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NBA

Stevenson: Mutter-Söhnchen steht auf Lohan

Von Haruka Gruber
DeShawn Stevenson: Starting-Shooting-Guard und Enfant terrible in Washington
© Getty

Letzte Saison noch als Paradiesvogel bejubelt, muss Washingtons DeShawn Stevenson um seinen Ruf bangen. Bei den Nets machte er den ersten Schritt aus der Krise. Außerdem in den Schlaglichtern: Die sensationelle Niederlage der Lakers, Greg Odens trauriger Rekord und eine Prise Star Wars.

So langsam muss DeShawn Stevenson aufpassen, nicht zur Lachnummer der NBA zu verkommen. Letzte Saison noch wegen seines extravaganten Auftretens als neuer Paradiesvogel gefeiert, folgte diese Saison der Absturz.

Nicht nur, dass seine basketballerische Reputation durch sein anhaltendes Formtief und dem Verharren der Washington Wizards in den Niederungen der Tabelle Schaden genommen hat.

Nein, auch seine so wichtige "Street-Credibility" ist nicht mehr das, was sie einmal war. Kurz vor der Saison sorgte er für Kopfschütteln, als er via Internet 10.000 Dollar für denjenigen bot, der ihm eine Telefonnummer von Party-Luder Lindsay Lohan besorgt, damit er sie "näher kennen lernen" könne.

Und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, outete er sich vor einigen Tagen als Mutter-Söhnchen. So habe sich seine Mutter bei ihm gemeldet und ihm aufgetragen, mehr zu trainieren und seinen Bart aus der erfolgreichen letzten Saison wieder wachsen zu lassen. Das mit dem Bart ließ er zwar sein, dafür schob er jedoch Extra-Schichten in der Trainingshalle ein - und das mit Erfolg.

Beim 108:88 seiner Wizards bei den New Jersey Nets stellte er mit 21 Punkten seinen Saisonbestwert auf. Stevenson: "Ich war sowieso in einer Krise. Deswegen dachte ich mir: Ich halte drauf und wenn die Würfe vorbeigehen, interessiert es ja doch keinen."

Indiana Pacers - L.A. Lakers 118:117: Oder auch: Neuer Lexikon-Eintrag für "David gegen Goliath". Die Lakers reisten mit einer 7-0-Siegesserie und einer makellosen 5-0-Auswärtsbilanz an. Die Pacers hingegen verloren zuvor fünf der letzten sechs Partien - und schafften gegen die schier unbezwingbaren Lakers dennoch die Überraschung.

Troy Murphy (16 Punkte, 17 Rebounds) versenkte mit der Schlusssirene den entscheidenden Tip-In. "Das ist einfach unglaublich. Troy ist ein Monster am Brett", jubelte Teamkollege Danny Granger. Seine Leistung war übrigens auch monsterwürdig: 32 Punkte.

New York Knicks - Portland Trail Blazers 97:104: Spiel gewonnen, dennoch wird Greg Oden wohl mit einem flauen Gefühl aus NY abreisen. Denn der Blazers-Center stellte einen Rekord auf, der ihm so gar nicht behagt. Noch nie war ein Nummer-1-Pick bei seinem ersten Spiel im Madison Square Garden derart schlecht wie Oden (2 Punkte). Falsch: Es gab mit Kwame Brown bereits einen vor ihm, der gleich mies war. Aber ob das ein Trost ist...

San Antonio Spurs - Detroit Pistons 77:89: Frustabbau im Motown-Stil: Zuletzt mehr wegen teaminterner Differenzen in den Schlagzeilen (Stichwort: Allen Iverson, Stichwort: Tayshaun Prince), gaben die Pistons in San Antonio die richtige Antwort (Stichwort: Iversons 19 Punkte, Stichwort: Prince' 15 Punkte und 12 Rebounds).

Was zu einer überraschenden Einsicht von Spurs-Coach Gregg Popovich führte: "Mich stört am meisten, dass wir uns einschüchtern ließen. Ich glaube, Detroit hat meinen Spielern Angst gemacht."

Chicago Bulls - Philadelphia 76ers 95:103 (OT): Das passiert, wenn ein junger Padawan einen Jedi-Meister provoziert.

Vor zwei Tagen noch ließ Chicagos Spielmacher-Supertalent Derrick Rose Philadelphias alternden Andre Miller beim 103:92-Sieg ganz alt aussehen - doch 48 Stunden später war es Rose, der trotz 24 Punkten klein beigeben musste.

Miller gelangen 28 Punkte, zudem sorgte er clever dafür, dass Rose in Foul-Probleme geriet und 6 Turnover fabrizierte. "Ich habe die Ereignisse von vor zwei Tagen nicht persönlich genommen", sagte Miller. Dennoch: Sei die Macht mit dir, Meister Dre...

Die Ergebnisse aus der vergangenen Nacht

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