Olympia

Trajdos und Maresch mit unnötigen Niederlagen

SID
Sven Maresch (l.) verlor nach Disqualifikation

Vierter Judo-Tag, vierte Pleite: Martyna Trajdos und Sven Maresch haben mit unnötigen Niederlagen die Misserfolgs-Serie der deutschen Mattenkämpfer bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro fortgesetzt.

Sowohl Ex-Europameisterin Trajdos (Hamburg) als auch der frühere EM-Dritte Maresch (Berlin) unterlagen in ihren Auftaktkämpfen aufgrund von Bestrafungen. Nach vier Wettkampftagen sind die deutschen Judoka in Rio nicht über neunte Plätze hinausgekommen.

"Ich schäme mich für meine Leistung, ich war einfach schlecht", sagte Maresch (29), der sich in seinem Auftaktkampf in der Klasse bis 81 kg gegen Sergiu Toma (Vereinigte Arabische Emirate) zu unsauberem Kämpfen hinreißen ließ und nach der vierten Verwarnung eine Minute vor dem Ende der regulären Kampfzeit disqualifiziert wurde: "Die Strafen waren berechtigt, ich habe kein Mittel gegen ihn gefunden. Eigentlich war ich in guter Form."

Das Halbmittelgewicht war in den vergangenen Jahrzehnten die Domäne des Deutschen Judo-Bundes (DJB) gewesen. Frank Wieneke (1984/1988) und Ole Bischof (2008/2012) holten in dieser Klasse jeweils Gold und Silber.

Die 27 Jahre alte Trajdos lieferte sich nach einem Freilos in der ersten Runde der Klasse bis 81 kg ein enges Achtelfinal-Duell mit der Brasilianerin Mariana Silva, in dem beide Kämpferinnen ohne Wertung blieben. Nach fünf Minuten hatte Trajdos allerdings drei Verwarnungen kassiert, Silva nur eine - das vorzeitige Aus für die Hamburgerin.

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