Olympia

USA mit Mühe, Serbien im Viertelfinale

Von SPOX
Klay Thompson rettete mit 30 Punkten das Team USA

Team USA hat die Gruppenphase mit einem Sieg über Frankreich ungeschlagen beendet und zieht als Erster ins Viertelfinale ein. Allerdings wurde Frankreich nur denkbar knapp mit 100:97 geschlagen. Klay Thompson war mit 30 Punkten der Topscorer. In der Nacht ballerte sich dann Serbien gegen China ins Viertelfinale, auch Australien fuhr im Schongang den nächsten Sieg ein.

Gruppe A

USA (5-0) - Frankreich (3-2) 100:97 (BOXSCORE)

Punkte: Klay Thompson (30) - Thomas Heurtel, Nando de Colo (je 18)

Rebounds: Kevin Durant (6) - Thomas Heurtel (8)

Assists: Kyrie Irving (12) - Thomas Heurtel (9)

Für die Franzosen begann das Spiel denkbar schlecht. Tony Parker musste wegen einer Verletzung am Zeh pausieren und Rudy Gobert musste bereits nach wenigen Minuten mit zwei schnellen Fouls auf der Bank Platz nehmen.

Dennoch gelang es den Amerikanern zunächst nicht, ein Polster herauszuspielen. Es entwickelte sich ein echtes Offensiv-Spektakel mit überragenden Quoten auf beiden Seiten (jeweils über 66 Prozent FG).

Im weiteren Verlauf konnten sich die US-Boys aber ein wenig absetzen. Die Franzosen kühlten ein wenig ab und hatten Probleme mit ihrem Wurf von draußen. Ebenfalls Schwierigkeiten mit dem Wurf hatte im bisherigen Turnier Klay Thompson (4/26 FG insgesamt). Gegen die Franzosen war der Korb für den Guard der Golden State Warriors groß wie ein Ozean. Zur Halbzeit hatte der Splash Brother 13 Punkte auf seinem Konto, am Ende waren es gar 30 Zähler (9/16 FG, 7/13 Dreier).

Doch ähnlich wie gegen Serbien zeigte die Mannschaft von Coach K Schwierigkeiten die Partie zu closen. Fünf Minuten vor dem Ende waren es nach einem Monster-Slam von Joffrey Lauvergne über DeMarcus Cousins nur noch vier Punkte Rückstand. Doch ein sensationeller Alley-Oop des starken Kyrie Irving (10 Punkte, 12 Assists) auf Kevin Durant (17 Punkte, 6/6 FG) ließ das Momentum wieder zum Gold-Favoriten kippen, die das Spiel dann auch nach Hause schaukeln konnten.

Die Franzosen betrieben in der letzten Minute nur noch Ergebnis-Kosmetik. Bester Mann bei der Equipe Tricolore war Thomas Heurtel, der bei guten Quoten (8/14 FG) nur knapp an einem Triple-Double vorbeischrammte (18 Punkte, 8 Rebounds, 9 Assists)

Australien (4-1) - Venezuela (1-4) 81:56 (BOXSCORE)

Punkte: Chris Goulding (22) - Anthony Perez (12)

Rebounds: Ryan Broekhoff (8) - Gregory Vargas, Miguel Ruiz (4)

Assists: Damian Martin (4) - Gregory Vargas (7)

Obwohl Patty Mills geschont wurde und auch Matthew Dellavedova nur zu einem Kurzeinsatz kam (8:24 Minuten), hatten die Boomers mit Venezuela keinerlei Probleme. Schon nach wenigen Minuten führte Australien mit 16:2 und auch wenn Venezuela danach langsam ins Spiel fand, hatten die Südamerikaner doch nie wirklich eine Chance.

Bei den Aussies lag das vor allem an einem, der im Turnier bis dato weniger als 1 Punkt pro Spiel erzielt hatte. Chris Goulding nutzte die durch Mills' Abwesenheit entstandenen Wurfchancen und schenkte Venezuela starte 22 Punkte ein, aber auch die NBA-erfahrenen Joe Ingles (11 Punkte), Andrew Bogut und Ryan Broekhoff (beide 10) konnten sich auszeichnen. Bei den Venezolanern dagegen wehrte sich nur Anthony Perez mit 12 Punkten so richtig.

Dementsprechend ist das Kapitel Rio für den letztjährigen Gewinner der FIBA Americas nun beendet. Australien dagegen zog als Gruppenzweiter ins Viertelfinale ein und wirkte erneut wie ein Team, das sich durchaus Hoffnungen auf Edelmetall machen kann.

Serbien (2-3) - China (0-5) 94:60 (BOXSCORE)

Punkte: Bogdan Bogdanovic (19) - Yi Jianlian (20)

Rebounds: Nikola Jokic (7) - Wang Zhelin (8)

Assists: Milos Teodosic, Stefan Markovic (5) - Guo Ailun (8)

Es war keine glanzvolle Gruppenphase für Serbien, aber unterm Strich sind die Mitfavoriten dann doch ins Viertelfinale eingezogen. Nach der knapp verpassten Überraschung gegen die USA nahmen sie den Schwung mit in die Partie und hatten schon im zweiten Viertel komplett die Kontrolle über das Spiel übernommen.

Nemanja Nedovic beendete das erste Viertel mit einem Buzzerbeater-Dreier, danach machte Serbien im zweiten Durchgang die ersten 9 Punkte und führte schlagartig mit 33:18. Danach blickten sie nicht mehr zurück.

Auffällig war bei den Serben, dass sie ihren Captain Milos Teodosic (7 Punkte, 5 Assists) kaum brauchten - der Point Guard spielte diesmal nur 15 Minuten. Die gut aufgelegten Bojan Bogdanovic (19 Punkte), Nikola Kalinic (15), Miroslav Raduljica (11) und Milan Macvan (11) konnten sich hingegen etwas mehr austoben.

China verabschiedete sich dagegen wie schon in London 2012 ohne Sieg von den Olympischen Spielen. Ex-NBA-Spieler Yi Jianlian (20 Punkte) versuchte zwar einiges, gegen hochkonzentrierte Serben war sein Team allerdings am Ende doch chancenlos.

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