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US-Sport

Auf dem Weg zur Perfektion

Mich laust der Affe! Kann John Caliparis (r.) Team geschlagen werden? Vielleicht von Jahlil Okafor?
© getty

West Region:

Der Top-Seed:

Wisconsin Badgers (31-3)

NCAA-Titel: 1

Letztes Jahr: Final Four

Mann, war das eine bittere Niederlage im Final Four letztes Jahr. Hätte Aaron Harrison nicht in letzter Sekunde einen Dreier zum Sieg versenkt - vielleicht hätten die Badgers wenig später als Champions die Netze heruntergeschnitten. "Es war eine frustrierende Niederlage", sagt Frank Kaminsky, Wisconsins Topspieler, der mit 8 Punkten damals nicht geglänzt hatte. "Aber letzten Endes hat es mir geholfen. Es hat mich motiviert, besser zu werden."

Und das wurde er. Kaminsky, der im Sommer nach eigener Aussage keine Auszeit genommen hatte, ist so gut, dass er Favorit auf den Award für den Spieler des Jahres ist. 18,4 Punkte und 8,1 RPG für den Guard im Körper eines Centers, der sein Team in Scoring, Rebounds, Blocks, Steals und Assists anführt. Und über 40 Prozent von Downtown trifft. Kaminsky ist schlicht und ergreifend nicht zu stoppen - und der Hauptgrund dafür, dass die Badgers in Sachen Effizienz das beste Offensiv-Team der NCAA stellen.

Um den Superstar herum hat Coach Bo Ryan ein einfach nur solides Team aufgebaut, das gut passt, gutes Spacing aufweist, und sich einfach nur hervorragend ergänzt. Die Guards Josh Gasser und Bronson Koenig sind jeweils über 1,90 Meter groß, auch die Forwards können auf dem Block scoren. Dazu ist die Defense unheimlich physisch. Es ist ein fundamental gutes Team - kein Wunder, dass der Big-Ten-Titel an die Badgers ging.

Schwächen muss man mit der Lupe suchen. Im Backcout ist man trotz der Länge nicht zu athletisch und könnte mit schnellen Guards Probleme bekommen. Außerdem fehlt Starter-Guard Traevon Jackson (9,4 PPG) seit Januar mit einem Fußbruch. Vielleicht ist er rechtzeitig fit - wenn nicht, könnte man ihn schmerzlich vermissen. Auch provoziert man mit der auf Fundamentalismen begründeten Defense nicht immer viele Turnover. Dennoch: Insgesamt müsste man eigentlich das Final Four erreichen. Und da könnte wieder Kentucky warten...

Die weiteren Favoriten

Arizona (2):

Nur drei Niederlagen, dazu der Titel in der der Pac 12 - aber zum Top Seed hat es für die Wildcats von Sean Miller nicht gereicht. Egal. Das laut KenPom zweitbeste Team der College-Landschaft hat das Zeug zum Upset. Mit T.J. McConnell hat man einen waschechten Backcourt im Backcourt, zudem ist man athletisch, groß und an den Brettern eine Macht. Wenn Arizona eine Schwäche zum Verhängnis werden könnte, dann die manchmal etwas wacklige Quote von draußen.

North Carolina (4):

2009 haben die Tar Heels zuletzt den Titel geholt. Elf Niederlagen in dieser Saison machen da keine große Hoffnung, zumal die Jungs von Coach Roy Williams irgendwie zu oft den Fuß vom Gas nehmen. Aber an Motivation sollte es im Big Dance ja nicht mangeln. Das Team ist neben Kentucky vielleicht am athletischsten überhaupt, dominant beim Offensiv-Rebound und hat mit Marcus Paige (13,5 PPG) einen der kreativsten Guards im Feld.

Upset-Tipp:

Wofford (12) über Arkansas (5)

Mit Bobby Portis bietet Arkansas einen Forward auf, der auch von draußen treffen kann und auch im Draft interessant werden dürfte - man wird nicht umsonst SEC-Player of the Year. Aber die Terriers haben alte Hasen auf den Guard-Positionen, die nicht den Kopf verlieren und die Pille sichern. So schlägt man die Press der Razorbacks.

Madness Fun Fact

Der niedrigste Seed, der das Turnier gewinnen konnte, war Villanova 1985 - und zwar als Nummer acht. Dafür, dass man immer wieder von Cinderellas hört, geht der Titel doch eigentlich immer an die Top Teams.

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Seite 2: East Region: Villanova, Virginia, Louisville

Seite 3: West Region: Wisconsin, Arizona, North Carolina

Seite 4: Midwest Region: Kentucky, Kansas, Wichita State

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