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Olympia

Großer Druck auf Deutschlands Judokas

SID
Olympia, Peking, Judo, Vorschau, Yvonne Bönisch
© DPA

Peking - Peter Frese rechnet beim Auftritt der deutschen Judokas in Peking mit allem. "Wenn wir wie in Athen vier Medaillen holen, wäre das optimal", verkündete der Präsident des Deutschen Judo-Bundes (DJB) und entwarf zugleich Befindlichkeitsstufen für bescheidenere Bilanzen.

"Drei Medaillen wären Wahnsinn, zwei zufriedenstellend, bei einer kämen wir mit einem blauen Auge davon, keine wäre der K.o."

Dass die elf teilnehmenden deutschen Tatami-Athleten von der Konkurrenz tatsächlich aber aufs Kreuz gelegt werden könnten, befürchtet Frese jedoch nicht. "Wir können uns berechtigte Hoffnungen machen."

Erinnerungen an Athen

Bereits am 9. August wird die erste Medaille vergeben. In der Klasse bis 48 Kilogramm geht Michaela Baschin aus Backnang an den Start. Kurz nach 6.00 Uhr deutscher Zeit muss die 24 Jahre alte Studentin auf die Matte.

"Vielleicht klappt es ja wie in Athen vor vier Jahren. Da haben wir Judokas sowohl die erste deutsche Medaille überhaupt und wenig später auch noch die erste Goldmedaille für das gesamte deutsche Team gewonnen", sagte Sportdirektor Manfred Birod.

Vor vier Jahren eröffnete die Osnabrückerin Julia Matijass im Superleichtgewicht mit dem Gewinn von Bronze den Medaillenreigen. Nun will es ihr Baschin in dieser Gewichtskategorie nachmachen.

Birod will Spiele genießen

"Ich bin froh, dass es schon am ersten Tag für mich losgeht. Ich will es schnell hinter mir haben", meinte die EM-Dritte von 2006. Danach will sie Olympia in vollen Zügen genießen.

Mit einer herausragenden Platzierung oder gar Edelmetall wären die folgenden Tage in Peking ein einziges Fest für die Athletin. "Michaela hat erst im vergangenen Jahr Anschluss an die Weltspitze gefunden, wir dürfen nicht zu viel von ihr erwarten", befand Birod.

Bönisch Topfavoritin in Peking

Große Erwartungen werden allerdings an den Start von Yvonne Bönisch geknüpft. Die Olympiasiegerin von Athen gehört auch in Peking zu den Favoritinnen. "Ich bin zwar die Gejagte, aber Olympiasiegerin bleibe ich ein Leben lang, das gibt Sicherheit", meinte die Potsdamerin.

"Jetzt kann ich meiner Karriere das i-Tüpfelchen aufsetzen." Für die 27-Jährige ist es der letzte Auftritt in der 57-Kilo-Klasse. "Es fällt mir immer schwerer, das Limit zu bringen." Danach soll es in der 63-Kilo-Klasse weitergehen.

Medaillenaspiranten sind zudem die erfahrene Sandra Köppen-Zuckschwerdt im Schwergewicht, die Olympia-Dritte Annett Böhm (bis 70 kg) und Heide Wollert (bis 78 kg). Bei den Männern ruhen die Hoffnungen auf Ole Bischof (bis 81 kg) und Schwergewichtler Andreas Tölzer.

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