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MLB

Unterschätze nie das Herz eines Giants

Von Marcus Blumberg
Ein ganz wichtiger Faktor: Madison Bumgarner von den Giants
© getty

Bullpen

Greg Holland (CL), Wade Davis, Kelvin Herrera, Brandon Finnegan, Jason Frasor vs. Santiago Casilla (CL), Sergio Romo, Jeremy Affeldt, Javier Lopez, Hunter Strickland

Beide Bullpens sind exorbitant gut und absolut dominant In diesem Oktober. Beide pitchten jeweils 35 Innings, wobei die Giants einen knapp besseren ERA aufweisen (1.78 gegenüber 1.80) und generell leicht bessere Zahlen haben.

Dennoch müssen in diesem Vergleich die Giants einen Minuspunkt hinnehmen, denn im Gegensatz zum Royals-Pen verfügt der der Giants über ein großes Manko: Er gab schon sieben Home Runs ab. Royals-Reliever ließen nur einen einzigen zu. Der Hauptschuldige daran ist Strickland, der schon vier Long Balls zuließ. Ansonsten nehmen sich beide Relief-Riegen nicht viel.

Vorteil: Kansas City

Bänke/Designated Hitter

World Series heißt auch, dass bis zu drei Spiele im National-League-Park steigen werden. Es gibt dann keinen DH. Folglich wird Billy Butler, der diese Rolle bei den Royals bekleidet, zum Pinch-Hitter degradiert. Auf der anderen Seite ist Mike Morse, der mit seinem Pinch-Hit-Homer gegen St. Louis in Spiel 5 den Ausgleich erzielte, ein Kandidat für den DH-Spot im Kauffman Stadium.

Butler macht diesen Job schon länger, hat aber ein schwaches Jahr hinter sich. Er schlug nur neun Home Runs (66 RBI) und ist in dieser Postseason auch noch nicht so richtig angekommen. Morse wiederum war lange Zeit verletzt und gab auch erst in besagtem Spiel 5 nach längerem mal wieder ein Lebenszeichen von sich.

Was den Rest der Bank betrifft, müssen bei KC zwei Spieler herausgestellt werden: Jarrod Dyson und Josh Willingham. Willingham ist der beste Schlagmann von der Bank und Dyson kommt meist spät im Spiel als Pinch-Runner rein, spielt dann Center Field mit Cain im Right Field. Er ist in erster Linie verdammt schnell, hat aber schon seit der Wildcard keine Base mehr gestohlen.

Vorteil: Kansas City

Manager

Ned Yost vs. Bruce Bochy

Yost wurde in den letzten Wochen des Öfteren hinterfragt. Das ging schon los mit dem Wildcard Game. Er nahm Shields schon nach fünf Innings (88 Pitches) aus dem Spiel und brachte mit Ventura einen, der kaum über Relief-Erfahrung verfügte und auch prompt die Führung abgab. Sein Team gewann dennoch, aber wirklich souverän sah das nicht aus, was der Manager da machte.

Bruce Bochy dagegen führte die Giants nun zum dritten Mal in die Postseason. Die ersten beiden Trips endeten mit einer Parade durch San Francisco und protzigen Ringen. Nun steht er wieder in der World Series und scheint auch immer die richtigen Entscheidungen zu treffen, wobei er sich schon fragen lassen muss, warum er immer wieder Strickland auf den Mound schickt. Insgesamt sprechen die zwei Ringe aber für sich.

Vorteil: San Francisco

Prognose

Story-technisch gäbe es in diesem Herbst wohl nichts Schöneres als die Vollendung des Blue Octobers. Die Royals warteten seit dem Titel 1985 auf eine Rückkehr in die Postseason und nun stehen sie direkt wieder in der World Series, erreichten sie mit starkem Pitching, Defense und ein paar Hits zur rechten Zeit.

Auf der anderen Seite befindet sich aber das Team, das zum dritten Mal in den letzten fünf Jahren an dieser Stelle steht. Auch wenn von 2010 nur noch wenige übrig sind, wurden die 2012er Helden größtenteils gehalten. Und das Selbstverständnis, immer einen Weg zu finden, ist fast greifbar und bahnte den Giants den Weg in diese Serie. Diese Truppe mit dem Herzen eines Champions lässt sich von nichts aus der Ruhe bringen und wird daher auch den dritten Ring einfahren. Tipp: Die Giants setzen sich 4:1 durch

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