NBA

Schröder sieht Wall-Show von der Bank

Von SPOX
John Wall brillierte gegen die Atlanta Hawks, bei denen Dennis Schröder nicht mitwirkte
© Getty
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San Antonio Spurs (14-3) - Houston Rockets (13-5) 106:112 (BOXSCORE)

Nachdem unlängst die 11 Spiele andauernde Siegesserie gegen die Thunder gerissen war, mussten die Spurs nun auch die erste Heimniederlage der Saison hinnehmen. Dabei war San Antonio zwischenzeitlich sogar schon mit 23 Punkten hinten, ehe das Team von Gregg Popovich Moral bewies und das Spiel fast drehte. Dabei lieferten sich beide Teams ein hitziges Texas-Derby, bei dem Gregg Popovich ein technisches Foul erhielt, als er Referee Tom Washington wild angebrüllt hatte, weil Rockets-Coach Kevin McHale Tim Duncan während eines Einwurfes in der ersten Halbzeit zu nahe getreten war.

Doch nicht nur Popovich rastete kurzzeitig aus. Auch der ansonsten überragende James Harden (31 Punkte, 10/19 FG, 7 Rebounds, 6 Assists) verlor nach einem nicht gegebenen Foul kurzzeitig die Kontrolle. Während Danny Green, der Harden vorher angeblich gefoult haben sollte, nach der Szene unbedrängt den Slam Dunk im Fastbreak versenken konnte, rannte der wütende Harden auf den Scorers Table zu und schlug wild gestikulierend hart mit der Hand auf den Tisch.

Tony Parker (27 Punkte, 13/27 FG, 8 Assists) und Tim Duncan (20 Punkte, 8 Rebounds) blieben wie gewohnt besonnen, konnten das Spiel letztendlich aber auch nicht mehr drehen. Einer der Hauptgründe für die Niederlage war die Schwäche beim Rebound. Die Rockets entschieden das Reboundduell mit 54:33 sehr deutlich für sich. "Sie haben sich zurückgekämpft. Es wurde sich gerauft und es wurde dreckig. Sie sind sehr physisch mit uns umgegangen, aber unsere Jungs haben am Ende paar wirklich wichtige Punkte gemacht", fasste McHale das Spiel letztendlich treffend zusammen.

Phoenix Suns (9-8) - Utah Jazz (3-15) 104:112 (BOXSCORE)

Nach 10 Spielen war es so weit, die Utah Jazz konnte endlich auch ihren ersten Auswärtserfolg bejubeln. Entscheidenden Anteil daran hatte Rookie Trey Burke. Der Point Guard erzielte 20 Punkte, 6 Rebounds und 3 Assists. Vor allen Dingen war er es, der den Sieg der Jazz mit zwei ganz sicheren Dreiern in den letzten Minuten nach Hause brachte.

"Den Dreier am Ende wollte ich eigentlich gar nicht machen. Ich hatte versucht, in die Zone zu ziehen oder die Defensive zum Zusammenbruch zu bringen, so dass ich den Ball hätte rauspassen können, aber dann stand ich nach einem Screen an der Dreierlinie und hatte auch das Selbstvertrauen, den Wurf zu machen", sagte Burke nach dem Spiel zu seinem Dreier, der die Jazz eine Minute vor Schluss mit 8 Punkten in Front brachte.

Ansonsten agierten die Jazz sehr gleichmäßig. Sieben Spieler punkteten zweistellig. Bei den Suns erzielte Eric Bledsoe im zweiten Spiel nach seinem Comeback 13 Punkte (4/9 FG) von der Bank kommend, Goran Dragic war mit 24 Punkten und 9 Assists bester Punktesammler und Vorlagengeber des gesamten Spiels. Suns-Coach Jeff Hornacek war nach dem Spiel sehr unzufrieden mit seinem Team. "Die Jungs denken, sie könnten einfach rausgehen und gewinnen. So einfach ist das nicht, aber sowas wollen sie nicht hören", schickte der Rookie-Coach einen Rüffel in Richtung seiner Spieler.

Milwaukee Bucks (3-13) - Boston Celtics (7-12) 92:85 (BOXSCORE)

So richtig leicht haben es die von Verletzungen getroffenen Bucks diese Saison wahrlich nicht. Jetzt fällt auch Caron Butler wohl mindestens eine Woche aus. Umso schöner für Milwaukee, dass es nun wenigstens seine 11 Spiele währende Niederlagenserie losgeworden ist. "Es fühlt sich gut an, diese Last von seinen Schultern zu haben. Ganz besonders für uns, da wir sowieso schon Pech mit Ausfällen haben und einige Jungs nicht auf ihren angestammten Positionen spielen", sagte Bucks-Coach Larry Drew nach dem Spiel.

Garant für den Erfolg war das Backcourt-Duo der Bucks. Die beiden Neuzugänge Brandon Knight (20 Punkte, 9 Rebounds, 8 Assists) und O.J. Mayo (22 Punkte, 9/14 FG, 2/4 Dreier) zeichneten sich für beinahe die Hälfte aller Milwaukee-Punkte verantwortlich. Griechen-Rookie Giannis Antetokounmpo machte auch ein gutes Spiel und kam auf 10 Punkte, 7 Rebounds und 4 Assists.

Celtics-Guard Avery Bradley (9 Punkte, 4/15 FG) wusste nach Spiel ziemlich schnell, worin die Ursache für die Niederlage lag. "Wir definitiv genug Möglichkeiten, aber wir haben es nicht geschafft, sie auszunutzen. Nahezu jeder Dreier, den wir genommen haben, war komplett offen, wir haben leider nur kaum einen getroffen", sprach Bradley das Hauptproblem an. Nur 4 von 19 Distanzwürfen konnten die Celtics verwandeln. Auch der ansonsten starke Jared Sullinger (21 Punkte, 14 Rebounds) traf nur einen seiner 5 Dreierversuche.

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