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Olympia

Sörgel fordert Anti-Doping-Reform

SID
Der Weltsport wurde in den vergangenen Monaten immer wieder Opfer von Doping-Fällen

Der Pharmakologe Fritz Sörgel hat sich angesichts der anhaltenden Skandale für eine grundlegende Reform des internationalen Anti-Doping-Kampfs ausgesprochen.

"Der Anti-Doping-Kampf muss neu organisiert werden. Auch die Struktur der Welt-Anti-Doping-Agentur muss überdacht werden. Dass dort mit Craig Reedie ein Vizepräsident des IOC an der Spitze steht, ist keine glückliche Lösung", sagte Sörgel dem SID: "Ich denke, man muss die Rolle der beteiligten Institutionen nach den Spielen genau analysieren."

Das Entscheidende sei die internationale Vergleichbarkeit der Dopingkontrollsysteme. Allerdings glaubt der Anti-Doping-Experte nicht, dass der Sport dieses Problem alleine in den Griff bekommt: "Das ist ja das Hauptproblem. Es bedarf dringend einer ethischen Institution, die den Hochleistungssport überwacht und ihm neue Ziele gibt."

Auch IOC-Präsident Thomas Bach sieht Sörgel in der Mitverantwortung für die derzeitige Krise. "Thomas Bach greift nach außen nicht aktiv ein, aber er wirkt - mir sei der Vergleich mit der Chemie erlaubt - wie ein Katalysator: Der Katalysator macht chemische Reaktionen erst möglich und tut dann so, als ob er nicht dabei gewesen wäre", sagte Sörgel.

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