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Olympia

Deutsche Basketballer blamieren sich

SID
peking, olympia
© Getty

Peking - Vorgeführt, aber noch nicht aus dem Olympia-Geschäft: Deutschlands Basketballer haben gegen Vize-Weltmeister Griechenland eine 64:87 (33:44)-Pleite hinnehmen müssen.

Vor 12 000 Zuschauern im Olympic Basketball Gymnasium waren Sven Schultze (11) und Demond Greene (11) neben Dirk Nowitzki (13) die besten Werfer im weit unter seinen Möglichkeiten bleibenden Team von Bundestrainer Dirk Bauermann.

Bei den Griechen, die es schafften, die beiden deutschen NBA-Stars Nowitzki und Chris Kaman (4) weitgehend aus dem Spiel zu nehmen, erzielten Spanoulis (23) und Papaloukas (15) die meisten Punkte. Deutschland muss weiter auf den ersten Sieg gegen die Griechen seit 2001 warten.

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"Nie unseren Rhythmus gefunden"

Nach der Niederlage in der Neuauflage des EM-Finales von 2005 muss nun ein Sieg aus den letzten drei noch ausstehenden Gruppenspielen gegen Weltmeister Spanien, Gastgeber China oder Olympia-Favorit USA her, um den Sprung ins Viertelfinale zu schaffen.

"Wir haben nie in unseren Rhythmus gefunden. Das große Ziel bleibt das Viertelfinale", sagte Nowitzki.

Trainer Bauermann zeigte sich unzufrieden mit dem zweiten Olympia-Auftritt. "Was nicht passieren darf, ist, dass eine deutsche Nationalmannschaft nicht kämpft und sich nicht gegen die Niederlage wehrt. Deswegen bin ich enttäuscht über unsere Leistung."

Schon im letzten Viertel warf Bauermann das Handtuch, ließ Nowitzki und Kaman, der einen schwarzen Tag erwischt hatte, auf der Bank. Insgesamt zehn Dreier reichten seiner Mannschaft nicht, weil die Zweier-Quote gegen die starke Verteidigung der Griechen mit 29 Prozent katastrophal war.

Griechen in allen Belangen überlegen

Die Griechen kamen auf 66 Prozent, waren von der Freiwurflinien (85:70 Prozent) und auch beim Defensiv-Rebound (25:17) überlegen. "Wir haben dem Druck nicht standhalten können", kommentierte Verbands-Präsident Ingo Weiss.

Genau wie beim souveränen Sieg gegen Afrika-Rekordmeister Angola standen neben Nowitzki und Kaman noch Greene, Wysocki und Hamann in der Startformation. Doch drei Minuten lang gelang kein einziger Korb.

Nur ein Strohfeuer

Erst nach 5:44 Minuten gelangen Kaman die ersten Punkte, sein NBA- Kollege Nowitzki brauchte noch länger: 2:13 Minuten vor der Viertelpause stand er erstmals an der Freiwurflinie, verkürzte zum 15:19 und glich wenig später mit seinem zweiten Dreier in Folge zum 21:21 aus. Schultze schaffte die erste Führung zum 23:21 - doch es war nur ein Strohfeuer.

"In der Phase haben wir sehr gut getroffen. Aber gegen die Griechen mit ihrer sehr starken Verteidigung trifft man nicht immer so", sagte Bauermann.

Auch im zweiten Viertel schien der Korb wie vernagelt, die Griechen zogen mit einem Zehn-Punkte-Lauf auf 31:23 davon. Eine erneute Auszeit von Bauermann brachte nicht die erwünschte Wirkung. Gerade einmal zehn Punkte gelangen den Deutschen gegen die von Trainer Panagiotis Giannakis glänzend eingestellten Griechen.

Gleich nach der Pause wurde Kaman beim Dunking-Versuch gefoult, verwandelte seine beiden Freiwürfe aber. Dann ging nichts mehr. Bei den weit abgeklärter spielenden Griechen lief der Ball wie am Schnürchen. Im letzten Viertel setzte Bauermann fast alle Spieler ein.

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