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Olympia

Fall Timanowskaja: EU-Kommission rügt Belarus

SID
Kristina Timanowskaja hat Tokio in Richtung Polen verlassen.

Die Europäische Kommission hat Belarus für den Umgang mit Athletin Kristina Timanowskaja scharf kritisiert und zugleich ihre Solidarität mit der Sportlerin erklärt.

"Der Versuch, Kristina Timanowskaja mit Gewalt in ihr Heimatland zu bringen, ist ein weiteres Beispiel dafür, mit welcher Brutalität das Regime von Lukaschenko (Präsident Alexander Lukaschenko, d. Red.) die Menschen in Belarus unterdrückt", sagte Kommissionssprecherin Nabila Massrali der Welt.

"Die Repressalien treffen die gesamte belarussische Gesellschaft, auch Athleten und machen selbst vor dem Olympischen Frieden nicht Halt", führte Massrali aus: "Wir drücken gegenüber Kristina Timanowskaja unsere volle Solidarität aus und unsere Achtung vor den Mitgliedstaaten, die ihr Unterstützung angeboten haben. Und wir begrüßen, dass Polen ihr ein humanitäres Visum ausgestellt hat."

Timanowskaja verbringt Nacht am Flughafen

Die 24-jährige Timanowskaja hatte die Nacht zum Montag in einem Hotel am Tokioter Flughafen Haneda verbracht, nachdem sie über die Sozialen Medien die Angst geäußert hatte, gegen ihren Willen zurück nach Belarus gebracht zu werden. Dabei hatte sie auch das Internationale Olympische Komitee (IOC) um Hilfe angerufen.

Auslöser der Affäre war offenbar ein mittlerweile gelöschtes Video, das Timanowskaja bei Instagram gepostet hatte. Darin kritisierte sie den belarussischen Leichtathletikverband. Timanowskaja gab an, sie sei gezwungen worden, am 4x400-Rennen teilzunehmen, weil der Verband nicht die Anzahl ausreichender Dopingkontrollen für die Athletinnen gewährleistet habe, die für die Staffel vorgesehen waren.

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