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NBA

Nowitzki: "Jason Kidd ist ein Hall of Famer"

Von Für SPOX in Dallas: Tobias Rochau/Philipp Dornhegge
Jason Kidd ist der drittbeste Passgeber der NBA-Geschichte, Dirk Nowitzki der beste Europäer
© Getty

Nach dem klaren Sieg über die Phoenix Suns war die Freude groß bei den Mavs. Dallas hat die Playoffs so gut wie sicher, Jason Kidd erreichte einen weiteren Meilenstein.

20 Assists waren nicht nur eine Saisonbestleistung für Kidd, der Aufbauspieler verdrängte damit auch den großen Magic Johnson von Platz drei der ewigen Bestenliste - nur Mark Jackson (10.334) und John Stockton (15.806) sind noch besser.

Kidd hat jetzt 10.144 Assists auf dem Konto, sieben mehr als Johnson. Und: Mit 36 Jahren und 13 Tagen ist Kidd der zweitälteste Spieler, der jemals 20 oder mehr Assists verteilte. Lenny Wilkens war genau 17 Tage älter, als ihm dieses Kunststück im November 1973 gelang.

Kidd freilich war sein großer Auftritt fast peinlich: "Magic war immer einer, zu dem ich aufgeschaut habe. Deshalb ist es natürlich ein unglaubliches Gefühl, an ihm vorbeizuziehen", gab er im Gesprächmit SPOX zu.

"Aber vor dem Spiel habe ich überhaupt nicht daran gedacht. Mir ging es nur darum, meinen Jungs gute Würfe zu ermöglichen und das Spiel zu gewinnen. Wir konnten heute den Grundstein legen, um nochmal an Utah und die anderen Teams heranzurücken."

"Mein zweites 20-20-Spiel war heute nicht nötig"

Das ist den Mavs bekanntermaßen mit Bravour gelungen, aber was wäre gewesen, wenn Kidd nicht so ein großartiges Spiel abgeliefert hätte?

"Entscheidend war die Energie, mit der wir in das Spiel gegangen sind", war sich Dirk Nowitzki gegenüber SPOX sicher. "Heute haben alle gut gespielt: Jason Terry war stark wie immer, Josh Howard hatte ein paar Schlüsselaktionen und auch von der Bank kam wieder Einiges."

War Jason Kidds Leistung also nur eine Randnotiz? Mitnichten, wie auch Nowitzki zugeben musste: "Jason war fantastisch, er war einfach 'The Man'. Er macht Andere besser und ist genau deshalb ein Hall of Famer. Er hilft uns an allen Ecken und Enden weiter und ist ein absoluter Teamspieler."

Kidd selbst wollte von dem Lob nichts wissen: "Kurz vor Ende des dritten Viertels habe ich dem Coach gesagt, dass ich eine Pause brauche, um für die Schlussphase fit zu sein. Aber die Jungs haben so großartig gespielt, dass ich gar nicht mehr ran musste." Mit einem Schmunzeln fügte er hinzu: "Das zweite 20-Punkte-20-Assists-Spiel meiner Karriere war heute nicht nötig um zu gewinnen."

Phoenix kann für die neue Saison planen

In der Tat spielte Dallas groß auf, gleichzeitig ließen die Suns jedoch alles vermissen, was man von einem Team erwarten muss, das noch um die Playoffs kämpft.

"Ich hätte gedacht, dass wir fighten und uns richtig reinhängen. Mann, da lag ich ganz schön daneben", sagte ein verzweifelter Grant Hill nach der 35. Saisonpleite vor versammelter Presse. Hill war einer der wenigen, die sich im wichtigsten Spiel der Saison in Topform präsentierten.

Während sich die Mavericks schon auf die Playoffs freuen können und sogar wieder von Platz sechs träumen, gehen in Phoenix schon die Planungen für die neue Saison los. Mehrere schwierige Personalentscheidungen stehen an: Was passiert mit Shaquille O'Neal, soll Steve Nash bleiben, will man Amare Stoudemire halten - oder soll doch lieber der totale Umbruch her?

Fragen über Fragen, die alle jedoch auf eins hindeuten: Die Zeiten, in denen die Suns ein ernsthafter Anwärter auf den Titel waren, sind endgültig vorbei.

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