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Olympia

Olympia, Team USA: Drei Gründe für die Auftaktniederlage gegen Frankreich

Kevin Durant verlor mit Team USA gegen Frankreich.

Mit der ersten Niederlage seit 17 Jahren bei einem olympischen Turnier ist Team USA gegen Frankreich in die Sommerspiele gestartet. Während die Beteiligten im Anschluss keinen Anlass für Dramatik sahen, gibt es dennoch Probleme, die sich nicht so einfach aus der Welt schaffen lassen. Drei Gründe für die Auftaktpleite von Durant, Tatum und Co.

1. Kurzfristige Anreise, Ausfälle, nicht eingespielt

Die Voraussetzungen für den Olympia-Start hätten aus Sicht der US-Amerikaner nicht komplizierter sein können. Mit Devin Booker, Khris Middleton und Jrue Holiday trafen die drei Finals-Teilnehmer mit einem Privatjet erst am Samstag 23 Uhr Ortszeit in Japan ein - keine 24 Stunden vor dem Tip-off gegen Frankreich.

Dementsprechend legten die Teamkollegen den Fokus weniger auf die sportliche Leistung des Trios (Holiday war zudem Topscorer) als vielmehr auf die Tatsache, dass sie die Strapazen nach einer prall gefüllten NBA-Season überhaupt auf sich genommen haben. "Ich habe großen Respekt davor, dass sie sich nicht nur zur Aufgabe bekannt, sondern auch tatsächlich ihr Wort gehalten haben. Sie sind wahrhaftige Profis, sie hätten es nicht gemacht, wenn es ihnen nichts bedeuten würde", sagte Draymond Green.

Booker hätte nach Ansicht von Green durchaus sagen können "Mann, wir haben verloren, ich bin angepisst, ich bin raus", bei den Bucks-Champions hätte die Devise lauten können "Wir sind gerade Meister geworden. Ich will feiern und bei meiner Familie sein", doch alle sind gekommen. "Sie sind müde, sie haben eine Achterbahnfahrt der Gefühle hinter sich", ergänzte Zach LaVine.

Team USA patzte bereits in den Testspielen zweimal

Während die genannten Spieler verspätet anreisten (dies galt auch für LaVine), standen Bradley Beal (Corona) und Kevin Love (Wadenzerrung) gar nicht erst zur Verfügung. Stattdessen rückten Keldon Johnson und JaVale McGee nach. Da sich außerdem Jerami Grant noch in Quarantäne befand, musste ein geplantes Testspiel gegen Australien sogar abgesagt werden. Nur sechs aktive Spieler standen Head Coach Gregg Popovich zur Verfügung.

Entsprechend hielten sich die gemeinsamen Trainingseinheiten im Vorbereitungscamp in Las Vegas arg in Grenzen, die Testspielniederlagen gegen Underdog Nigeria und Australien offenbarten, dass noch reichlich Sand im Getriebe ist. Coach Pop sah einen Warnschuss zur rechten Zeit, stellte aber auch klar. "Dinge lassen sich nicht erzwingen." Stattdessen sei organisches Wachstum notwendig. Das Finals-Trio bestritt vor dem Turnierauftakt keine einzige Trainingseinheit mit der Mannschaft.

Team USA besitzt auch in der aktuellen Besetzung mehr Talent als jedes andere Team bei Olympia - zweifellos. Doch die Begleitumstände gehen auch an einem Star-Ensemble und einem der besten Coaches aller Zeiten nicht spurlos vorbei, zumal der Sieg gegen die Franzosen trotz allem absolut realistisch war und es nicht gegen irgendein Team ging ...

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