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Olympia

Ronny Ackermann vor Karriereende?

SID
Ronny Ackermann verzichtet freiwillig auf einen Olympia-Start
© Getty

Der viermalige Kombinierer-Weltmeister Ronny Ackermann verzichtet freiwillig auf seinen Start bei den Olympischen Spielen und steht möglicherweise vor dem Karriereende.

Zwei Tage vor dem finalen Showdown in Schonach um das letzte Ticket für Vancouver gegen Olympiasieger Georg Hettich gab der 32-Jährige entnervt von zahlreichen Rückschlägen in dieser Saison auf.

Damit bleibt sein Traum von Olympiagold unerfüllt. "Die Entscheidung ist mir nicht gerade leicht gefallen, schließlich habe ich die vergangenen vier Jahre auf die Olympischen Spiele hintrainiert. Aber ich muss realistisch bleiben, in meiner derzeitigen Form würde ein Start in Vancouver einfach keinen Sinn machen", sagte Ackermann nach einem Gespräch mit Bundestrainer Hermann Weinbuch. "Damit wäre ich auch keine Hilfe für die Mannschaft."

Trainer: "Er ist halt keine 18 mehr"

Seine beste Weltcup-Platzierung im Olympiawinter war ein 18. Platz. Beim Angriff auf seinen Traum vom Olympia-Gold wollte es der Silbergewinner von 2006 in diesem Winter besonders gut machen - und wurde nacheinander von einem Sturz, dem Bruch seines Lieblingsskis, zu viel Training und zuletzt einer Erkältung gestoppt.

"15 Jahre Leistungssport und Gewicht machen, das zehrt. Er ist halt keine 18 mehr und steckt das Training nicht mehr so gut weg", hatte Weinbuch erklärt. Irgendwann breche das System zusammen, wenn vor jeder Saison fünf Kilo abgespeckt und gleichzeitig das Training forciert werde.

"Eigentlich bin ich seit meiner Virusinfektion im vergangenen Jahr nie mehr richtig in Tritt gekommen. Ich habe zwar gehofft, dass mir mit zusätzlichen Trainingseinheiten wieder der Anschluss gelingt, aber die letzten Weltcups haben ganz einfach gezeigt, dass ich zu weit weg von der Weltspitze bin", sagte Ackermann.

Droht sogar das Karriereende

Im Springen sei es zwar ganz ordentlich gelaufen, aber im Langlauf schaute der einst so starke Läufer nur noch hinterher: "Man muss nüchtern analysieren, dass es noch nicht reicht, um meinen eigenen Ansprüchen gerecht zu werden." Jetzt will sich Ackermann vollständig erholen und eine längere Pause einlegen.

Ob er noch einmal zurückkommt oder seine Karriere beendet, ist ungewiss: "Wir entscheiden nach der Saison gemeinsam, wie es weitergeht." Vielleicht widmet sich Ronny Ackermann auch ganz seiner Familie und seinem kleinen Sohn Hugo.

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