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NBA

Chancenlose Magic: Pflichtsieg für Mavs

Von SPOX
Dirk Nowitzki hatte Probleme mit seinem Wurf, was zählt ist aber der Sieg über die Orlando Magic
© Getty

 

Houston Rocktes (30-26) - Oklahoma City Thunder (39-15) 122:119 (BOXSCORE)

"Wenn er nicht in der MVP-Diskussion ist, dann weiß ich es auch nicht. Was muss er denn noch machen?", fragte Jeremy Lin nach dem Sieg seiner Rockets über die Thunder. Natürlich zielte diese Aussage auf seinen Backcourt-Partner James Harden ab, der im dritten Versuch den ersten Sieg gegen sein Ex-Team einstrich - und mit einem Career-High von 46 Punkten natürlich bester Mann seines Teams war.

"Selbst die freien Würfe, die ich bekommen habe, habe ich wegen ihm bekommen", ergänzte Point Guard Lin (29 Punkte, 6 Rebounds, 8 Assists). Coach Kevin McHale brachte es auf den Punkt: "Er ist eine phänomenale Offensivwaffe. Er kann ziehen, schießen. Wenn er den Ball bekommt, ist er praktisch nicht zu verteidigen."

Ein grandioser Harden, der nebenbei auch noch 8 Rebounds und 6 Assists einstrich sowie 7 Dreier verwandelte, startete im vierten Viertel ein furioses Comeback seiner Rockets, bei dem neben Lin vor allem Chandler Parsons (17) mithalf.

"Ich habe den Jungs gesagt, dass es gegen dieses großartige Team nicht einfach wird", so Harden selbst. "Aber wir mussten sowohl offensiv besser werfen als auch defensiv mehr tun. Wir haben am Ende zum richtigen Zeitpunkt das richtige gemacht."

Die Zahlen der Thunder lasen sich am Ende hervorragend: Fünf Spieler punkteten zweistellig, Thabo Sefolosha und Russell Westbrook machten je 28 Punkte, der Spielmacher kam zudem auf 10 Rebounds und 8 Assists. Kevin Durant verbuchte mit 16 Punkte, 12 Rebounds und 11 Assists ein Triple-Double, Serge Ibaka (16) verbuchte 5 Blocks.

"Aber wir waren am Ende kalt, sie waren heiß. Sie haben verteidigt, wir nicht", fasste ein frustrierter Durant das Spiel zusammen. Houston gelang mit diesem Erfolg über einen absoluten Titelkandidaten ein Nadelstich gegen die Mavs und Lakers, die beide zwar am gleichen Abend Siege einstrichen, aber wohl nicht damit gerechnet haben werden, dass der Konkurrent um einen Playoff-Platz den Vorsprung verteidigen würde.

Der Erfolg war umso beeindruckender, weil Patrick Patterson, Toney Douglas, Cole Aldrich und Marcus Morris allesamt nicht zum Einsatz kamen. Die Rockets fädelten am Abend laut Yahoo! Sports zwei Trades ein, bei dem drei Spieler für Rookie Thomas Robinson, Francisco Garcia und Tyler Honeycutt nach Sacramento wechseln, Morris tut sich im Tausch für einen Zweitrunden-Draft-Pick mit seinem Zwillingsbruder Markieff in Phoneix zusammen.

Charlotte Bobcats (13-41) - Detroit Pistons (22-34) 99:105 (BOXSCORE)

Drei Viertel lang lieferten sich Brandon Knight und Kemba Walker ein schönes Sophomores-Duell, dann nahm der Bobcat seinen Gegner unfreiwillig auf unschöne Weise aus der Partie: Beim Zug zum Korb verlor Walker den Ball und hechtete hinterher. Doch weil Knight die Kugel schon aufgenommen hatte und den Fastbreak starten wollte, sprang ihm Charlottes Topscorer (24) ins Bein.

Dabei überdehnte Knights rechtes Knie. Er versuchte es im vierten Viertel noch mal, aber nach kurzer Zeit war die Partie für den jungen Guard endgültig beendet. Bis dahin hatte er 21 Punkte erzielt und war auf dem Weg, der Mann des Abends zu werden.

Trösten konnte sich Knight am Ende immerhin damit, dass sein Team den Sieg sicherte. Greg Monroe und Jose Calderon (17) machten die letzten 15 Punkte für die Pistons, insbesondere der Big Man war in den letzten Minuten der Partie Dreh- und Angelpunkt seines Teams.

"Es ist schwer, einen Spieler von seinem Kaliber zu stoppen, wenn er gut drauf ist", befand Charlottes Ramon Sessions. Monroe kam am Ende auf 19 Punkte, 7 Rebounds und 7 Assists. Knight war entsprechend zufrieden: "Ich hätte gern weitergespielt, aber manchmal muss man eben auf seinen Körper hören. Wie haben gewonnen, das ist die Hauptsache."

Cleveland Cavaliers (17-37) - New Orleans Hornets (19-36) 105:100 (BOXSCORE)

Die Kyrie-Irving-Show geht auch im regulären Spielbetrieb weiter. Nach einem märchenhaften All-Star Weekend, bei dem er in der Rising Stars Challenge furios aufspielte, den Dreierwettbewerb gewann und im All-Star Game mitunter groß aufspielte, zeigte der Point Guard auch gegen New Orleans seine ganze Klasse.

35 Punkte bei starker Quote (13/22), 5 Rebounds, 7 Assists: Das kann sich sehen lassen. Allein 20 seiner Punkte machte Irving, als es drauf ankam - im vierten Viertel. Irvings Qualitäten als Crunchtime-Killer sind mittlerweile kein Geheimnis mehr. "Man kann es in seinen Augen sehen", beschrieb Coach Byron Scott. "Er bekommt dann so ein Funkeln. Wenn dann die ersten ein oder zwei Würfe fallen, geht die Post ab."

Auch der Gegner musste einsehen, dass im anderen Team ein besonderer Spieler unterwegs ist: "Er hat das Heft in die Hand genommen und sein Team zum Sieg getragen", sagte Hornets-Rookie Austin Rivers. Während Cleveland mit seinem Nummer-Eins-Pick des letzten Jahres also alles richtig gemacht hat, sucht der diesjährige Top-Pick noch nach seinem Platz in der NBA.

Anthony Davis kam lediglich auf 12 Punkte (2/7 aus dem Feld) und 4 Rebounds. Außer Ex-BBL-Spieler Brian Roberts (17 Punkte, 7 von 8 aus dem Feld) war aber auch sonst kaum ein Spieler richtig gut drauf.

Milwaukee Bucks (26-27) - Brooklyn Nets (33-22) 94:97 (BOXSCORE)

Erst gestern hatte sich Brooklyn in einem Overtime-Thriller im Barclays Center gegen die Bucks durchgesetzt, jetzt trafen die beiden Mannschaften im Bradley Center schon wieder aufeinander. Und während der Held des ersten Duells Joe Johnson diesmal nur 8 Punkte machte, sprangen Deron Williams (23) und C.J. Watson in die Bresche, Andray Blatche trug ein Double-Double bei (12 Punkte, 12 Rebounds).

Speziell bei Williams war die Grenze zwischen Held und Depp aber fließend. Denn während der Point Guard seine Mannschaft mit einem Dreier und zwei Freiwürfen 1:50 Minuten vor Schluss mit elf Punkten in Führung brachte, machte er nach einem 11:2-Lauf der Hausherren große Fehler.

Zunächst traf er mit zwei Punkten Führung im Rücken nur einen von zwei Freiwürfen, danach foulte er Monta Ellis beim Dreier. "Vielleicht habe ich ihn berührt, aber er muss da sicher nicht so theatralisch fallen", versuchte sich Williams rauszureden."

Zum Glück für die Nets versagten auch Ellis die Nerven, der alle drei Freiwürfe versemmelte. "Es ist nicht immer schön, aber solche Spiele muss man auch erstmal gewinnen", war Williams am Ende zufrieden. Und warum auch nicht? Brooklyn hat jetzt vier Playoff-Teams in Folge geschlagen und rückt den Knicks in der Atlantic Division immer mehr auf die Pelle.

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