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Olympia

Kenias Speer-Star Yego schießt gegen Verband

SID
Julius Yego hat den kenianischen Verband scharf kritisiert

Kenias Speerwurf-Weltmeister Julius Yego hat scharfe Kritik am Management seines Verbandes geübt, weil sein Trainer erst unmittelbar vor seinem Wettkampf zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro reisen darf.

"Es scheint, als würde jemand wirklich versuchen, die Resultate des kenianischen Teams in Rio zu sabotieren", schrieb der Kontrahent der deutschen Gold-Hoffnung Thomas Röhler bei Facebook.

"Man hat meinem Trainer mitgeteilt, dass er nicht vor dem 14. August nach Rio aufbrechen wird. Das heißt, dass er erst einen Tag vor meiner Qualifikation da sein wird. Das ist lächerlich", schrieb der 27-Jährige, der 2015 im Vorjahr in Peking sensationell WM-Gold geholt hatte. "Um bei einem solchen Wettkampf auf höchstem Niveau zu sein, braucht es eine perfekte Vorbereitung - da kann ich nicht ohne Coach trainieren." Die Qualifikation der Speerwerfer findet am 17., das Finale am 20. August statt.

Schon die Trainer der kenianischen Sprinter seien laut Yego bei deren Abreise am Sonntag am Flughafen stehen gelassen worden. Yego, der dies "unverantwortlich nannte", bat die Regierung darum, "unseren Weltklasse-Status zu retten, bevor die Geschichte zum Skandal wird". Schon in London 2012 seien manche Offizielle erst kurz vor dem Ende der Spiele eingetroffen.

Kenias Leichtathletik-Verband stand zuletzt wegen eines flächendeckenden Dopingskandals in der Kritik, von dem vor allem die Langstreckler der Läufernation Nummer eins betroffen waren.

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