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MLB Playoffs 2020: Alles Wichtige zu den Wildcard Series der American und National League

Die MLB Postseason 2020 beginnt mit einer neu geschaffenen Wildcard Series mit 16 Teams.

In der National League zogen die Los Angeles Dodgers der Konkurrenz von Anfang an davon und sicherten sich souverän den Top-Seed der Liga. Die zweitbeste Bilanz ging an die San Diego Padres, die als einzige den Dodgers so ein wenig auf den Fersen geblieben sind.

Die meisten Teams in den NL-Playoffs kommen indes aus der NL Central Divison - neben den zwei gesetzten, den Chicago Cubs und St. Louis Cardinals, gesellten sich auch noch die Cincinnati Reds und Milwaukee Brewers über die Wildcard-Plätze dazu.

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MLB: Playoff-Guide zu den National League Wildcard Series

Los Angeles Dodgers (#1, 43-17) vs. Milwaukee Brewers (#8, 29-31)

  • Der Topfavorit kommt aus Los Angeles. Die Zahlen, um dies zu untermauern: 118 Homeruns, 349 Runs und nur 213 kassierte Runs - alles Topwerte in dieser Saison!
  • Die Brewers wiederum erreichten die Playoffs erst am Sonntag kurz vor Toresschluss. Sie haben eine negative Run-Differenz (-17) und profitierten auch vom Scheitern der unmittelbaren Konkurrenz.
  • Beide Teams sahen sich in den Playoffs 2018 in einer dramatischen NL Championship Series, die die Dodgers letztlich in Spiel 7 im Miller Park gewannen. Jene Serie hatte alles. Drama, Spannung und herausragende Leistungen beider Teams. In diesem Jahr allerdings scheinen die Dodgers übermächtig.
  • L.A. stellt allein fünf Spieler mit mindestens 12 Homeruns, angeführt vom neuen Superstar Mookie Betts (16). Zudem werden die zwei Ace-Pitcher Walker Buehler und Clayton Kershaw die ersten beiden Spiele pitchen. Beide sind in sehr guter Verfassung und ausgeruht, da sie beide mit Blessuren ein paar Wochen verpassten im Laufe der Saison.
  • Die Brewers allerdings werden dann gefährlich, wenn es ihnen gelingen sollte, die Spiele lange genug offen zu halten. Am Ende des Spiels nämlich warten die zwei Top-Reliever Devin Williams und Josh Hader, die ein gegnerisches Lineup über mehrere Innings ruhigstellen können.
  • Verletzungstechnisch haben beide Seiten jeweils einen Pitcher, der fehlen wird. Die Dodgers müssen ohne Starter Jimmy Nelson auskommen, die Brewers ohne Reliever Corbin Burnes. Bei den Dodgers ist derweil Third Baseman Justin Turner nach längerer Pause rechtzeitig wieder dabei.

Atlanta Braves (#2, 35-25) vs. Cincinnati Reds (#7, 31-29)

  • Die Reds erreichten erstmals seit 2013 wieder die Postseason, die Braves wiederum verteidigten ihren NL-East-Titel des Vorjahres erfolgreich.
  • Die Braves standen ebenfalls für Power und schlugen 103 Homeruns, die zweitmeisten der Saison. Die 348 Runs waren auch die zweitmeisten, zudem führten sie die MLB sogar mit einer .832 OPS noch vor den Dodgers an.
  • Der spektakulärste Spieler des Teams ist sicherlich Outfielder Ronald Acuna Jr., doch die meisten Homeruns schlug Neuzugang Marcell Ozuna (18). Der beste Hitter insgesamt jedoch ist First Baseman Freddie Freeman (187 wRC+) - will sagen: Die mächtige Offense ruht hier auf mehreren starken Schultern.
  • Dem setzen die Reds allerdings bärenstarkes Pitching entgegen. In Spiel 1 bereits wartet mit Trevor Bauer einer der intelligentesten und analytisch bestens geschulten Starter überhaupt. Bauer (1.73 ERA) gilt als einer der aussichtsreichsten Cy-Young-Kandidaten der National League und dürfte eine besondere Herausforderung sein für das Braves-Team, das mit Max Fried (2.25 ERA) jedoch auch einen äußerst guten Starter ins Spiel schickt.
  • Der Druck in dieser Serie liegt hauptsächlich auf Atlanta, das die längste Postseason-Serien-Durststrecke in der MLB-Geschichte hält. Seit der NLCS 2001 haben sie keine Serie mehr für sich entschieden.

Chicago Cubs (#3, 34-26) vs. Miami Marlins (#6, 31-29)

  • Die Miami Marlins spielen seit 1993 in der MLB und erreichten seither erst zum dritten Mal die Postseason. Ihre ersten zwei Trips in die MLB-Playoffs allerdings endeten triumphal - 1997 und 2003 gewannen sie jeweils die World Series und haben damit freilich die höchste Postseason-Serien-Siegquote in der MLB-Geschichte - 100 Prozent!
  • Gegen die Cubs droht diese makellose Bilanz nun zu enden. Während die Marlins nach dem Verkauf an Bruce Sherman und Hall-of-Famer Derek Jeter mitten im Neuaufbau stecken, wollen die Cubs, die zuletzt 2016 die World Series gewannen, womöglich einen ihrer letzten Angriffe in der aktuellen Besetzung wagen - die Verträge von einigen Leistungsträgern wie etwa Kris Bryant laufen in absehbarer Zeit aus.
  • Während die Cubs vor allem über das Pitching kamen - die Cy-Young-Kandidaten Yu Darvish (2.01 ERA) und Kyle Hendricks (2.88 ERA) ragten heraus -, war es bei den Marlins letztlich vor allem eine starke Phase zur rechten Zeit. Nach einem Corona-Ausbruch zu Saisonbeginn stiegen sie erst spät so richtig in den Spielbetrieb ein und gewannen vor allem auswärts (20-14) ihre Spiele, gaben jedoch 41 mehr Runs ab, als sie erzielten.
  • Will man einen Spieler aus Miami herausheben, dann sicherlich Infielder Brian Anderson, der offensiv wohl die konstantesten Leistungen gezeigt hat.

San Diego Padres (#4, 37-23) vs. St. Louis Cardinals (#5, 30-28)

  • Erstmals seit 2006 stehen die Padres wieder in den Playoffs und ernteten in diesem Jahr die Früchte, die sie in den vergangenen Jahren langfristig gesät hatten. Allen voran ihr Eigengewächs, Shortstop Fernando Tatis Jr. (17 HR), unterstrich sein enormes Potenzial. Zudem steigerte sich Third Baseman Manny Machado in seiner zweiten Saison deutlich, was dem Team einen starken One-Two-Punch beschert.
  • Die Cardinals, die ebenfalls länger aufgrund von Covid-19 aussetzen mussten, retteten sich am vergangenen Wochenende noch in die Playoffs und damit zum zweiten Mal in Serie unter Manager Mike Shildt.
  • Die Padres legten hinter den Dodgers die zweitbeste Run-Differenz der MLB (+84) hin und waren damit sowohl offensiv als auch Pitching-technisch dem großen Favoriten zumindest im Ansatz auf den Fersen. Zudem waren sie zuhause eine Macht (20-11). Die Cardinals dagegen (+11) zeigten gutes Pitching, aber eine eher schwache Offensive, die letztlich gerade gut genug war.
  • Vom Personal her stehen die Padres gut da und hoffen noch auf eine zeitige Rückkehr von Star-Pitcher Mike Clevinger (Ellenbogen). Doch auch ohne ihn wäre das Team in guten Händen. Bei den Cardinals dagegen fehlen mit Miles Mikolas, Dakota Hudson und Carlos Martinez gleich drei zuverlässige Pitcher. Mit Jack Flaherty und dem ewigen Adam Wainwright haben sie aber insgesamt wohl die zwei besten Starter dieser Serie in ihren Reihen.
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