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MLB

A-Rod: You are out!

Von Florian Regelmann
Alex Rodriguez
© Getty

München - An den 28. Oktober werden sich alle Fans der Yankees noch lange erinnern. Womöglich noch sehr lange. Der Erzfeind, die Boston Red Sox, gewinnen zum zweiten Mal innerhalb von vier Jahren die World Series. 

Gleichzeitig gibt Superstar Alex Rodriguez bekannt, dass er von seiner Option Gebrauch macht, die ihn aus seinem 2001 unterzeichneten 10-Jahres-Vertrag über 252 Millionen Dollar entlässt.

Falsch, nicht A-Rod persönlich teilte es den Yankees mit. Es war sein Super-Agent, Scott Boras, der die Yankees per Mail informierte.

Peinlicher Erklärungsversuch 

"Alex war die ganze Situation bei den Yankees zu unsicher. Er weiß nicht, was mit den beiden Free Agents Jorge Posada und Mariano Rivera passiert, ob Andy Pettitte weiter pitcht", erklärte Boras.

Kurzum: Rodriguez lässt einfach mal so 92 Millionen auf dem Tisch liegen, weil er nicht weiß, was mit seinem Catcher oder Closer passiert? Na ja, dachten sich auch die Yankees.

"Wir wollten, dass er ein Yankee bleibt. Aber der springende Punkt ist: Wollen wir wirklich jemanden, der nicht wirklich ein Yankee sein will. Wie zum Teufel soll das gehen", meinte Hank Steinbrenner, Sohn von Team-Owner George Steinbrenner.

"Vergleichen wir ihn mit Derek Jeter. Seit er ein kleines Kind war, wollte der nur eines: Shortstop spielen für die Yankees. Solche Leute brauchen wir".

A-Rods größter Postseason-Hit 

Wie es A-Rods Art ist, wurde seine Entscheidung noch während Spiel 4 der World Series öffentlich. Damit landete er den größten Hit seiner Postseason-Karriere.

Rodriguez stellte sich einmal mehr über alles. Über Baseball, über die World Series, über die Yankees, über sein Team.

"Es gibt keinen anderen Grund für den Zeitpunkt der Bekanntgabe, als seine egoistischen Interessen über alles zu stellen. Diese Tage gehören den Red Sox und den Rockies", war auch MLB-Geschäftsführer Bob DuPuy erzürnt.

Vier Jahre verbrachte der 32-Jährige Rodriguez in New York. Am Ende stehen zwei MVP-Awards, 173 Home Runs, 513 RBIs und mehrmaliges Versagen in den Playoffs. Ein mickriger RBI in den letzten drei Playoffs stehen in seiner Statistik.

Nur ein Bluff 

Immer wieder hatte Rodriguez betont, wie sehr er New York und die Yankees lieben würde. Es war ein Bluff. Sein Team bedeutete ihm letztlich so wenig, dass es nicht mal mehr zu einem Face-to-Face-Meeting kam.

Obwohl die Yankees bereit waren, ihm für eine Vertragsverlängerung an die 30 Millionen pro Jahr zu zahlen. Mehr als die 25,2 Millionen, die er unter seinem alten Vertrag erhielt.

Nun wird Rodriguez in Zukunft für ein anderes Team die Third Base absichert. Oder doch wieder Shortstop? Egal. Wer auch immer Rodriguez verpflichten wird (Los Angeles Angels, Chicago Cubs, Detroit Tigers, San Francisco Giants?), der wird einen der statistisch größten Spieler aller Zeiten bekommen. Den größten, wenn es um die Anhäufung von Geld geht.

"Don't sign A-Rod"

Bei welchem Team er auch auftauchen wird. So viel steht fest: ER muss das Clubhouse dominieren. ER muss die Story sein. ER muss größer sein als sein Manager, größer als seine Mitspieler. ER wird ein Ziel haben, den Homerun-Rekord von Barry Bonds zu brechen.

Das wird er wohl schaffen. Er wird seinen 800. Homerun schlagen. Sein Team wird ihm dabei zuschauen dürfen. Es sollte aber nicht erwarten, dass Rodriguez die Playoffs oder eine World Series irgendetwas bedeuten würde. Tut es nicht. Null.

Die Red Sox-Fans fassten es noch im Coors Field zu Denver mit Sprechchören am besten zusammen: "Don't sign A-Rod!" Wie wahr.

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