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NBA

Erst Chris Paul, jetzt auch noch Blake Griffin

Von SPOX
Blake Griffin verpasste das Spiel seiner L.A. Clippers gegen die Washington Wizards
© Getty

Miami Heat (31-14) - Charlotte Bobcats (11-36) 99:94

Die Bobcats wehrten sich nach Kräften, erzielten gar 31 Punkte im letzten Viertel. Aber wenn der Gegner Miami Heat heißt und einen LeBron James dabei hat, reicht auch das nicht unbedingt.

James erzielte 31 Punkte, 8 Rebounds und 8 Assists und vor allem: Er war so heiß wie noch nie. Der Superstar traf 13 seiner 14 Würfe, nur ein kurzer Jumper ging daneben. "Dabei wurde ich eigentlich gefoult, aber das kann mich sonst auch nicht aufhalten", ärgerte sich James über den knapp verpassten perfekten Abend.

Chris Bosh trug 23 Zähler bei, und wo wir schon bei Bestleistungen sind: Dwyane Wade sammelte neben seinen 20 Punkten auch 12 Rebounds - Season-High. "Ich habe viele meiner eigenen Fehlwürfe wieder eingesammelt", so Wade. "Mein Wurf wollte nicht fallen, also bin ich aggressiv zum Brett gegangen und so einen Weg gefunden, unser Spiel positiv zu beeinflussen."

Shane Battier krönte den neunten Heimsieg in den letzten zehn Spielen mit seinem ersten Dunking nach über vier Jahren. "Davon werde ich vielleicht eine DVD machen", lachte der Routinier. Der Sieg über Charlotte war das erste Spiel einer Fünferserie an Heimauftritten, Platz im Osten ist derzeit nicht in Gefahr: Die Heat sind gut drauf.

Minnesota Timberwolves (18-27) - Portland Trail Blazers (25-23) 98:100

Es sah lange Zeit nach einer klaren Angelegenheit für die Blazers aus. LaMarcus Aldridge (25 Punkte, 13 Rebounds) spielte groß auf, die Blazers führten klar - doch dann kamen die Ballverluste und Ricky Rubio.

Die Gäste verursachten satte 28 Turnover, Negativrekord in dieser Saison. Rubio verteilte im Schlussviertel 10 Assists und kam am Ende auf 15 Punkte und 14 Vorlagen. Bei der 12. Niederlage im 14. Spiel war dies für die Wolves der große Lichtblick. "Wir müssen einfach mit mehr Energie spielen. Das erste Viertel war furchtbar, da hat jegliches Feuer gefehlt", so der Spanier.

In der Tat rannte der Gastgeber von Anfang an einem Rückstand hinterher, fand keine Antwort auf Aldridge - und hätte doch um ein Haar gewonnen. Wäre da nicht dieser Aldridge plötzlich auch in der Defense zur Stelle gewesen: Wenige Sekunden vor Schluss blockte er Rubio vermeintlichen Siegschuss, Dante Cunninghams Versuch im Anschluss war viel zu kurz.

"Wir müssen davon ausgehen, dass wir unter Druck geraten", so Portlands Coach Terry Stotts. "Haken wir das als Lehrstunde in der Hinsicht ab. Auswärts zu gewinnen ist nie einfach, umso besser fühlt sich der Sieg an." Neben Aldridge überzeugten vor allem Damian Lillard (21) und Wes Matthews (22), dessen Knöchelprobleme der letzten Tage offenbar vergessen sind.

Utah Jazz (27-22) - Sacramento Kings (17-33) 98:91 OT

Dieser DeMarcus Cousins bleibt ein Rätsel. So viel Talent, so viel mangelnde Selbstbeherrschung. Der Center führt die Liga ohnehin in punkto technische Fouls an, gegen Utah stritt er mal wieder mit den Schiedsrichtern und wurde zur Halbzeit komplett disqualifiziert.

Und trotzdem waren die Kings in der Lage, bei den Jazz mitzuspielen. Das spricht einerseits dafür, dass die Kings jede Menge Talent haben. Jason Thompson etwa kam auf 23 Punkte und 10 Rebounds, Tyreke Evans auf 20 Punkte und Isaiah Thomas auf 17.

Andererseits darf man nicht vergessen, dass der Gastgeber mit Mo Williams, Earl Watson und Gordon Hayward auf drei wichtige Backcourt-Spieler verzichten musste.

Dafür sprang Alec Burks mit einem Season-High von 14 Punkten adäquat in die Bresche, Al Jefferson verbuchte ein Double-Double (15 Punkte, 12 Rebounds). Und in der Overtime trumpfte Randy Foye auf: Der Guard machte 6 seiner 20 Zähler in der Verlängerung.

Da waren auch 22 Turnover (Season-High) der Jazz zu verkraften. Übrigens: Jimmer Fredette, als Student an der BYU ein Held in Utah, wurde mit einer Mischung aus Buhrufen und Jubelstürmen empfangen. Im Spiel war er in 13 Minuten völlig blass (0/5 aus dem Feld, 3 Turnover).

Philadelphia 76ers (21-26) - Orlando Magic (14-34) 78:61

Zum ersten Mal seit Ende November gewann Philly drei Spiele in Folge, Spencer Hawes (21 Punkte, 14 Rebounds) und Jrue Holiday (13 Punkte, 14 Rebounds) überzeugten - und doch konnten die 76ers auch diesen Erfolg nicht vollends genießen.

Denn Thaddeus Young verletzte sich vor den Augen von Sixers-Edelfan Will Smith in der ersten Hälfte am linken Oberschenkel und droht längerfrisitg auszufallen. "Das war ein Pflichtsieg, aber die Verletzung von Thad tut unglaublich weh", war Coach Doug Collins geknickt. Nick Young fügte hinzu: "Er ist eine der Säulen unserers Teams. Ihn gerade jetzt nicht dabei zu haben, wo wir einen Playoff-Run starten wollen, schmerzt."

Wenigstens scheint Andrew Bynum auf Kurs zu sein, Mitte Februar endlich sein lang erwartetes Debüt für Philly geben zu können. Aufgrund von Knieverletzungen hat der Center noch kein Spiel für seinen neuen Klub gemacht.

Freilich: Von Ausfällen kann Orlando ein Lied singen. Arron Afflalo, Jameer Nelson, J.J. Redick, Glen Davis, DeQuan Jones und Al Harrington fehlten in der Stadt der brüderlichen Liebe, die Starting Five las sich wie ein besseres D-League-Lineup.

E'Twaun Moore war mit 18 Punkten bester Magic-Spieler, die Rookies Andrew Nicholson (11) und Moe Harkless (10) punkteten ebenfalls zweistellig.

Der NBA-Spielplan im Überblick

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