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NBA

Trotz Turnover-LeBron - Heat feiern ersten Sieg

Von SPOX
LeBron James und die Miami Heat gewannen bei Elton Brand und den Philadelphia 76ers
© Getty

Das Dream Team der Miami Heat hat einen Tag nach der Auftaktpleite bei den Boston Celtics den ersten Saisonsieg eingefahren. Dwyane Wade, LeBron James und Co. setzten sich bei den Philadelphia 76ers durch. Die New York Knicks gewannen bei den Toronto Raptors - und die Cleveland Cavaliers schlugen völlig überraschend die Celtics.

Philadelphia 76ers (0-1) - Miami Heat (1-1) 87:97

Es ist vollbracht. Die James-Wade-Bosh-Heat haben ihren ersten Saisonsieg eingefahren. Schön war es nicht unbedingt, was Miami wieder so ablieferte.

So verbuchte LeBron James nur mittelmäßige 16 Punkte und leistete sich vor allem 9 Ballverluste. Zusammen mit seinen 8 Ballverlusten aus dem Opener bei den Celtics macht das 17 Turnover in 2 Spielen für den King. Das zeigt wohl eindeutig, dass die Heat noch eine ganze Weile brauchen werden, um sich zu finden. Alles andere wäre aber auch völlig unnatürlich.

Der Sieg bei den Sixers war trotz der Probleme im Prinzip total ungefährdet. Vor allem aus zwei Gründen. 1. Dwyane Wade, in Boston noch schwach, war mit 30 Punkten der beste Mann auf dem Feld. 2. Von der Heat-Bank kam Scharfschütze James Jones (20 Zähler) ins Spiel und verwandelte sechs Dreier.

Mit einem guten letzten Viertel (33:17) verschönerten die Sixers das Ergebnis noch, mehr war aber für das Team von Doug Collins nicht drin. Positiv: Rookie Evan Turner überzeugte bei seinem NBA-Debüt mit 16 Punkten (7/10), 7 Rebounds und 4 Assists.

Toronto Raptors (0-1) - New York Knicks (1-0) 93:98

Wenn Amare Stoudemire und die Knicks in dieser Saison in die Playoffs kommen wollen, dann müssen Spiele wie das in Toronto gewonnen werden. Insofern war der Saisonauftakt der New Yorker schon mal ein voller Erfolg. Stoudemires Leistung (19 Punkte, 10 Rebounds, aber auch 9 Turnover) war allenfalls solide, der Mann des Spiels hieß Wilson Chandler.

Der 23-Jährige verlor seinen Platz in der Starting Five an Rookie Landry Fields, auch weil Coach Mike D'Antoni sich von Chandler Firepower von der Bank versprach. In Toronto ging das perfekt auf. Chandler war mit 22 Punkten Topscorer der Knicks, dazu kamen 8 Rebounds, 2 Blocks und in Hälfte zwei exzellente Defense gegen Andrea Bargnani. Der italienische Raptors-Star hatte den Knicks in den ersten 24 Minuten 18 Punkte eingeschenkt, danach waren es gegen Chandlers Defense nur noch 4.

Raymond Felton feierte mit 15 Punkten, 6 Rebounds und 6 Assists außerdem ein ordentliches Debüt als neuer Knicks-Spielmacher. Der erste richtige Härtetest folgt für NY aber erst am Freitag. Dann geht es nach Boston.

Cleveland Cavaliers (1-0) - Boston Celtics (1-1) 95:87

Was geht denn jetzt ab? Die Cavaliers sollten nach dem Abgang von LeBron James doch zur Lachnummer der Liga verkommen. Schlechtestes Team überhaupt und so. Von wegen. Schlagen die zum Auftakt einfach mal die Celtics. Hut ab!

Boston führte vor dem Schlussviertel noch mit 5 Zählern Vorsprung (73:68), hatte einer starken Cavs-Mannschaft dann in den letzten 12 Minuten aber nichts entgegenzusetzen (14:27). J.J. Hickson war mit 21 Punkten Topscorer einer ausgeglichenen Cavs-Truppe. Daniel Gibson erzielte beispielsweise alle seine 16 Punkte in der zweiten Hälfte. "Dieser Sieg war für die Stadt. Dieser Sieg war für die Fans, um sie wissen zu lassen, dass sie hier immer noch guten Basketball sehen können. Und dass sie hier Siege sehen können", sagte Antawn Jamison.

Bei den fehlerhaften Celtics (19 Turnover) war Rajon Rondo mit 18 Punkten und 9 Assists noch der beste Mann. "Wir haben sie etwas zu sehr auf die leichte Schulter genommen", musste Shaquille O'Neal nach dem Spiel zugeben.

Oklahoma City Thunder (1-0) - Chicago Bulls (0-1) 106:95

Auch ohne den verletzten Carlos Boozer hielten die Bulls die Partie in Oklahoma City lange offen. Derrick Rose (28 Punkte, 6 Assists) war lange Zeit nicht zu stoppen, erst als er in Foul-Probleme geriet, kühlte der Bulls-Star ab. Unterstützung hatte Rose vor allem in Person von Joakim Noah, der ein starkes Double-Double (18 Punkte, 19 Rebounds) auflegte.

Dass es am Ende nicht zum Sieg für Chicago reichte, lag in erster Linie an der Klasse der Thunder. An der Klasse von Kevin Durant (30 Punkte) und Russell Westbrook (28 Punkte, 10 Rebounds, 6 Assists). Beide waren hauptverantwortlich für einen späten 11:0-Run der Thunder - und beide sorgten während dieses Laufs mit Slam-Dunks für echte Highlights.

Los Angeles Clippers (0-1) - Portland Trail Blazers (2-0) 88:98

Jede Saison das gleiche Spiel: Die Clippers müssen doch jetzt mal die Kurve kriegen. Denkt man sich. Aber dann wird es doch wieder nichts. Gegen Portland reichte es deshalb nicht zu einem Auftaktsieg, weil die Clippers fast nur mit drei Spielern antraten. Eric Gordon (22 Zähler), Blake Griffin (20 Punkte, 14 Rebounds, 9 offensiv) und Rasual Butler (16) gaben alles, Griffin elektrisierte die Fans bei seinem NBA-Debüt wie zu erwarten war mit mehreren spektakulären Dunks, aber vom Rest des Teams kam irre wenig.

Triangle Offense: Wie gut ist Blake Griffin?

Besonders schlecht präsentierten sich Baron Davis (8 Punkte, 3/11) und Chris Kaman (8 Punkte, 11 Rebounds, 4/18 aus dem Feld). Bei den ausgeglicheneren Blazers scorte die komplette Starting Five angeführt von Brandon Roy (22) im zweistelligen Bereich. Zweiter Saisosieg für Portland innerhalb von zwei Tagen. So was nennt man dann einen perfekten Saisonstart.

Die weiteren Spiele aus der Nacht:

New Jersey Nets (1-0) - Detroit Pistons (0-1) 101:98

Topscorer: Brook Lopez (25), Devin Harris (22) - Rodney Stuckey, Tayshaun Prince, Charlie Villanueva (alle 14) - Tracy McGrady: 0 Punkte in 14 Minuten

Top-Rebounder: Derrick Favors (10), Brook Lopez (9) - Ben Wallace (10), Jason Maxiell (6)

Minnesota Timberwolves (0-1) - Sacramento Kings (1-0) 116:117

Topscorer: Luke Ridnour (20), Michael Beasley (17) - Carl Landry, Francisco Garcia (beide 22)

Top-Rebounder: Kevin Love (10), Michael Beasley (7) - Carl Landry (11), DeMarcus Cousins (8)

Memphis Grizzlies (0-1) - Atlanta Hawks (1-0) 104:119

Topscorer: Mike Conley (23), Rudy Gay (21) - Joe Johnson (22), Mike Bibby (19)

Top-Rebounder: Rudy Gay (10), Mike Conley (5) - Zaza Pachulia (11), Al Horford (7)

New Orleans Hornets (1-0) - Milwaukee Bucks (0-1) 95:91

Topscorer: David West (22), Marco Belinelli (18), Chris Paul (17/16 Assists) - Carlos Delfino (19), Corey Maggette (16)

Top-Rebounder: Emeka Okafor (9), David West (7) - Andrew Bogut (15), Drew Gooden (11)

Denver Nuggets (1-0) - Utah Jazz (0-1) 110:88

Topscorer: Carmelo Anthony (23), Arron Afflalo (22) - Deron Williams (17), Paul Millsap (15)

Top-Rebounder: Shelden Williams (16), Carmelo Anthony (7) - Paul Millsap, Francisco Elson (beide 8)

Golden State Warriors (1-0) - Houston Rockets (0-2) 132:128

Topscorer: Monta Ellis (46!), Stephen Curry (25) - Luis Scola (36), Kevin Martin (26)

Top-Rebounder: David Lee (15), Andris Biedrins (11) - Luis Scola (15), Chuck Hayes (8)

San Antonio Spurs (1-0) - Indiana Pacers (0-1) 122:109

Topscorer: Tim Duncan (23), Manu Ginobili (22) - Roy Hibbert (28), Danny Granger (26)

Top-Rebounder: Tim Duncan (12), Antonio McDyess (6) - Roy Hibbert (9), Mike Dunleavy (7)

NBA: Der Spielplan der Saison 2010/2011 auf einen Blick

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