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NBA

Die Nets: Nur noch drei!

Von SPOX
Lawrence Frank und Devin Harris nähern sich mit den Nets einem traurigen Rekord
© Getty

New Jersey bleibt auch im 14. Saisonspiel ohne Erfolg, dem Coach platzt daraufhin der Kragen. Genauso sauer ist der Coach in Indiana. In Washington feiern die Wizards einen emotionalen Sieg - und die Lakers zeigen, wie schlecht man spielen und trotzdem die Knicks besiegen kann.

Washington Wizards (4-9) - Philadelphia 76ers (5-9) 108:107

Die Rückkehr von Sixers-Coach Eddie Jordan nach Washington genau ein Jahr nach seiner Entlassung. Der Zwist zwischen Gilbert Arenas und Caron Butler. Die Themen des Tages waren in Washington klar, doch dann sorgte der Tod von Abe Pollin für einen großen Schock. Der Wizards-Boss verstarb nach langer Krankheit im Alter von 85 Jahren wenige Stunden vor dem Tipoff.

Gespielt wurde dennoch, er hätte es sicher so gewollt, und manche meinen, dass er beim Ausgang seine Finger mit im Spiel hatte. So fand der Dreier von Louis Williams mit dem Buzzer ganz knapp nicht sein Ziel, er konnte an diesem Tag unmöglich reingehen.

"Ich denke, dass Mr. P. wahrscheinlich den letzten Wurf am besten von uns allen verteidigt hat", sagte Wizards-Coach Flip Saunders. Kurz zum Sportlichen: Antawn Jamison war mit 32 Punkten und 14 Rebounds der überragende Mann auf dem Feld. Nick Young kam aus dem Nichts und steuerte 20 Zähler zum Erfolg bei. Arenas lieferte 17 Punkte und 8 Assists.

Neben Williams (26 Punkte) überzeugte bei Philly nur noch Thaddeus Young mit 23 Zählern. Ganz schwach: Elton Brand (4 Punkte, 1/9 aus dem Feld) und Andre Iguodala (12 Punkte, 2/10). Was ist bloß mit Iggy los? Seine Quote aus den letzten drei Spielen (13/49) ist richtig schwach.

Toronto Raptors (7-8) - Indiana Pacers (5-7) 123:112

Die Offensivmaschinerie der Raptors funktioniert auch, wenn Chris Bosh (16 Punkte, 5/19) mal gar nichts trifft und auch Andrea Bargnani (14 Zähler) vergleichsweise blass bleibt. Der Abend in Toronto gehörte den Guards. Jose Calderon (8/11) lieferte 21 Punkte und 7 Assists, Backup Jarrett Jack kam auf 18 Punkte und 6 Assists und leistete sich sogar keinen einzigen Fehlwurf (7/7).

Danny Granger (36 Punkte, 7 Dreier) stemmte sich vergeblich gegen die Pleite der Pacers. Wird dringend Zeit, dass Mike Dunleavy ins Geschehen eingreifen und Granger entlasten kann. Läuft sowieso seltsam in Indiana: 3 Niederlagen, 5 Siege, 4 Niederlagen...

"Ich bin sehr, sehr enttäuscht. Wir haben in Charlotte furchtbar gespielt und die erste Hälfte war heute schon wieder genauso furchtbar", sagte Pacers-Coach Jim O'Brien.

Denver Nuggets (10-4) - New Jersey Nets (0-14) 101:87

Nur noch drei! Nur noch drei! Die Nets verloren, wie nicht anders zu erwarten war, in Denver und kommen dem Negativrekord der Heat und Clippers (0-17) immer näher.

"Ich bin sehr, sehr enttäuscht. Ich schäme mich für unsere Leistung. Wir haben nicht mal unser Bestes versucht", war Nets-Coach Lawrence Frank sauer. Kann gut sein, dass der arme Mann bald seinen Job los ist.

Als nächstes stehen nämlich Spiele in Portland, Sacramento und bei den Lakers auf dem Programm. Sollte New Jersey dann tatsächlich eine 0-17-Bilanz vorweisen können, geht es danach übrigens in einem Heimspiel gegen die Dallas Mavericks...

In Denver standen die Nets von Beginn an auf verlorenem Posten. Die Mischung aus mieser Trefferquote (38,9 Prozent) und miesem Ballhandling (23 Turnovers) ist einfach unschön. Devin Harris und Rafer Alston waren mit je 19 Zählern die besten Punktesammler bei den Nets, bei den Nuggets war wieder einmal Carmelo Anthony (27 Punkte) der Topscorer.

Utah Jazz (7-7) - Oklahoma City Thunder (8-7) 94:104

Sehr starker Sieg für die Thunder. Sehr ärgerliche Niederlage für die Jazz. Gerade, als man dachte, dass Utah in Fahrt kommt, liefert das Team von Jerry Sloan ein extrem schwaches Spiel ab. Vor allem im dritten Viertel (31:16 Thunder) ging nichts bei Deron Williams (10 Punkte, 7 Rebounds, 9 Assists) und Co.

Größtes Problem der Jazz: Die Ballverluste. Wenn sich Williams, Boozer und Millsap zu dritt 17 Stück leisten, kann man kein Spiel gewinnen. Das traditionell so unfassbar heimstarke Utah hat jetzt schon drei Niederlagen vor eigener Kulisse kassiert. Schon etwas merkwürdig. Kevin Durant lieferte 28 Punkte und 8 Assists für die Thunder.

Los Angeles Lakers (11-3) - New York Knicks (3-11) 100:90

Es gibt Mannschaften, die kann man auch schlagen, wenn man von Downtown keinen Möbelwagen trifft (5/21) und 25 Mal den Ball verdaddelt. Haben die Lakers gegen die Knicks bewiesen, dass das geht. Geht vor allem dann, wenn man den Gegner an den Brettern (60:36-Rebounds) dominiert.

Kobe Bryant erzielte 34 Punkte für den Champion, der nach drei Vierteln schon mit über 20 Punkten Vorsprung vorne lag. In einer Phase des Spiels erzielten die Lakers sogar 17 Punkte in Folge, und die Knicks blieben siebeneinhalb Minuten ohne einzigen Punkt.

Andrew Bynum und Ron Artest verbuchten jeweils 17 Zähler für L.A., Wilson Chandler und Nate Robinson machten beide 15 Punkte für NY.

Ergebnisse und Tabelle

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