den Layupversuch von Westbrook blockt, war die Entscheidung im stets engen Spiel da.

Dabei hatte sich Chicago zuvor für eine Arbeitsteilung a la Thunder entschieden. Während Rose im letzten Abschnitt übernahm, war es Jimmy Butler, der im ersten Durchgang dominierte. 21 seiner 26 Punkte erzielte Jimmy Buckets in der ersten Halbzeit, in der er auch 3 seiner 4 Dreierversuche reinknallte. So besiegelte das Backcourt-Duo die dritte Thunder-Niederlage in Folge.

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Minnesota Timberwolves (2-2) - Miami Heat (3-2) 84:96 (BOXSCORE)

"Spieler müssen sich ihrem Alter anpassen und er ist so wie ein guter Wein" - Wenn Heat-Coach Erik Spoelstra sich zu derart umwundenen Aussagen hinreißen lässt, dann kann nur von einem seiner Schützlinge die Rede sein: Dwyane Wade. Der 33-jährige Shooting Guard, der im letzten Spiel gegen die Hawks noch mit Migräne zu kämpfen hatte, war in Minnesota schon wieder ganz der Alte und narrte die unerfahrenen Timberwolves gleich etliche Male.

Mit 25 Punkten (11/19 FG) avancierte Wade zum besten Punktesammler des Spiels, zudem klaute er den unbeholfenen Wölfen dreimal die Kugel. Das Highlight von Wades Gala-Auftritt war allerdings ein Buzzer-Beater aus dem Halbfeld am Ende der ersten Halbzeit, zu dem Wade direkt nach dem Spiel meinte: "Das war ein toller Moment. Ich habe es schon auf Instagram gesehen."

Die Finesse von Wade alleine war schon zu viel für die Timberwolves, die an diesem Abend Backsteine warfen. Gerade einmal 35 Prozent der eigenen Feldwürfe fanden den Weg ins Ziel. Gerade Rookie Karl-Anthony Towns (6 Punkte, 3/13 FG) hatte böse zu kämpfen. Shabazz Muhammad, der mit 14 Punkten Topscorer von der Bank war, hatte die Ursache für die Probleme Minnesotas erkannt und offenbarte: "Wir haben nicht wie ein Team gespielt, sondern wie ein Haufen Individualisten. Das müssen wir noch lernen."

Die Heat dagegen hatten den Teamgedanken eingeimpft. In der Abwesenheit von Sixth Man Gerald Green, der gestern aus bisher unbekannten Gründen ins Krankenhaus eingeliefert wurde, punkteten alle Starter zweistellig. Chris Bosh kam mit 16 Punkten und 12 Rebounds auf ein Double-Double, Goran Dragic erzielte 18 Zähler.

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Denver Nuggets (2-3) - Utah Jazz (3-2) 84:96 (BOXSCORE)

Zweites NBA-Spiel für Tibor Pleiß! Zugegebenermaßen stand der große Mann aus Bergisch Gladbach nicht einmal eine Minute auf dem Feld und hatte den Spalding auch nicht nicht wirklich in den Händen, aber im Boxscore erschien zum zweiten Mal in der noch jungen Karriere des Deutschen nicht das ungeliebte "DNP - Coach's Decision".

Die Hauptprotagonisten in Denver waren andere Spieler. Pleiß' Frontcourt-Kollege Rudy Gobert zum Beispiel. Der Jazz-Center tut sich vorne in dieser Saison zwar weiterhin schwer und erzielte nur 8 Punkte (2/8 FG), hinten hielt er mit 3 Blocks und 16 Rebounds aber die Schotten dicht und war mitverantwortlich dafür, dass die Nuggets lediglich 38,9 Prozent ihrer Feldwürfe versenkten.

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Die Jazz machten es dagegen offensiv etwas besser als das Heimteam. Vor allen Dingen aus der Distanz war Utah brandgefährlich (11/24 Dreier), was neben Topscorer Gordon Hayward, der insgesamt 20 Punkte (2/5 Dreier) auflegte, vor allem an der starken Leistung der Bankspieler lag.

Die Second Unit der Jazz zeichnete sich für insgesamt 52 der 96 Punkte verantwortlich, wobei Trevor Booker (13 Punkte) sowie Trey Burke und Alec Burks (je 12) zweistellig punkteten. Bei den Nuggets sah das nicht ganz so gut aus. Danilo Gallinari (18 Punkte, 6/12 FG) erhielt zu wenig Unterstützung, auch weil Rookie Emmanuel Mudiay weiterhin nach seinem Wurf sucht (8 Punkte, 2/8 FG).

Portland Trail Blazers (4-2) - Memphis Grizzlies (3-3) 115:96 (BOXSCORE)

So richtig in Fahrt kommen die Grizzlies weiterhin nicht. Nach dem überzeugenden 103:89-Erfolg gegen die Kings gab es von einem weiteren Western-Conference-Konkurrenten prompt wieder etwas auf die Nase. Die Trail Blazers legten einen astreinen Start in die zweite Hälfte hin und überrollten die Grizzlies im dritten Viertel förmlich. Mit 40:25 ging dieser Abschnitt an Portland. Von diesem Rückstand erholten sich die Grizzlies nicht mehr.

Vor allen Dingen Damian Lillard fing in dieser Phase Feuer. 14 Punkte legte der Point Guard im dritten Viertel auf und versenkte dabei vier Dreier. Generell warfen sich die Trail Blazers in einen Rausch und die sonst so stark verteidigenden Grizzlies sahen hilflos zu. Am Ende stand Portland bei 50,6 Prozent aus dem Feld und überragenden 15 von 30 verwandelten Dreiern. Damian Lillard, der mit 27 Punkten Topscorer des Spiels war, hatte am Ende alleine genauso viele Dreier (7) getroffen, wie alle Grizzlies zusammen (7).

Dabei war Memphis nicht nur in der Verteidigung nachlässig, sondern auch zum wiederholten Male in dieser Saison im Reboundduell (36:47) komplett unterlegen. Mason Plumlee (8 Punkte, 12 Rebounds) und Al-Farouq Aminu (11 Punkte, 10 Rebounds) dominierten den Grizzlies-Frontcourt nach Belieben. Eine beinahe surreale Situation.

Lediglich Zach Randolph rangelte und kämpfte in der Zone gegen die Niederlage. Doch die 16 Punkte und 10 Rebounds des Power Forwards halfen am Ende auch nicht weiter. Schon schnell gab Coach Dave Joerger auf und ließ die Herren JaMychal Green, Jarnell Stokes und Russ Smith etwas Garbage-Time-Luft schnuppern.

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